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Venezuela Sozialisten richten Tausende in den Armenvierteln hin

Gastautor: Rainer Zitelmann
21.09.2018, 09:54  |  7409   |  12   |   

Venezuelas Staat und Militär haben einem Bericht von Amnesty International zufolge in den vergangenen Jahren Tausende Menschen in den Armenvierteln hingerichtet - ohne Gerichtsverfahren. Wo bleibt der Aufschrei in den Medien, wer demonstriert in Deutschland deshalb?

Zwischen 2015 und Juni 2017 kam es nach dem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zu mehr als 8200 außergerichtlichen Hinrichtungen. Opfer seien vor allem Jugendliche und junge Männer in städtischen Armenvierteln gewesen.

"Venezuela erlebt eine der schlimmsten Menschenrechtskrisen in der Geschichte des Landes", sagt Erika Guevara-Rosas, Direktorin für die Region Amerika bei Amnesty International. "Die Liste der völkerrechtlichen Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung wächst. Anstatt eine wirksame Politik zum Schutz der Menschen und zur Reduktion der Gefahren einzuführen, versuchen die Behörden mit Kriegsrhetorik die übermäßige und oftmals tödliche Gewalt durch Polizei und Militär zu rechtfertigen."

Amnesty hat regelmäßig auf gravierende Verletzungen der Rechte auf Gesundheit und Ernährung, auf die anhaltende Praxis politisch motivierter, willkürlicher Verhaftungen, auf Folter und andere grausame, unmenschliche oder entwürdigende Behandlung oder auf den Einsatz von Militärgerichten für Prozesse gegen Zivilpersonen hingewiesen. Seit 2014 sind nach UN-Angaben etwa 2,3 Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Grund ist die ökonomische Krise, die die Sozialisten mit ihren Wirtschaftsexperimenten angerichtet haben. Obwohl kein Land auf der Welt so große Erdölbestände hat wie Venezuela, liegt die Inflationsrate inzwischen bei einer Million (!) Prozent.

https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/venezuela-staat-und-militae ...

Chávez das große Vorbild der Linken - Glückwünsche für Maduro
Gibt es einen Aufschrei in den deutschen Medien, wie dies mit Sicherheit bei entsprechenden Menschenrechtsverletzungen von einem rechten Regime der Fall wäre? Demonstrieren Linke und Grüne für "internationale Solidarität" mit den Armen in Venezuela, die hungern? Plötzlich sind sie ziemlich ruhig geworden.

Vor wenigen Jahren haben sie noch von Venezuela geschwärmt, Hugo Chávez war das große Vorbild: Der europapolitische Sprecher der Linkspartei im Deutschen Bundestag erklärte damals: "Was Chávez macht, ist auch der Weg, in Deutschland die ökonomischen Probleme zu lösen" und die Vorsitzende der Linken, Sarah Wagenknecht, pries ihn als "großen Präsidenten", der mit seinem ganzen Leben für den "Kampf um Gerechtigkeit und Würde" stand. Chávez habe bewiesen, dass "ein anderes Wirtschaftsmodell möglich sei". Mit dieser Aussage hatte sie allerdings Recht. Die Ergebnisse dieses "anderen Wirtschaftsmodells" sehen wir jetzt.

Noch vor einem halben Jahr gratulierte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Heike Hänsel, dem Diktator Nicolas Maduro zu seinem "Wahlsieg" und kritisierte Außenminister Maas für seine Aussage, dass es sich nicht um freie Wahlen handelte. Auf Twitter schrieb sie: "Ich gratuliere Präsident #Maduro zu seinem Wahlsieg in #Venezuela. Die Kritik von #Maas ist derart verlogen, hat er doch keine Probleme mit der Wahl in #Mexiko wo bereits fast 100 Kandidaten ermordet wurden und in #Honduras wo das Ergebnis offensichtlich manipuliert wurde...."

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12 Kommentare

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Kommentare

Das ist jetzt beinahe schon witzig.

Ich habe da Fakten aufgezaehlt mit Belg und du kommt - wie immer - mit deiner Verschwoerungstheorie von den Putintrollen daher und schimpfst ueber ... Verschwoerungstheorien!

Uebrigens. im 'sozialistischen ' Venezuela sind fast alle Privatsender und fast alle Zeitungen in der Hand von oppositionellen Millionaeren. In einigen Prozinzen regiert die Opposition und bei den Wahlen treten Oppositionelle (oft mit guten Chancen an).

Vergleiche das mal mit den USA, dem Deep State dort, dessen Fakenews Medien, den Machenschaften bei den sog 'Demokraten' und der Opposition gegen die Kriegspartei im Kongress (derzeit 3 Personen).
Schon blöd, wenn der Auftraggeber nicht mal
eine eine deutsche Tastatur mit Umlauten springen läßt,
hätte ich fast geschrieben,
aber lustig, daß du dich ereiferst über einen Schrieb der linksextremen taz
über Guido.
Und immer schön den Verschwörungstheorien glauben!
Fein gemacht!
Zitat von borazon: bmann025
hör endlich damit auf, deinen verd*##!3n Sozialismus schönzulügen!


Erstens ist es nicht 'mein' Sozialismus und zweitens traue ich mir nicht zu, die Lage in Venezuela zu verstehen.

Was ich aber weiss ist, dass Amnesty International in aehnlichen Situationen in der Vergangenheit unwahre Berichte veroeffentlicht hat und zwar mit grossem, kriegsbefoerderndem Impact.

Ausserdem weiss ich, dass viele, frueher ehrenwerte Organisationen heute ganz tief gesunken sind und bis zur Unkenntlichkeit veraendert wurden.

Die Chemiewaffeninspektoren der OPCW waren eine grossartige Organisation, bis John Bolton eines Tages in das Buero des Vorsitzenden Bustani spazierte und ihm 24 Stunden Zeit gab zurueckzutreten. Sollte er dem nicht nachkommen, drohte Bolton "we know where your kids live".
https://theintercept.com/2018/03/29/john-bolton-trump-bush-b…

Eine aehnliche Drohung gegenueber Richtern/Unterstuetzern des Den Haager Kriegsverbrechertribunals ging vor ein paar Tagen ueber die Ticker.

Viele andere Organisatinen teilen ein aehnliches Schicksal, vor allem unter den Mainstreammedien. Die NYT, der SPIEGEL, ja selbst die taz trommeln heute fuer Kriege, was vor Jahren noch undenkbar gewesen waere. Die britische BBC ist praktisch nur noch verlaengerter Arm der Regierung und hat in Syrien sogar mit grossem Aufwand ein Vorfall inszeniert, der wie ein Kriegsverbrechen ausschaut.
https://www.youtube.com/watch?v=SvjTeuSKTW0

(Ueber White Helmets und Co. fange ich erst gar nicht an zu reden ...)

Saudi Arabien sitzt im UN Menschenrechtsrats und hatte vor einiger Zeit sogar den Vorsitz inne.

Human Rigths Watch wie auch viele andere NGOs unterscheidet sich in Einseitigkeit und Zielen, ja haeufig auch Sponsoren, nicht mehr von jenen der einschlaegig bekannten Think Tank Lobbies in Washington.

Zum Schluss noch 2 eindrueckliche Beispiele aus den Medien:

So stammt der widerlichste Artikel, den ich je gelesen habe, von der taz. Eine Hetzschrift gegen Guido Westerwelle, weil dieser es gweagt hatte, sich im UN Sicherheitsrat bei der Abstimmung ueber den Libyenkrieg der Stimme zu enthalten.
http://www.taz.de/!5113193/

Oder hier ein neues Beispiel ueber die Kaltschnaeuzigkeit, die nun bei der NYT eingezogen ist. Man beachte, wie unterschiedlch 'unser' Kampf gegen den IS gegenueber dem Kampf Russlands und Syrens gegen Al Kaida dargestellt wird. Alles auf einer Titelseite, am selben Tag im selben Blatt. Und in der Mitte das Bild einer zerstoerten Stadt. Was die NYT nicht schreibt: das Bild zeigt Raqqa, jene Stadt, die 'wir' bei der Rueckeroberung zerstoert haben, die mit Abstand am meisten zerstoerte Stadt Syriens, die, im Gegensatz zu den Gebieten unter Regierungskontrolle, bis dato nicht wieder aufgebaut wird.
https://pbs.twimg.com/media/Dm7TnvCXcAAiXln.jpg
Quelle oben:
https://zcomm.org/zblogs/note-to-amnesty-re-venezuela-by-joe…


Plus ein neuer Artikel:

Why Venezuela Reporting Is So Bad
By Joe Emersberger
June 28, 2018

For almost 20 years, the US government has been trying to overthrow Venezuela’s government, and stablishment media outlets (state, corporate and some nonprofit) throughout the Americas and Europe have been bending over backwards to help the US do it.
https://zcomm.org/znetarticle/why-venezuela-reporting-is-so-…

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