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Ikea startet Offensive Plastik: Große Themen brauchen große Impulsgeber

07.06.2018, 14:40  |  2624   |   |   

Ikea gab bekannt, dass Plastikstrohhalme, Teller, Becher, Gefrierbeutel, Müllbeutel und kunststoffbeschichtete Pappteller und Becher auslaufen und durch Alternativen ersetzt werden. Ikea plant bis 2020 alle Einweg-Kunststoffprodukte aus seinen Regalen und Restaurants zu verbannen. 

Ein Ikea-Sprecher sagte: "Wir haben noch nicht alle Antworten, aber wir arbeiten mit unseren Lieferanten zusammen, um Lösungen zu finden, die sowohl für die Menschen als auch für den Planeten gut sind". Die schwedische Möbelkette hat sich bereits zum Ausstieg aus ölbasierten Kunststoffen verpflichtet und will bis August 2020 sicherstellen, dass alle ihre Kunststoffprodukte aus recycelten Materialien hergestellt werden.

Der jüngste Schritt erfolgt inmitten der wachsenden Besorgnis über die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik. Der Einzelhändler, der weltweit mehr als 363 Filialen betreibt, will seinen Kunden auch helfen, nachhaltiger zu leben, indem er Produkte wie eine Mischbatterie anbietet, die mehr als 90 Prozent Wasser einsparen könnte. Bis zum Jahr 2025 sollen in 29 Märkten Solarzellen angeboten - derzeit bieten fünf Häuser Solarzellen an - und es soll mehr vegetarische Gerichte in den Cafés geben.

"Durch unsere Größe und Reichweite haben wir die Möglichkeit, mehr als eine Milliarde Menschen zu inspirieren", sagte Torbjörn Lööf, Geschäftsführer der Muttergesellschaft des Einzelhandelsunternehmens Inter Ikea. Elena Polisano, die britische Meeresaktivistin von Greenpeace, begrüßte den Schritt von Ikea und sagte: "Wir müssen jetzt sehen, dass andere große Einzelhändler ehrgeizige Pläne haben, um die Menge an Wegwerfplastik in ihren Regalen zu reduzieren. Da jede Minute eine Ladung Plastikmüll in unsere Meere gelangt und sich von der Arktis bis zur Antarktis und zum tiefsten Punkt des Ozeans ausbreitet, brauchen wir mutiges Handeln und Schnelligkeit."

Ikea hat wirklich das Potenzial, ein neues Bewusstsein zu etablieren. Das Gesetz der Masse könnte in diesem Fall für die Umwelt und den Planten zur Win-win-Situation werden. Gleichzeitig muss weiter daran geforscht werden, wie die Umwelt vom Plastikmüll befreit werden kann.

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