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1.000 Mitarbeiter werden entlassen Brexit, Dieselskandal und Steuern: Schlechtes Quartal für Autos der Marke Jaguar Land Rover

16.04.2018, 10:34  |  11507   |   |   

Laut den Informationen von The Guardian soll der Autobauer Jaguar Land Rover circa 1.000 Arbeitsplätze in West Midlands streichen, um damit den Einbruch der Autoverkäufe aufgrund der Unsicherheit über den Brexit und die Zukunft von Dieselfahrzeugen zu kompensieren.

Großbritanniens größter Automobilhersteller Jaguar Land Rover wird in seinem Werk in Solihull, das Range Rover und den Land Rover Discovery SUV baut, 1.000 Leiharbeiter entlassen. Das Werk beschäftigt 10.000 Mitarbeiter, darunter 2.000 Festangestellte. Das Unternehmen, das 40.000 Mitarbeiter in Großbritannien beschäftigt, wird einige Arbeiter aus seiner Fabrik in Castle Bromwich nach Solihull schicken, um mögliche Lücken zu schließen. 

Die Kürzungen wurden durch einen 26-prozentigen Rückgang der Umsätze in Großbritannien in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 ausgelöst. Auch in Deutschland, dem größten Automobilmarkt Europas, ging der Absatz im gleichen Zeitraum um 32 Prozent zurück. Jaguar Land Rover verkaufte 2017 weltweit 621.109 Fahrzeuge, was eine Steigerung um 6,5 Prozent zum Vorjahr darstellte. Doch während der internationale Absatz boomte, ging der Umsatz in Großbritannien aufgrund des nachlassenden Verbrauchervertrauens um 15,8 Prozent zurück.

Den Autobauern der Luxusklasse machen die Unsicherheiten über den Brexit und Angst über die Zukunft des Diesels zu schaffen. Bereits im Januar warnte Jaguar Land Rover, dass die Feindseligkeit gegenüber Dieselfahrzeugen und die Unsicherheit über den Brexit das Geschäft beeinträchtigen würden. Das Unternehmen, welches dem indischen Unternehmen Tata Motors gehört, fuhr die Produktion in seinem Halewood-Werk in Liverpool zurück und warnte davor, dass die schwierigen Bedingungen weiter anhalten könnten.

Bei Jaguar Land Rover machten Dieselfahrzeuge bislang rund 90 Prozent des Umsatzes in Großbritannien aus. Das Vereinigte Königsreich hat die Höhe der Kfz-Steuer für fast jeden, der ab diesem Monat ein neues Dieselauto kauft, erhöht. Die britische Automobilindustrie, die 169.000 Menschen beschäftigt, hatte bereits davor gewarnt, dass Tausende von Arbeitsplätzen im Vereinigten Königreich wegen der Steuererhöhung gefährdet sind. Der Absatz von Dieselfahrzeugen ging im Jahr 2017 um 17 Prozent zurück, machte aber immer noch fast 38 Prozent des Pkw-Absatzes auf der Insel aus.

Die britische Regierung hat angekündigt, dass sie den Verkauf neuer Diesel- und Benzinfahrzeuge bis 2040 verbieten wird, um die Luftqualität und die öffentliche Gesundheit zu verbessern. Kampagnen haben die Regierung aufgefordert, das Verbot auf 2030 vorzuziehen. Schottland strebt das Jahr 2032 als Stichtag an.

Quelle:

TheGuardian

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