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„Überraschungen eher auf der positiven Seite“

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Gastautor: Raimund Brichta
29.11.2018, 18:35  |  391   |   

Was eine der führenden deutschen Anlegerseiten wallstreet-online von mir wissen wollte, ist dort jetzt nachzulesen. Hier ein Auszug:

Exklusiv

Herr Brichta, was müssen wir jetzt beachten? – Erfrischende Antworten des Börsen-Stars

wallstreet:online: Wo sehen Sie den Dax zum Ende dieses Jahres?

Ein festes DAX-Ziel habe ich nicht. Aber erst vor 2 Wochen schrieb ich, dass ich die Ängste der Anleger inzwischen für groß genug halte, um selbst langsam wieder gierig zu werden. Frei nach dem Rat Warren Buffetts: „Habt Angst, wenn die anderen gierig sind. Seid gierig, wenn die anderen Angst haben.“

Daran erkennen Sie, dass ich zumindest nicht mit weiteren Kursverlusten rechne, sondern eher mit dem Gegenteil.

wallstreet:online: Und was erwarten Sie für das kommende Jahr?

Die allgemeinen Erwartungen für 2019 sind derzeit so negativ, dass ich auch hier eher mit Überraschungen auf der positiven Seite rechne. Klar, die nächste Finanzkrise kommt bestimmt, aber vermutlich noch nicht 2019. Sie kommt voraussichtlich erst dann, wenn die wenigsten mit ihr rechnen – ausgenommen natürlich die notorischen Krisenpropheten, die sie in jedem Jahr erwarten.

wallstreet:online: Welche Faktoren spielen die Hauptrolle für den diesjährigen Dax-Rückgang?

Da ich der Meinung bin, dass die Kurse die Nachrichten machen und nicht umgekehrt, ersparen Sie mir bitte das Wiederholen all jener Faktoren, die gemeinhin für den Rückgang verantwortlich gemacht werden. Sie waren in den einschlägigen Analysen und Kommentaren zur Genüge zu lesen. Wären die Kurse gestiegen, hätten diese Faktoren keine Rolle gespielt, sondern andere.

Ich halte die Börsenentwicklung hauptsächlich für ein massenpsychologisches Phänomen und beteilige mich deshalb nicht an der allgemeinen Suche nach Begründungen.

Das Überraschende in diesem Jahr ist für mich eher die Tatsache, dass sich Europa und Teile Asiens so negativ von der US-Börse abgekoppelt haben. Auch in der Vergangenheit gab es zwar schon gegenläufige Phasen, aber in dieser Intensität und Dauer habe ich es noch nie erlebt.

Auch dies halte ich für ein psychologisches Phänomen, das sich wieder normalisieren wird. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis Europa und die USA wieder in Einklang kommen.

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