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Anlegerverlag Wirecard: Es gibt auch „zu viel Dynamik“

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
15.10.2018, 10:49  |  742   |   |   

Immens volatile Kurse haben eine gewisse Sogwirkung. Man hat als Anleger immer das Gefühl, eine Chance zu verpassen, wenn man da nicht mitzieht. Doch zugleich bedeutet eine extreme Volatilität, dass die Planungssicherheit immer geringer wird. Wo eine Aktie, die Achterbahn fährt, in einer Stunde, morgen, gar in einer Woche steht, kann man, realistisch betrachtet, dann noch weniger vorhersehen als zuvor. Denn wenn schon nahezu alle Trader – inklusive man selbst – nicht wissen, ob sie die Aktie in einer Stunde kaufen oder leer verkaufen, wie sollte da eine klare Perspektive möglich sein. Und Wirecard (ISIN: DE0007472060) fährt derzeit Achterbahn.

Am vergangenen Montag wie vom Blitz gefällt abwärts, am Dienstag eine Erholung. Am Mittwoch die Eröffnung weit im Plus – und dann doch ein Schlusskurs meilenweit in der Verlustzone. Donnerstag ein Opening im Minus, Schlusskurs knapp über Vortag, am Freitag dann ein kleiner „Hammer“ als Zeichen der Hoffnung. Aber was ist dieser „Hammer“ wert, in einem derart wankelmütigen Umfeld?

 

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Wir haben Ihnen in diesem Chart zusätzlich unten die Umsätze eingeblendet. Die sind seit Tagen so hoch, als wäre hier täglich ein Verfalltermin am Terminmarkt. Da einfach den Blick nach oben zu richten und zu konstatieren, dass bis zum bisherigen Hoch bei 199 Euro eine Menge zu verdienen wäre, ist keine gute Idee. Ja, dort könnte die Aktie wieder hinlaufen, womöglich auch darüber. Aber sie muss nicht. Und auch wenn es so kommt, bleibt die Frage nach dem „Wann“ … und die, ob man Wirecard nicht vorher noch billiger einsammeln könnte.

Die Bewertung der Aktie ist nicht gerade niedrig, auch unter Berücksichtigung der starken Gewinnsteigerungen nicht, die sich, sofern die Rahmenbedingungen erhalten bleiben, auch vorerst fortsetzen dürften. Dass Wirecard eine hochinteressante Aktie ist, ist damit unbenommen. Dass sie aber nur deswegen sofort wieder zulegt, ist nicht vorauszusetzen. Die, die das Papier zuletzt wie sauer Bier verkauften, wissen ebenso um diese grundsätzlich starke Perspektive. Kurzfristig bullish wäre die Aktie bei Schlusskursen über 181 Euro. Ein erneuter Rücksetzer in die massive Supportzone 129/134 Euro wäre normalerweise ein grandiose Einstiegschance. All das ließe sich festhalten. Aber in einem Markt wie diesem, indem zu vielen die Nerven blank liegen, ist all das eben nicht so zuverlässig wie sonst, daher: Vorsicht!

 

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