DAX-0,11 % EUR/USD+0,31 % Gold+0,16 % Öl (Brent)+1,63 %

GBC im Interview: Erfolgreich investieren wie die Insider

11.04.2018, 11:27  |  1881   |   |   

Wer kennt sein Unternehmen besser als das eigene Management? Wenn Vorstände und Aufsichtsräte Aktien von ihrem Unternehmen kaufen, sollten Anleger das auch tun. Es lohnt sich. Der GBC-Insider-Investmentansatz erzielt seit Auflage eine deutliche Outperformance gegenüber allen deutschen Indizes und konnte nach rund 1,5 Jahren eine Rendite von ca. 40% vorweisen.

Der GBC Insider Focus Index bildet das Investmentverhalten von Vorständen und Aufsichtsräten ab. Unternehmen müssen gemäß Marktmissbrauchsverordnung (MAR) vermelden sofern Vorstände, Aufsichtsräte oder nahestehende Personen Aktienkäufe oder Aktienverkäufe des eigenen Unternehmens durchführen. Diese „Directors‘ Dealings“-Meldungen werden von der GBC AG systematisch ausgewertet und in dem GBC Insider Focus Index abgebildet.

Wallstreet:online: Der Investmentansatz der Auswertung von Directors’ Dealings ist am Markt eine eher unbekannte Methode gegenüber anderen Anlagestrategien. Konnte dieser Ansatz bisher überzeugen und andere Anlagestrategien übertreffen?

GBC: Seit der Auflage im Herbst 2016 erzielte der GBC Insider Focus Index eine Performance von 40,3%. Unsere interne Benchmark der MDax konnte im gleichen Zeitraum nur eine Rendite von 19,8% erzielen. Der Dax blieb mit 16,5% noch weiter zurück. Unter Berücksichtigung dieser signifikanten Outperformance in Kombination mit einer deutlich geringeren Volatilität im Vergleich zum MDax, stellt der GBC Insider Index eine einfache und sichere Investitionsstrategie gegenüber Einzelaktien dar.

Wallstreet:online: Sie konnten sehr überzeugende Ergebnisse mit der GBC-Insiderstrategie erzielen. Können Sie uns einen detaillierteren Einblick in Ihre Strategie geben?

GBC: Grundidee des GBC Insider Focus Index‘ ist es eine überdurchschnittliche Rendite durch Analyse, Auswertung und Nutzung von Directors’ Dealings zu erzielen. Somit bilden wir grundsätzlich das Investmentverhalten von Vorständen und Aufsichtsräten, sowie nahestehenden Personen ab. Die Idee hinter dem systematischen Investmentansatzes liegt darin begründet, dass unternehmensnahe Personen besser informiert sind und frühzeitig Unter- oder Überbewertungen der eigenen Aktie erkennen.

In der Praxis erfolgt nach Insiderkäufen die Aufnahme und nach Aktienverkäufen ein Abgang aus dem GBC Insider Focus Index statt. In der Regel gilt ein Kaufsignal für 6 Monate. Findet in diesem Zeitraum kein Anschlusskauf statt, verlässt das Unternehmen im Zuge der nächsten Indexanpassung den Index. Nach einem Insiderverkauf erhält das Unternehmen eine dreimonatige Sperrfrist und wird für diesen Zeitraum nicht für den GBC Insider Focus Index berücksichtigt. Darüber hinaus wird jede Transaktion von Analysten geprüft um die Qualität des Signals sicherzustellen.

Wallstreet:online: Am Markt kennt man Sie als Spezialist für Small- und Mid-Caps in Deutschland. Beschränkt sich das Anlageuniversum für den Insider Index Strategie ebenfalls auf diese Marktsegment?

GBC: Für den GBC Insider Focus Index kommen prinzipiell alle an europäischen Börsen gehandelte Unternehmen, die gleichzeitig in einem Index beinhaltet sind, in Frage. Jedoch erfolgt unser Analyseprozess nur auf den Directors’ Dealings-Daten, die die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) veröffentlicht. Zusätzlich hat sich das Index-Komitee auf weitere Kriterien geeinigt. So müssen die Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mehr als 10 Mio. € und einen durchschnittliches Handelsvolumen von mehr als 10.000 € pro Tag über einen Zeitraum von 30 Tagen ausweisen, um in die weitere Auswahl zukommen. Diese quantitativen Kriterien wurden gewählt, damit die Qualität der Signale gesichert ist.

Wallstreet:online: Ist Ihr Index auf eine bestimmte Anzahl begrenzt?

GBC: Für den GBC Insider Focus Index wird eine Anzahl zwischen 30 und 100 Unternehmen angestrebt. Die Maximalzahl an Werten ist jedoch auf 100 begrenzt. Durch die momentane Berichtssaison steigt zwar die Anzahl der Transaktionen wieder, liegt jedoch noch unter dem Durchschnitt der vergangenen Monate. Diese Zurückhaltung lässt sich einerseits durch die Marktmissbrauchsverordnung begründen, die es Führungskräften untersagt in einem Zeitraum von 30 Kalendertagen vor Ankündigung eines Zwischen- oder Jahresabschlussberichts Transaktionen zu tätigen. Aktuell befinden sich 84 Werte im Index, die Anzahl der Indexmitglieder dürfte jedoch mit zunehmender Dauer der Berichtssaison und in Kombination mit guten Zahlen weiter steigen.

Wallstreet:online: Nach Ihrer kurzen Vorstellung ihres GBC Insider Focus Index stellt sich die Frage wie Anleger an der Strategie  partizipieren können?

GBC: Nach der erfolgreichen Umsetzung unseres GBC Insider Focus Index haben wir letztes Jahr beschlossen ein Zertifikat aufzulegen. Das UBS AG GBC Directors’ Dealings Value Zertifikat (WKN / ISIN: UBS1GB / CH0358664750) spiegelt die GBC Insider Strategie wieder und wird aktiv gemanagt, wobei die Schweizer Großbank UBS uns als technischer Partner dient. Das Auswahluniversum für das Zertifikat bildet unser GBC Insider Focus Index. Anschließend werden diese Mitglieder nach Value-Kriterien, wie Kurs-Buchwert-Verhältnis oder Dividendenrendite analysiert. Die Top 30 dieses Auswahlprozesses bilden das UBS GBC Directors’ Dealings Value Zertifikat.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel