checkAd

    OTS  395  0 Kommentare terre des hommes Deutschland e.V. / Bundestag debattiert über ...

    Bundestag debattiert über Rüstungsexporte / terre des hommes: Kleinwaffenexporte stoppen - Rüstungsexportkontrollgesetz verabschieden / Weitere Aufrüstung Saudi-Arabiens verstößt gegen Koalitionsvertrag
    Osnabrück (ots) - Im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundetags wird heute über das Thema Rüstungsexporte debattiert. Anlass sind zwei Anträge der Opposition, in denen bessere Kontrollen und ein Verbot bzw. Einschränkungen von Rüstungsexporten gefordert werden. »Wir freuen uns, dass das Thema auf der Agenda des Bundestags ist. Mit vielen anderen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen fordern wir ein striktes Rüstungsexportkontrollgesetz. Insbesondere ein umfassendes Verbot des Exports von Kleinwaffen sowie der Ausfuhr von Rüstungsgütern in Krisenregionen und Länder mit
    Menschenrechtsverletzungen ist dringend geboten«, erklärt Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes Deutschland. Seit Jahren setzt sich terre des hommes in zahlreichen Ländern der Welt für Kinder ein, die Opfer von Gewalt und Krieg werden. Laut einem kürzlich veröffentlichten UN-Bericht ist die Zahl der Mädchen und Jungen, die in Kriegen getötet oder verstümmelt wurden, von 8.000 in 2016 auf über 10.000 in 2017 gestiegen. »Deutschland ist eine der führenden Nationen beim Export von Waffen, Kriegsgerät und Munition. Deutsche Waffenhersteller verkaufen ihre tödliche Ware in Krisengebiete auf der ganzen Welt. Kinder kommen dort durch deutsche Waffen zu Schaden«, so Albert Recknagel.

    Anstatt dem Export von Kriegsgerät einen Riegel vorzuschieben, verstößt die Bundesregierung sogar gegen ihren Koalitionsvertrag. Dort heißt es, dass keine Waffen an Länder geliefert werden dürfen, die in Kriege oder bewaffnete Konflikte verwickelt sind. »Doch Papier ist offensichtlich geduldig. Erst letzte Woche genehmigte die Bundesregierung Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien, obwohl die Saudis führende Kriegspartei im benachbarten Jemen sind«, kritisiert Recknagel.

    Krieg ist heute die Fluchtursache Nr. 1. Kleinwaffen spielen in der Kriegsführung heutzutage eine besonders fatale Rolle, 95 von 100 Kriegsopfern gehen auf ihr Konto. Deutschland ist einer der größten Hersteller und Exporteure von Kleinwaffen und Munition. Alle 14 Minuten stirbt ein Mensch durch Waffen von Heckler & Koch. Zehn Millionen G3-Sturmgewehre sind in über 80 Ländern der Welt im Umlauf. terre des hommes hat deshalb die Kampagne »Stoppt Waffenexporte« ins Leben gerufen und fordert einen Stopp aller Exporte von Kleinwaffen und Munition und das Ende aller Waffenexporte in Länder mit bewaffneten Konflikten.

    OTS: terre des hommes Deutschland e.V.
    newsroom: http://www.presseportal.de/nr/9646
    newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_9646.rss2

    Pressekontakt:
    Verantwortlich: terre des hommes
    Für Rückfragen: Ralf Willinger, Telefon 05 41 / 71 01-108, E-Mail r.willinger@tdh.de
    www.tdh.de
    Zur Petition gegen Kleinwaffenexporte: We act: Stoppt Waffenexporte






    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen
    Verfasst von dpa-AFX
    OTS terre des hommes Deutschland e.V. / Bundestag debattiert über ... Bundestag debattiert über Rüstungsexporte / terre des hommes: Kleinwaffenexporte stoppen - Rüstungsexportkontrollgesetz verabschieden / Weitere Aufrüstung Saudi-Arabiens verstößt gegen Koalitionsvertrag Osnabrück (ots) - Im …

    Schreibe Deinen Kommentar

    Disclaimer