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Wie die jüngsten Übernahmen das Wachstum von Mastercard beflügeln

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
29.12.2017, 10:33  |  346   |   |   

Es gibt kaum ein Unternehmen, das besser geeignet ist, um die langfristige Stärke des Zinseszins zu verdeutlichen als Mastercard (WKN:A0F602). Von seinem splitbereinigten Kurs zum Börsengang von 3,90 US-Dollar im Mai 2006 bis zum aktuellen Kurs von 153,40 US-Dollar hat Mastercard unglaubliche 3933 % geliefert. Im Jahresvergleich konnte der Kurs des Unternehmens um 48,6 % steigen.

Hinter der unglaublichen Rendite von Mastercard steht das unglaubliche Geschäftsmodell. Im Wesentlichen fungiert Mastercard als digitale Mauthstraße für Zahlungen, die mit Kreditkarten getätigt werden. Wenn eine von einer Bank ausgestellte Karte mit dem Mastercard-Emblem verwendet wird, wird das Geld von der Bank über das Netzwerk von Mastercard weitergeleitet. Mastercard erhält dabei eine kleine Gebühr, die sich nach der Anzahl der Transaktionen und dem Dollarbetrag jeder Transaktion richtet.

Ergänzt wird dieses Kerngeschäft durch das Segment Sonstige Erlöse. Im dritten Quartal stiegen diese Erlöse auf 747 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 21 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Andere Einnahmen erwirtschaftet Mastercard außerhalb seines Kerngeschäftes mit Zahlungsnetzwerken. Das Zahlungsnetzwerk besteht hauptsächlich aus Dienstleistungen, die es Händlern und Finanzinstituten anbietet. Dazu gehören Leistungen wie Betrugserkennung, Bonusprogramm-Management, Beratung und Datenanalyse.

Mastercard entwickelt viele dieser Dienstleistungen selbst, ist dabei aber auch auf Übernahmen angewiesen, um seine Fähigkeiten und Kompetenzen weiter zu stärken. Allein in diesem Jahr hat Mastercard zwei solcher Übernahmen abgeschlossen und eine weitere angekündigt. Werfen wir einen genauen Blick auf drei der Unternehmen, die Mastercard kürzlich erworben hat, um zu sehen, was sie bringen und wie sie sich auf Mastercard auswirken können.

Eine APT-Entscheidung

Im April 2015 schloss Mastercard eine Vereinbarung zur Übernahme von Applied Predictive Technologies (APT) für 600 Millionen US-Dollar ab. APT ist ein Cloud-basierter Analyseprovider, der Unternehmen bei der Optimierung ihrer Marketing- und Merchandising-Aktivitäten unterstützt. Mastercard-Finanzvorstand Martina Hund-Mejean nennt sie „eine Test- und Lernplattform“, die es Unternehmen ermöglicht, „wesentlich schnellere Entscheidungen in einer kontrollierten Umgebung zu treffen“. Das bedeutet, dass wenn ein Einzelhändler darüber nachdenkt, den Preis eines Produktes zu ändern oder die Regalplatzierung, dann kann er die Plattform von APT nutzen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie diese Änderung im wirklichen Leben ablaufen würde, anstatt diese Strategie zuerst im realen Leben testen zu müssen.

Bislang konnte das Unternehmen mehr als die Hälfte seiner inländischen Kunden im USA für Analyseplattform wie APT gewinnen. Auf dem jüngsten Investorentag sagte Craig Vosburg, President of North American Markets von Mastercard:

„Unsere Daten- und Analysedienstleistungen, die von makroökonomischen Daten über portfoliospezifische Daten bis hin zu APT reichen, und die Art und Weise, wie wir mit APT auf individueller Basis vorgehen, um die Effektivität verschiedener Kampagnen zu betrachten, zu testen und zu bewerten, sodass Entscheidungen basierend auf besseren Informationen getroffen werden können und damit die Investmentrendite in diese Entscheidung erhöhen. Mehr als 60 % unserer Kunden in Nordamerika nutzen diese Dienstleistung bereits.”

Eine neue Möglichkeit, um Kreditkartenbetrug zu vermeiden.

Im März schloss Mastercard eine Vereinbarung zur Übernahme von NuData Security, einem Unternehmen, das digitale Identitäten für Verbraucher erstellt, um Betrug zu verhindern. NuDetect, das Vorzeigeprodukt von NuData, verwendet passive Biometrie, um diese Identität zu erstellen, und verwendet dann das Profil dieser Identität, um Nutzer zu authentifizieren, bevor sie eine Online- oder mobile Transaktion durchführen. Passive Biometrie umfasst alles, von der Art und Weise, wie man auf einer Tastatur tippt und wie sie mit dem Touchscreen ihres Smartphones interagieren.

Wenn die Authentifizierung von Nutzern auf dieser Weise geschieht anstatt durch Passwörter oder lästige Sicherheitsfragen, stellt dies eine bessere Kundenerfahrungen dar. Während der Telefonkonferenz zum ersten Quartal sagte CEO Ajay Banga über die zunehmende Bedeutung einer Sicherheitsplattform wie NuData Folgendes.

„Wir haben auch NuData Security erworben, dessen Technologie Unternehmen dabei hilft, Online- und Mobilbetrug zu erkennen und zu verhindern, basierend auf dem Verständnis, wie die Endnutzer mit diesen Geräten interagieren… Die Technologie bewertet und lernt aus jeder Transaktion, um Händlern dabei zu helfen, nahezu in Echtzeit Autorisierungsentscheidungen zu treffen. Und da das Internet der Dinge weiter wächst, könnte es bis 2020 bis zu 50 Milliarden verbundene Geräte geben. Hier geht es darum, NuDatas Technologie in unsere mehrschichtige Sicherheitsstrategie zu integrieren, damit die Verbraucher sicher und bequem bezahlen können, wann immer sie dies wünschen.”

Eine gute Idee

Die jüngste Akquisition von Mastercard ist noch nicht einmal abgeschlossen, aber im vergangenen Sommer wurde eine Vereinbarung zur Übernahme von Brighterion, Inc. getroffen, einem auf KI spezialisierten Softwareunternehmen. Die Idee dahinter ist, dass Brighterion in die bestehende KI-Produktreihe von Mastercard integriert wird, was sowohl die Sicherheit als auch den Komfort für den Verbraucher auf einen Schlag erhöht.

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