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Nachhaltigkeit Besser als DAX, Eurostoxx 50 und MSCI World

Gastautor: Thomas Hellener
05.03.2018, 07:25  |  6708   |   |   

Die Märkte sind extrem nervös und verunsichert. Erst die neuen Zinsängste, die auch noch vom neuen FED-Chef Jerome Powell befeuert wurden. Jetzt die Strafzölle für Stahl und Aluminium. Und für Autos sollen sie auch noch kommen. US-Präsident Donald Trump hat damit nicht nur einen Handelskrieg angezettelt, sondern auch an den Börsen für höchste Verunsicherung gesorgt. Steigende Zinsen und ein sich abzeichnender Handelskrieg rund um den Globus. Da hilft  dem deutschen Markt auch die Zustimmung der SPD-Mitglieder zu einer neuen Großen Koalition nicht viel. Und jetzt auch noch der Wahlausgang in Italien. Hier liegt das Mitte-Rechts-Bündnis aus mehreren rechten Parteien zwar vor der populistischen Fünf-Sterne Bewegung. Aber weder der rechte Block noch eine einzelne Partei haben genug Unterstützung bei den Wählern bekommen, um eine Mehrheit im Parlament zu haben. Die Regierungsbildung wird von daher schwierig. Anti-EU-Parteien ringen in Rom nun um die Macht. Ein weiterer Umstand, der an den Börsen für Unsicherheit sorgen wird.   

Umso erfreulicher ist da die Entwicklung unseres weltweit investierenden Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Challenges. Der hat nicht nur den abgelaufenen Monat mit einem Plus abgeschnitten, sondern liegt auch seit Jahresanfang im positiven Bereich. Während der DAX im Februar ein Minus von 5,7 Prozent ausweisen musste und auch der Eurostoxx 50 (-2,25 Prozent) sowie der MSCI World (EUR) Federn lassen mussten, konnte der PRIMA – Global Challenges ein Plus von 0,45 Prozent verbuchen. Seit Jahresanfang waren es zum Stichtag +0,86 Prozent, während DAX, Eurostoxx 50 und auch der MSCI World (EUR) Verluste ausweisen mussten.

Es waren vor allem die Aktien von BSkyB, Dassault Systemes, Rockwool International und Ricoh, die für die gute Performance sorgten und damit die negative Entwicklung von Vossloh, Aurubis und Firstgroup mehr als ausgeglichen haben.

UBS: BSkyB-Aktie ist „zu billig“

Die Papiere des britischen PAY-TV-Anbieters BSkyB ragten dabei mit einem Plus von 22,2 Prozent besonders heraus. Hier war es eine Empfehlung der UBS, die dem Titel Schub verlieh. Die Aktie sei „auf Basis der Fundamentaldaten zu billig“, heißt es in der Analyse. Die Schweizer Großbank erwartet wieder eine Aufwertung, sobald der Markt die angedachte Übernahme von Sky Europe schätzen lerne und der Ausgang der Versteigerung für die Übertragungsrechte der englischen Premier League klarer werde. Das Kursziel wird bei 11,00 GBP gesehen.

Hinzu kommt, dass Sky und Netflix überraschend eine Kooperation vereinbart haben. Wie der britische Sender jetzt bekannt gab, werde Netflix bald über die Sky-Plattform zu sehen sein. Der Start ist in Großbritannien und Irland geplant. Später im Jahr folgen dann Deutschland, Österreich und Italien. Das Angebot der bisher konkurrierenden Anbieter soll sowohl für existierende als auch für neue Kunden gelten. Genauere Daten für den Start nannte das Unternehmen zwar nicht, und auch über den Preis des gebündelten Angebots gab es zunächst keine Angaben. Diese sollen später folgen. Auf jeden Fall wurde die Fantasie der Anleger damit geweckt und die Aktie startete durch.

oekom research lobt das Klimaschutzprogramm

Und auch aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten kann Sky punkten. So halten die Analysten der Nachhaltigkeitsratingagentur oekom research AG dem Unternehmen ein umfassendes Energie-und Abfallmanagement bei der Erstellung von Medieninhalten zu gute. Darüber hinaus punktet Sky insbesondere durch ein sehr umfangreiches Klimaschutzprogramm mit Zielen und Aktionsplänen sowie im Branchenvergleich sehr guten TV-Programminhalte zum Thema Klimaschutz.

Zum Schluss noch ein Wort zu Aurubis. Anleger hegen aufgrund der von US-Präsident Trump angekündigten Strafzölle auf Aluminium zwar gewisse Zweifel über die künftige Entwicklung des Hamburger MDAX-Unternehmens. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Aurubis dagegen auf "Buy" mit einem Kursziel von 90 Euro belassen. Auf der gerade abgehaltenen Hauptversammlung habe sich Vorstandschef Jürgen Schachler weiter sehr optimistisch für das wichtige Nachhaltigkeitsthema Kupferrecycling gezeigt, schrieb Analyst Rochus Brauneiser in seiner jüngsten Studie. Er sieht für die Markterwartungen von Aurubis noch Spielraum nach oben.

 

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