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Zölle & Zinsen - die Gefahren für die Aktienmärkte nehmen weiter zu

Gastautor: Frank Fischer
07.03.2018, 07:30  |  5295   |   |   

Viele Anleger wurden in den letzten Wochen auf dem falschen Fuß erwischt. Sie mussten Kurseinbrüche hinnehmen, wie sie es seit Monaten, ja fast seit Jahren nicht mehr zu verkraften hatten. In der Januar/Februar-Korrektur haben die globalen Aktienmärkte zeitweise bis zu zehn Prozent eingebüßt. Und in den letzten Tagen hat sich dieser Abwärtstrend in ähnlichem Tempo fortgesetzt. Hinzu kommt jetzt noch der Wahlausgang in Italien. Hier liegt das Mitte-Rechts-Bündnis aus mehreren rechten Parteien zwar vor der populistischen Fünf-Sterne Bewegung. Aber weder der rechte Block noch eine einzelne Partei haben genügend Stimmen bekommen, um eine Mehrheit im Parlament zu haben. Die Regierungsbildung wird von daher schwierig. Europa schaut mit Sorge nach Rom. Da wird auch die Zustimmung der SPD-Basis für eine neue Große Koalition wenig nutzen, um die Sorgenfalten bei DAX & Co. zu glätten.

Ein Handelskrieg wäre Gift für die Märkte

Hinzu kommen Störfeuer aus den USA. Erst die sich verschärfenden Zinsängste, dann die angekündigten Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump auf Aluminium und Stahl. Jetzt sollen auch noch Autos folgen, was besonders die deutschen Autobauer wie Daimler, BMW und VW hart treffen würde. Europa und Asien werden sich deshalb gegen diese Zölle wehren. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat ja bereits erklärt, Europa werde Gegenmaßnahmen erarbeiten. Man werde nicht untätig dabeisitzen, während Europas Industrie durch unfaire Maßnahmen getroffen wird, die tausende Arbeitsplätze in Europa gefährden würde. Carnell, Analyst bei der ING Bank, brachte es kurz und knapp auf den Punkt: „Die Welt steht am Rande eines Handelskrieges. So fangen Rezessionen an.“

Die Pläne der Trump-Regierung haben die Märkte darüber hinaus in einer schwierigen Phase getroffen. Seit Wochen spukt die Zinsangst durch die Köpfe der Anleger. Die Sorge ist hierbei, die US-Notenbank Fed könnte angesichts der guten Konjunktur in Amerika und der anziehenden Inflation die Zügel schneller straffen als den Börsianern lieb ist, und vier statt bisher angenommen drei Zinserhöhungen in diesem Jahr beschließen. Die Anleger sind dadurch sehr beunruhigt.

 

Wir bleiben defensiv ausgerichtet

 

Wir sind für den Moment noch nicht ganz so pessimistisch, sondern bleiben verhalten optimistisch. Wir befinden uns vielleicht in der Endphase des konjunkturellen Zyklus, aber noch nicht an dessen Ende. Dafür ist die Konjunktur derzeit noch zu robust. Aber das kann sich aber angesichts der Gefahr von Handelsstreitigkeiten schnell ändern.

 

Die extrem gute Stimmung, die noch vor wenigen Wochen an den Börsen rund um den Globus herrschte, war uns derweil schon länger suspekt. Das Szenario war einfach zu schön, um auf Dauer wahr bleiben zu können. Deshalb waren wir als klassische, antizyklische Value-Investoren schon länger defensiver unterwegs. So hatten wir auch die Aktienquote in unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und dem PRIMA – Globale Werte zum Teil drastisch gesenkt. Zusätzlich hatten wir in einem überkauften Markt schon Ende Januar S&P 500 und Nasdaq abgesichert. Auf der anderen Seite haben wir die Chancen genutzt, um selektiv zuzukaufen und haben die Position in Solaredge, einem Weltmarktführer für Solar-Wechselrichter signifikant ausgebaut.

 

Gute, eigentümergeführte Unternehmen, die wir mit Sicherheitsmarge kaufen können, sind und bleiben bei unserem Value-Investing-Prozess im Fokus. Die Turbulenzen an den Märkten eröffnen neue Investitionsmöglichkeiten um mit Sicherheitsmarge Aktien zu kaufen.

 

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