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Deutsche Anleihen: Kursverluste - Neue Regierung in Italien
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Deutsche Anleihen Kursverluste - Neue Regierung in Italien

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
01.06.2018, 18:09  |  663   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Bildung einer neuen Regierung in Italien hat die Kurse deutscher Bundesanleihen am Freitag belastet. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum späten Nachmittag um 0,19 Prozent auf 161,46 Punkte. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen stieg um 0,04 Prozentpunkte auf 0,37 Prozent.
Die neue Regierung in Italien hat für eine gestiegene Risikoneigung gesorgt. Nach drei Monaten politischem Chaos wurde die Koalitionsregierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega am Nachmittag in Rom vereidigt. Die Finanzmärkte reagierten nach den Turbulenzen der vergangenen Tage erleichtert. Eine Neuwahl ist damit vorerst abgewendet. Die sicher geltenden deutschen Staatsanleihen waren daher weniger gefragt.

Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen gaben deutlich nach. Die Rendite zehnjähriger italienischer Papiere fiel um 0,11 Prozentpunkte auf 2,64 Prozent. Stark gefallen sind auch die Renditen in Spanien, Portugal und Griechenland. Die Abwahl des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy beunruhigte die Märkte kaum. Sozialistenchef Pedro Sanchez wurde zum Nachfolger gewählt. Sanchez versprach, den europäischen Verpflichtungen nachzukommen. Ob er gemeinsam mit dem linken Bündnis Unidos Podemos und kleineren Regionalparteien eine stabile Regierung bilden kann, ist offen.

Der starke US-Arbeitsmarktbericht bewegte den Anleihemarkt kaum. Im Mai ist die Beschäftigung stärker als erwartet gestiegen und die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren gefallen. Zudem sind die Löhne stärker als erwartet gestiegen, wie aus dem monatlichen Arbeitsmarktbericht der Regierung hervorgeht. Die US-Notenbank Fed hat zuletzt besonders auf die Lohnentwicklung geachtet. "Insgesamt ergibt sich aus den Daten ein robustes Bild vom US-Arbeitsmarkt, sodass die US-amerikanische Notenbank an der Politik gradueller Leitzinserhöhungen festhalten kann", kommentierte Patrick Boldt, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)./jsl/she

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