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Schießt sich die Community mit einer Kryptobank auf Malta ins eigene Bein?

13.07.2018, 11:42  |  1177   |   |   

Binance, eine der weltweit größten Krypto-Währungsbörsen, will den Grundstein für eine neue Bank auf Malta legen, deren Eigentümer Cryptoinvestoren sein werden. Nur ein großes Problem steht im Raum: Die Zustimmungen der Behörden.

Die krypto-freundliche Insel Malta soll die Heimat der zukünftigen Founders Bank sein, zumindest wenn es nach dem Binance-CEO Changpeng Zhao geht. Hierbei handelt es sich um einen weiteren Versuch die Digital-Token-Industrie mit dem konventionellen Bankwesen zu verbinden.

Binance und andere Unterstützer des geplanten blockchain-basierten Malta-Projekts sagten, dass sie die Gründung zur ersten dezentralen und community-eigenen Bank der Welt machen wollen - sofern sie die erforderlichen Genehmigungen erhalten.

In der Theorie ist es so, dass die Founders Bank ihr Angebot über die Blockchain-basierte Equity Fundraising-Plattform Neufund durchführen will und eigene "rechtsverbindliche Equity Token" herausgibt.

Die geplante Bank benötigt eine Lizenz der Regulierungsbehörden in Malta, einem Mitglied der Europäischen Union, und die Genehmigung der Europäischen Zentralbank. "Offensichtlich müssen sie sich mit Geldwäsche-Regulierungsbehörden treffen. Die Frage wird sein, wie sehen die Regulierungsbehörden das Projekt?", so Marc Ostwald, Global Strategist bei ADM Investor Services International in London. Ob es tatsächlich zu Gesprächen kommen wird, ist derzeit unklar. Ostwald sagte, der Ansatz der lokalen Aufsichtsbehörden wird sich von dem der EZB unterscheiden. 

Im Dezember 2017 ging Yves Mersch, EZB-Direktoriumsmitglied, davon aus, dass Kryptowährungen eine Gefahr für die Finanzstabiltät darstellen, so das "Handelsblatt". Nach dem Bitcoin-Hype hatte sich die Meinung von EZB-Präsident Mario Draghi nicht geändert, denn im Februar 2018 sagte er: "Ein Euro heute, ist ein Euro morgen: Er ist stabil. Der Bitcoin dagegen schwankt sehr stark", so die "Welt". Seit November 2014 ist die EZB zentraler Bankenwächter im Euroraum. Sie ist u. a. zuständig für die Vergabe und den Entzug von Banklizenzen.

Im vergangenen Jahr äußerte sich die EZB zur Vergabe von Banklinzenzen für Fintechs. Im Septmeber 2017 hieß es dazu: "Es müsse sichergestellt werden, dass Fintechs, die Bankdienstleistungen anbieten, ordnungsgemäß zugelassen sind und Risiken angemessen abschätzten" und weiter: "Fintech-Banken müssten den gleichen Standards genügen wie herkömmliche Banken", so das "Manager Magazin". Bei der EZB stellt man sich nicht generell quer, denn von Juli 2016 bis September 2017 hatte man sechs Fintechs eine Banklizenz erteilt. Dies dürfte sich bei einer Bank für Kryptowährungen wesentlich schwieriger gestalten, denn den Digitalwährungen fehlt einfach die Seriosität.

Quellen:

Handelsblatt

Welt

Bloomberg

Manager Magazin

 

 

 


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