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Gold seitwärts

Gastautor: Martin Siegel
13.07.2018, 08:56  |  1015   |   |   

Der Goldpreis verbessert sich im gestrigen New Yorker Handel von 1.244 auf 1.247 $/oz. Heute Morgen gibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong nach und notiert aktuell mit 1.244 $/oz um 1 $/oz über dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit seitwärts.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

NSU-Prozess dokumentiert das komplette Versagen der deutschen Justiz. Es konnte in 437 Verhandlungstagen und bei Anwaltskosten, die sich auf 23 Mio Euro summieren nicht nachgewiesen werden, dass Mitglieder des NSU bei den Morden anwesend waren. Die Rolle der V-Leute, die bei den Morden anwesend waren, konnte nicht geklärt werden. Wichtige Akten werden vom Verfassungsschutz für 120 Jahre unter Verschluss gehalten, andere wurden geschreddert. Die Frage, warum drei Zeugen starben, die Auskunft geben wollten, wurde nicht geklärt. Und dass Beate Zschäpe verurteilt werden wird, wussten alle schon vor dem Prozessbeginn.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis kann der Goldpreis bei einem etwas festeren Dollar leicht zulegen (aktueller Preis 34.337 Euro/kg, Vortag 34.244 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.


Silber stabilisiert sich (aktueller Preis 15,91 $/oz, Vortag 15,83 $/oz). Platin erholt sich (aktueller Preis 836 $/oz, Vortag 831 $/oz). Palladium kann sich befestigen (aktueller Preis 945 $/oz, Vortag 940 $/oz). Die Basismetalle erholen sich um etwa 1 %. Der Ölpreis gibt nach (74,24 $/barrel, Vortag 74,58 $/barrel).


Der New Yorker Xau-Goldminenindex verbessert sich um 0,2 % oder 0,1 auf 81,1 Punkte. Bei den Standardwerten steigen Agnico Eagle 1,5 % und Detour 1,2 %. Bei den kleineren Werten ziehen Osisko 11,8 %, Monument 8,3 % und Asanko 7,1 % an. Aura geben 9,2 % und Chesapeake 6,7 % nach. Bei den Silberwerten verbessert sich Excellon 3,0 %. Metallic fallen 11,1 %, Aurcana 6,8 % und Sabina 3,7 %.


Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel nachgebend. Sibanye fallen 3,3 % und Gold Fields 2,2 %.


Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen etwas leichter. Bei den Produzenten fallen Perseus 7,4 % und Beadell 3,8 %. Die Explorationswerte zeigen sich wenig verändert. Bei den Metallwerten gibt Gindalbie 5,0 % nach. Intrepid ziehen 25,0 % und Grange 6,3 % an.


Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 1,7 % auf 113,20 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Asanko (+7,1 %) und Western Areas (+2,8 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Sibanye (-3,3 %) und Silver Lake (-2,5 %). Der Fonds dürfte sich heute parallel zum Xau-Vergleichsindex seitwärts entwickeln.

In der Monatsauswertung zum 30.06.18 verliert der Fonds 0,4 % und entwickelt sich damit stabiler als der Xau-Vergleichsindex, der um 2,9 % nachgibt. Seit dem Jahresbeginn kann sich der Fonds mit einem Gewinn von 4,1 % gegenüber dem Xau-Vergleichsindex (-1,7 %) gut behaupten. Seit Auflage des Fonds im April 2007 setzt sich der Fonds mit einem Gewinn von 13,2 % vom Xau-Vergleichsindex (-36,1 %) deutlich ab. Das Fondsvolumen verringert sich parallel zu den Kursverlusten von 46,7 auf 45,3 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2013: 62,9 %
Gewinn im Jahr 2014: 4,6 %
Gewinn im Jahr 2015: 38,5 % (bester Goldminenfonds)
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