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Dieselgate Mercedes Abgasskandal: So kommen Sie zu Ihrem Recht

Gastautor: Dr. Timo Gansel
01.08.2018, 10:03  |  1759   |   |   

Nicht nur Volkswagen, sondern auch Daimler mit seiner Premium-Marke Mercedes-Benz hat im Abgasskandal offenbar seine Kunden betrogen. Immer mehr Enthüllungen zeigen, dass der Autobauer verschiedene Motorsteuerungsfunktionen zur Manipulation der Abgasmesswerte in zahlreichen Fahrzeuge verbaut hat. Auch offizielle Rückrufe gab es bereits. Für betroffene Mercedes-Kunden bedeutet das vor allem, dass ihre Autos, denen fortan der Makel "Schummel-Diesel" anhaftet, stark an Wert verlieren. Stilllegungen und Fahrverbote sind ebenfalls zu erwarten. Davon, dass Mercedes seine Kunden freiwillig für diesen Wertverlust entschädigt, können Fahrzeughalter jedoch nicht ausgehen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ohne Kostenrisiko und bequem online gegen Mercedes vorgehen können.

Diese Fahrzeuge sind vom Mercedes Abgasskandal betroffen

Im Falle von Mercedes gibt es noch keine genaue Liste der Skandal-Diesel-Modelle, jedoch muss von einer Vielzahl betroffener Modelle ausgegangen werden. Den ersten offiziellen Mercedes-Rückruf ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Mai 2018 für insgesamt etwa 4.900 Mercedes-Benz Vito an. Wenig später gab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bekannt, dass europaweit weitere 774.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden sollen. Außerdem ist wahrscheinlich, dass im Verlauf des Skandals noch zusätzliche Motorentypen hinzu kommen werden.

Aktuell kann bei folgenden Motorentypen von einer Betroffenheit ausgegangen werden:

  • Motor OM 642: V6 Turbodiesel mit drei Litern Hubraum

  • Motor OM 651: Vierzylinder-Turbodiesel mit entweder 1,8 oder 2,1 Litern Hubraum

  • Motor OM 622 (Gegenstand staatsanwaltlicher Untersuchung beim Mercedes Vito)

  • Motor OM 626 (Schwestermotor von OM 622)

Zudem bestehen Focus Online zufolge bei den folgenden Fahrzeugmodellen, abhängig von den eingebauten Motorentypen, gravierende Verdachtsmomente:

  • Vito: 1,6 Liter-Diesel und 2,2-Liter Diesel (OM 622 und OM 651), Produktionszeitraum: Seit 06/2015 bzw. 09/2014 bis 09/2016 (2,2 Liter Diesel)

  • C-Klasse: C 180 d/C 200 d bzw. C 180 BlueTEC/ C 200 BlueTEC (08/2014 bis 05/2018) sowie C 220 d/C 250 d bzw. C 220 BlueTEC, C 250 BlueTEC, 12/2013 bis 05/2018

  • E-Klasse: E 350 BlueTEC / E 350 d (nur Coupé, C207), 02/2013 bis 12/2016

  • GLC: GLC 220 d/GLC 250 d, 06/2015 bis 06/2018

  • S-Klasse: S 300 BlueTEC HYBRID / S 300 h (OM 651, 12/2013 bis 09/2016)

  • ML-Klasse: ML 250 BlueTEC, eventuell auch GLE 250 d (11/2011 bis 06/2015)

  • G-Klasse: G 350 d (OM 642), 09/2015 bis 12/2015

Eine Abgasmanipulation scheint außerdem bei der A-Klasse und B-Klasse äußerst wahrscheinlich. Andernfalls wäre es wohl nicht zu der freiwilligen Rückrufaktion von Mercedes Diesel-PKW im Sommer 2017 gekommen.


Sie ärgern sich, weil Sie viel Geld für Ihren Mercedes bezahlt haben und jetzt nicht entschädigt werden sollen? Wir setzen Ihre Ansprüche ohne jegliches Kostenrisiko durch – selbst, wenn Sie nicht rechtsschutzversichert sind.

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Wie finde ich heraus, ob mein Mercedes betroffen ist?

Bei Volkswagen, Audi & Co. kann man online bereits nachvollziehen, ob das eigene Auto vom Abgasskandal betroffen ist und deshalb in die Werkstätten zurückgerufen wird. So weit ist Mercedes hingegen noch nicht. Fahrzeughalter eines Skandal-Autos werden stattdessen durch den Hersteller per Post benachrichtigt. In dem Schreiben werden sie aufgefordert, sich zur Nachrüstung durch ein Software-Update bei einer Vertragswerkstatt von Mercedes-Benz zu melden. Derzeit ist noch unklar, wann die Rückrufe abgeschlossen sein werden. Es drohen Verzögerungen, da das notwendige Update wohl erst Ende 2018 fertiggestellt sein wird. Somit werden sich die Rückrufe voraussichtlich bis weit ins Jahr 2019 hineinziehen.

Muss ich das Software-Update bei meinem Mercedes durchführen lassen?

Wir raten im Mercedes Abgasskandal grundsätzlich davon ab, das Software-Update durchführen zu lassen. Denn die Folgen sind – insbesondere auf lange Sicht – nicht vorhersehbar. Die Erfahrungen, die wir bei tausenden VW-Mandaten gesammelt haben, zeigen, dass eine Vielzahl betrogener Käufer mit den Folgen des Updates zu kämpfen hat. Als Probleme traten bei ihnen zum Beispiel ein höherer Spritverbrauch sowie ein erhöhter Verschleiß einzelner Bauteile, ein Ruckeln bis hin zum Ausgehen des Motors, ein Leistungsverlust oder eine sogenannte "Versottung" des Abgasrückführungsventils auf. Aus unserer Sicht – und aus der zahlreicher Gerichte – ist ein solches Risiko niemandem zuzumuten.

Die Durchführung eines Software-Updates kann weder der Händler, noch der Hersteller erzwingen. Verweigern Sie das Update, wäre lediglich die örtliche Zulassungsbehörde befugt, Ihr Auto stillzulegen. In Daimler-Fällen ist mit einer solchen Maßnahme in absehbarer Zeit jedoch nicht zu rechnen.

Warum sollte ich gegen Mercedes aktiv werden?

Betroffene Mercedes-Kunden wurden durch den Fahrzeughersteller betrogen: Beim Kauf ihres Fahrzeuges haben sie etwas komplett anderes erhalten, als gedacht. Ihrem PKW haftet wegen der Manipulations-Software fortan der Makel "Schummel-Diesel" an. Das führt zu einem herben Wertverlust: Dem Diesel-Barometer der Deutschen Automobil Treuhand GmbH für Februar 2018 zufolge können 87 % der Händler Diesel-Gebrauchtwagen nur noch mit hohen Abschlägen verkaufen. 22 % der Händler nahmen demnach sogar überhaupt keine Diesel-Gebrauchtwagen in Zahlung. 

Leider ist jedoch nicht davon auszugehen, dass Daimler seine Kunden freiwillig entschädigt. Somit wird jeder, der wegen des Minderwertes seines Diesel-Fahrzeugs einen Ausgleich erhalten möchte, zu einem juristischen Vorgehen gegen den Fahrzeughersteller gezwungen. Zwar müssen sie mit einer Verjährung der Ansprüche gegenüber dem Autobauer erst nach drei Jahren, also Ende 2021, rechnen. Trotzdem raten wir betroffenen Fahrzeughaltern, ihre Rechte im Mercedes Abgasskandal sobald wie möglich geltend zu machen. Denn je länger sie mit ihrem Auto umherfahren, desto höher wird der Nutzungsersatz, den sie bei einer Entschädigung je gefahrenem Kilometer zahlen müssen.

Zudem bewerten wir Ihre Erfolgsaussichten bereits jetzt positiv: Gegen VW, Audi & Co. waren im Abgasskandal schon zahlreiche Fahrzeughalter erfolgreich. Unter anderem hat unsere Kanzlei ein Urteil vor dem Landgericht Berlin erstritten, bei dem unser Mandant sein Geld nun gegen Rückgabe des manipulierten Autos zurückerhält (LG Berlin, Urteil vom 19. April 2018 - Az: 13 O 108/17). Und auch Urteile zugunsten geschädigter Mercedes-Kunden gab es bereits, beispielsweise vor dem LG Karlsruhe (Az. 18 O 24/18) und dem LG Hanau (Az. 9 O 76/18). Auch die Tatsache, dass Rechtsschutzversicherer die Deckung für das Vorgehen im Abgasskandal zusagen, spricht für gute Erfolgsaussichten.

Sie wurden von Mercedes betrogen und wollen jetzt entschädigt werden? Bei uns können Sie ohne jedes Kostenrisiko Ihre Rechte durchsetzen – egal ob mit oder ohne Rechtsschutzversicherung. 

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Diese Möglichkeiten haben Sie im Abgasskandal

 

Um rechtlich gegen Mercedes vorzugehen, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die Sie mit unserer Unterstützung durchsetzen können. Gerne prüfen wir die verschiedenen Optionen für Sie.

Unsere klare Empfehlung lautet: Fordern Sie entweder den Kaufpreis gegen Rückgabe Ihres PKW zurück oder verlangen Sie – ebenfalls gegen Rückgabe Ihres Schummel-Diesels – einen vergleichbaren Neuwagen, der die europäischen Grenzwerte auch im Realbetrieb auf der Straße einhält. Diesel-PKW haben durch den Abgasskandal stark an Wert verloren. Bei dieser Option können Sie Ihren Mercedes jedoch zu lukrativen Konditionen loswerden. Ihre Ansprüche richten sich hierbei gegen den Händler, bei dem Sie das Auto gekauft haben, und nicht gegen Mercedes selbst. Von dem Autobauer können Sie in der Regel mit einer Schadensersatzklage eine Summe bis zur Höhe des Kaufpreises verlangen, jedoch kein Neufahrzeug. Im Falle von Mercedes ist Daimler allerdings sehr häufig Hersteller und Händler zugleich. Somit richtet sich dann auch der Neulieferungsanspruch direkt gegen Daimler. Anspruch auf einen Neuwagen haben Sie allerdings nur dann, wenn Sie auch vorher ein Neufahrzeug besessen haben. Bei einem Gebrauchtwagen hingegen gilt das nicht. 

Alternativ können Sie Ihr Auto behalten und Schadensersatz fordern. Ein Ausgleich in Form von Schadensersatz steht Ihnen immer dann zu, wenn durch eine andere Person ein Schaden an Ihrem Eigentum verursacht wurde. Im Falle des Abgasskandals ist der Schaden in dem Wertverlust zu sehen, der Ihnen durch die Schummel-Software entstanden ist. Und auch für den Mobilitätsverlust, der betroffenen Diesel-Fahrern entsteht, wenn Sie auf Grund von Fahrverboten in bestimmten Regionen nicht mehr fahren dürfen, können Sie dabei entschädigt werden. Bei der Schadensersatzforderung richten sich Ihre Ansprüche gegen den Hersteller, von dem wir für Sie 20 % des Bruttokaufpreises zurückverlangen.

Und noch eine weitere Möglichkeit bietet sich betroffenen Mercedes-Fahrern im Abgasskandal: Der sogenannte Auto-Widerrufsjoker für finanzierte Autos. Der Joker kann von allen Fahrzeughaltern gezogen werden, die den Kauf oder das Leasing ihres PKW mit einem Kredit finanziert haben. Dabei ermöglichen fehlende oder fehlerhafte Angaben in den Widerrufsbelehrungen der Autobanken, sowie einiger anderer Banken, den Widerruf des Autokreditvertrages. Der Widerruf hat zur Folge, dass Sie das Fahrzeug zurückgeben und dafür alle bereits geleisteten Anzahlungen sowie Tilgungszahlungen zurück erhalten. Die Bank behält einzig die Zahlungen zur Tilgung der Zinsen ein. Wenn Sie uns zur Durchsetzung Ihrer Rechte im Abgasskandal beauftragen, prüfen wir auch immer die Option des Widerrufs bei finanzierten Fahrzeugen. 

Mercedes Abgasskandal: Rechtliches Vorgehen ohne Kostenrisiko

Bei unserem Vorgehen gegen Mercdedes nehmen wir Ihnen das Kostenrisiko ab, das normalerweise mit einem Rechtsstreit verbunden ist. Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, so übernimmt sie die Kosten für unseren Einsatz gegen Mercedes-Benz und seine Händler. Bis auf Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung können Sie dann jeden Cent behalten, den wir für Sie erstreiten. Unser auf Rechtsschutzversicherungen spezialisiertes Team bleibt auch dann hartnäckig, wenn sich die Versicherung bei der Deckungsanfrage querstellt – und zwar so lange, bis sie die Deckung zusagt.

Selbst ohne Rechtsschutzversicherung müssen Sie bei uns kein Kostenrisiko fürchten. Wir arbeiten mit einem Prozesskostenfinanzierer zusammen und nach einer wirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Rechnung legt er die Kosten für das außergerichtliche sowie gerichtliche Vorgehen aus. Lediglich im Erfolgsfall schulden Sie ein Honorar; Ihre Beteiligung beträgt dann 29 % (inklusive Steuern und Gebühren) von dem wirtschaftlichen Erfolg, den wir für Sie erzielt haben. Maximal fallen jedoch 2.900 Euro für Sie an. Somit wissen Sie immer, mit welchem Betrag Sie maximal rechnen müssen und gehen dadurch kein Kostenrisiko ein.

Kräfteausgleich durch unseren Einsatz für Sie gegen Mercedes

Viele Autofahrer sind verunsichert: Hat man gegen einen solch großen Konzern wie Daimler wirklich eine Chance auf Erfolg? Ja! Denn wir stehen als erfahrener und zuverlässiger Partner an Ihrer Seite. Wir – Gansel Rechtsanwälte (Berlin) und baum, reiter & collegen (Düsseldorf) – vertreten im Abgasskandal bereits über 15.000 geschädigte Autofahrer und kämpfen gemeinsam für die Ziele unserer Mandanten. Durch unsere Kooperation bündeln wir nicht nur unser Know-How, sondern sind außerdem in der Lage, mit mehr Mandanten gegenüber den Auto-Konzernen und ihren Händlern aufzutreten.

➨ Gerne werden wir auch für Sie aktiv. Beauftragen Sie uns unkompliziert und ohne Papierkram direkt über unser Online-Formular.

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