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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
16.05.2018, 15:36  |  745   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Neue Irritationen um Nordkorea

DAX pendelt bei 13.000

- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion -

Aus Verärgerung über ein Militärmanöver unweit seiner Grenze droht Nordkorea mit einer Absage des historischen Gipfels zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump. Aus demselben Grund wurden laut Staatsmedien hochrangig besetzte Versöhnungsgespräche mit Vertretern Südkoreas am Mittwoch abgesagt. Das Weiße Haus reagierte zurückhaltend auf die Nachricht aus Pjöngjang und sieht keinen Grund für eine Verschiebung oder Absage des Treffens im Juni - zumal sich das Verhältnis zwischen beiden Atommächten und den koreanischen Nachbarstaaten zuletzt deutlich entspannt hatte.

Japans Wirtschaft ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres geschrumpft. Wie die Regierung am Mittwoch mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zwischen Januar und März um eine hochgerechnete Jahresrate von 0,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal ergab sich ein Rückgang um 0,2 Prozent. Damit war die Wirtschaftsleistung des Landes erstmals seit neun Quartalen rückläufig.

Hintergrund ist, dass sowohl die Ausgaben der Privathaushalte, die in Japan zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung beitragen, als auch die der Unternehmen sanken. Von Bloomberg befragte Experten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, gingen dabei aber von einem geringeren Minus aus.

Die Inflation in Deutschland hat sich im April nicht verändert. Im Jahresvergleich seien die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde die Erstschätzung wie von Analysten erwartet bestätigt.

Der DAX notiert aktuell bei 12.988 Punkten mit 0,1 Prozent im Plus. Damit befindet sich das deutsche Börsenbarometer knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Zählern weiter in Lauerstellung.

Dürr will nach mauem Jahresbeginn wieder zulegen

Der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr will nach einem schwächeren Jahresauftakt im restlichen Jahr wieder Boden gutmachen. Im ersten Quartal belastete weiter die Schwäche der Sparte für Lackieranlagen, aber auch die zuletzt gut laufenden Maschinen für die Holz- und Möbelverarbeitung sorgten nicht für Schwung. Zudem belasteten Währungseffekte wegen des starken Euro.

Vorstandschef Ralf Dieter blieb bei der Zahlenvorlage am Mittwoch dennoch zuversichtlich: “Wir werden im weiteren Jahresverlauf bei Umsatz und Ergebnis zulegen.” Insbesondere in der Holzverarbeitung dürfte ein Rekordauftragsbestand Schub geben. Das Unternehmen mit Sitz in Bietigheim-Bissingen peilt weiter Umsatzwachstum an. Die Aktie drehte nach einem schwächeren Start am Vormittag ins Plus und gewann zuletzt 4,2 Prozent auf 90,00 Euro.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel im ersten Quartal vor allem wegen der schwächelnden Lackieranlagensparte um 15,4 Prozent auf 55,6 Millionen Euro. Bei dem Wert sind neben Sondereffekten auch ein Verkaufsertrag aus dem Vorjahr sowie Wechselkurseinflüsse ausgeklammert. Dürr hatte bereits ein Sparprogramm bei den Lackieranlagen in die Wege geleitet, das die jährlichen Kosten bis 2020 um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag senken soll. Der Bereich steht in hartem Wettbewerb, zu viele Aufträge werfen wenig Rendite ab.

Aber auch in anderen Bereichen lief nicht alles rund. Die jüngst so verlässliche Sparte für Holzverarbeitungsmaschinen des Zukaufs Homag stagnierte bei Umsatz und operativem Gewinn. Dürr führte das auf eine Betriebspause für die Einrichtung neuer Software zurück. Und auch bei den Anlagen für die Montage- und Prüftechnik hielten sich Umsatz und Ergebnis - bereinigt um die Veräußerung eines Unternehmensteils im Vorjahr - lediglich konstant.

Der konzernweite Umsatz ging um 5,6 Prozent auf 840,1 Millionen Euro zurück, was unter anderem am Verkauf der Ecoclean-Gruppe im Vorjahr lag. Auf vergleichbarer Basis hätte das Unternehmen um 4,2 Prozent zugelegt, rechnete das Unternehmen vor. Unter dem Strich rutschte der Gewinn um 43,8 Prozent auf 34,5 Millionen Euro ab.

Dank der Auftragslage aus der Auto- und der Möbelindustrie rechnet Dürr weiter mit mehr Schwung für das Geschäft im weiteren Jahresverlauf. Der Auftragseingang ging im Vorjahresvergleich zwar um 2,4 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro zurück, ohne den Ecoclean-Verkauf und Wechselkursbelastungen hätte er jedoch um 4,6 Prozent zugelegt, hieß es. Die Jahresprognosen bestätigte das Management. Der Umsatz soll nach angepassten 3,7 Milliarden Euro im Vorjahr nun zwischen 3,7 und 3,9 Milliarden Euro landen. Die bereinigte Ebit-Marge erwartet das Unternehmen zwischen 7,4 und 7,8 Prozent (VJ: 7,5). Im ersten Quartal sank sie von 7,4 Prozent im Vorjahr auf 6,6 Prozent.

Gewinn von Leoni deutlich gestiegen

Der Automobilzulieferer Leoni hat im ersten Quartal auch unter dem Strich deutlich mehr verdient und den Ausblick auf das Gesamtjahr bekräftigt. Etwas gebremst wird das Unternehmen dagegen von negativen Währungseffekten.

Das Nettoergebnis kletterte um rund ein Fünftel auf 43,9 Millionen Euro. Das bereits Anfang Mai vorläufig genannte EBIT von 63,0 (Vorjahr 55,9) Millionen Euro und den Umsatzanstieg von knapp neun Prozent auf 1,33 Milliarden Euro bestätigte das im MDAX notierte Unternehmen. Organisch wuchs Leoni den Angaben zufolge um 13 Prozent.

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