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Anlagegrundsätze 2018/19  Max Otte: „Aktien bleiben die Grundlage Ihrer Vermögensabsicherung!“

Gastautor: Max Otte
09.10.2018, 12:09  |  1087   |   |   

Im Beratungsgespräch mit Privatkunden höre ich mittlerweile häufiger den Wunsch, nach den vielen guten Jahren etwas mehr Liquidität zu parken. Dies ist legitim, denn irgendwann in den nächsten Jahren wird eine deutliche Korrektur kommen. Allerdings wissen wir nicht, wann das der Fall sein wird und welche Werte es vor allem betreffen wird. Viele Wachstumstitel können bis dahin noch kräftig zugelegt haben. Und etliche Deep-Value-Titel schütten weiter schöne Dividenden aus und fallen dann vielleicht auch in der Korrektur nicht mehr viel. 

Sollten Sie also den Wunsch verspüren, die Liquiditätsreserven hochzufahren, ist dies durchaus eine Option. Bitte bedenken Sie aber, dass wir keine Situation haben, in der „alles oder nichts“ gilt, sondern dass dies ein gradueller Schritt sein sollte. In unseren Fonds liegen wir aktuell bei 20 bis 25 Prozent Cashreserve.

Nach den strengen Prinzipien des Value Investing!

gold in der krise

 

Einige Kunden haben die Gelegenheit auch genutzt, Konto und Depot in Liechtenstein zu eröffnen. Das Land hat sich nach 2008 reformiert, ist Teil des europäischen Wirtschaftsraums, aber nicht Teil der EU, schuldenfrei und hoch solide. Die Kosten eines solchen Kontos sind etwas höher als in Deutschland. Aber die Diversifikation der Depots (Sie haben nicht alles in Deutschland) wirkt wie eine Versicherung. Und die kostet etwas extra.

Festgeld und Kontoguthaben? Weiterhin nur so viel wie nötig!

Der „Krieg gegen das Bargeld“ hat an Fahrt aufgenommen. Die teilweise oder schleichende Enteignung der Geldvermögensbesitzer wird vorbereitet. Negativzinsen sind auf dem Vormarsch. Halten Sie genug Liquidität, um beweglich zu sein, investieren Sie jedoch den Rest in werterhaltende Vermögensformen. Es kann auch nicht schaden, etwas Bargeld zu Hause und ein (legales) Konto im Ausland zu haben. Vermögen, das Sie in den nächsten fünf Jahren definitiv nicht benötigen, sollte keinesfalls in Geldform geparkt sein.

 

gold in der krise

 

Besser haben es die Superreichen und die Family Offices

Sie benötigen keine Liquidität, sondern kommen aufgrund ihrer Vermögenswerte an superbillige Kredite, wenn sie interessante Anlageobjekte sehen. Falls Sie es schaffen, sich billige Kreditlinien zu sichern, kann das sehr interessant sein. Allerdings nur, wenn Sie damit „gute“ Vermögenswerte erwerben – also Vermögenswerte, die eine laufende Rendite (Cashflow) abwerfen. Hierüber schreibe ich in Kapitel 4 von „Investieren statt Sparen“.

Nach den strengen Prinzipien des Value Investing!

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Ich bin nach wie vor Aktienfan

Auch jetzt noch finden wir immer wieder interessante Investmentmöglichkeiten. Auch jetzt sind wir der Auffassung, wieder etliche Titel mit Potenzial gefunden zu haben. Diese stellen wir Ihnen jeden Freitag in unserem Börsenbrief Der Privatinvestor vor. 

Aktien sind nach wie vor die Grundlage für Vermögenserhalt und Vermögensvermehrung. Das gilt auch in den unsicheren Zeiten des Endspiels. Bei Aktien haben Sie die geballte Lobbymacht der großen Fondsgesellschaften und der Superreichen hinter sich, die diese Form des Besitzes sicher nicht angetastet haben wollen. Da ist es viel leichter, die Grundsteuern auf Immobilien zu erhöhen, denn das trifft vor allem die Mittelschicht. Auch die Finanzrepression trifft die Mittelschicht – und hilft den Aktienmärkten. Viele Unternehmen haben billige Kredite aufgenommen, um mit diesem Geld eigene Aktien zurückzukaufen und so die Gewinne je Aktie nach oben zu treiben. 

Der Buffett-Indikator zeigt an, dass wir beim Weltaktienmarkt langsam in ein Überhitzungsterritorium kommen. Buffett setzt den Wert aller Aktien auf der Welt einfach in Relation zum Weltsozialprodukt. Sind die Aktien mit weniger als der jährlichen Weltwirtschaftsleistung bewertet, sind sie billig, kosten alle Aktien der Welt zusammen mehr als eine jährliche Weltwirtschaftsleistung, sind sie teuer.

 

Dr. Max Otte per WhatsApp

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