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Das könnte der am meisten erwartete Marihuana-Deal von 2019 sein

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.12.2018, 12:30  |  2769   |   |   

Die Marihuana-Industrie hat in diesem Jahr eine regelrechte Show für Gras-Enthusiasten und die Investoren veranstaltet. Das Highlight war, wie du dir vorstellen kannst, die Legalisierung von Freizeit-Cannabis am 17. Oktober in Kanada. In einigen Jahren, wenn die Branche die Zeit genutzt hat, um ihre Kapazitäten zu erweitern und den Grundstein für ihre Vertriebskanäle zu legen, könnten 5 Mrd. US-Dollar oder mehr an zusätzlichen Jahresumsätzen möglich sein.

Aber so beeindruckend die Cannabis-Industrie bisher auch war, alle Augen wenden sich nun dem zu, was 2019 für die Pot-Aktien kommen könnte. Obwohl es unmöglich ist, mit Sicherheit zu sagen, was passieren wird, werden die Investoren wahrscheinlich gespannt darauf warten, dass ein Getränkegigant einen Cannabis-Partner wählt.

Ist 2019 das Jahr, in dem dieser 88 Mrd. US-Dollar schwere Getränkegigant seinen Cannabis-Partner findet?

Für diejenigen, die sich vielleicht nicht mehr erinnern: Im August 2018 begann eine Monster-Rallye bei den Marihuana-Aktien. Das lag daran, dass zwei große Getränkeunternehmen Partnerschaften oder Investitionen in Pot-Aktien angekündigt haben, um Cannabis-haltige Getränke (und möglicherweise andere Produkte) zu entwickeln.

Es begann am 1. August, als Molson Coors Brewing (WKN:A0DQWU) bekannt gab, dass das Unternehmen ein Joint Venture mit dem in Quebec ansässigen Züchter HEXO mit Anteilen von 57,5 % zu 42,5 % gegründet hatte. Das war die erste großartige Partnerschaft, die auf die Produktion von Cannabis-haltigen Getränken ausgerichtet war. Allerdings haben Molson Coors und HEXO bei diesem Deal schon etwas in die Zukunft geschaut. Denn derzeit sind nur getrocknete Cannabis-Präparate und Öle zum Verkauf zugelassen. Alternative Cannabis-Produkte wie Vapes, Lebensmittel, Konzentrate und Getränke müssen geprüft und vom Parlament für den Konsum genehmigt werden. Das wird voraussichtlich bis zum nächsten Sommer geschehen.

Zwei Wochen später, am 15. August, kündigte Constellation Brands (WKN:871918) das an, was das größte Geschäft in der Geschichte des Marihuana-Produzenten Canopy Growth (WKN:A140QA) sein würde. Durch den Kauf von 104,5 Mio. Stammaktien von Canopy erhöhte Constellation, der Hersteller der Biermarken Corona und Modelo, seinen Anteil an dem Unternehmen auf 37 %.

Dieser Deal füllte auch die Kassen von Canopy mit 4 Mrd. US-Dollar in bar, die nun für Übernahmen, Kapazitätserweiterungen und die Verbesserung der internationalen Vertriebskanäle verwendet werden können. Constellation und Canopy werden voraussichtlich intensiv an Cannabis-haltigen Getränken arbeiten, sobald sie legal werden, aber mit einer 37-prozentigen Beteiligung ist es ziemlich offensichtlich, dass Constellation weitaus größere Ambitionen hat.

Etwas mehr als eine Woche später kursierten Gerüchte über den Spirituosen- und Bierriesen Diageo (WKN:851247), bekannt unter anderem für seine Marken Captain Morgan, Smirnoff, Johnnie Walker und Guinness. Nach ersten Berichten von Bloomberg, dass Diageo in aktiven Gesprächen mit drei nicht genannten Marihuana-Unternehmen war, wurde nie ein Geschäft abgeschlossen. Das könnte sich aber im nächsten Jahr alles ändern.

Diageo wartet vielleicht zu Recht darauf, wie gut (oder schlecht) die Anbaubetriebe auf die starke Nachfrage der Verbraucher nach Produkten in den ersten Jahren reagieren. Da vorerst keine alternativen Produkte außer Ölen legal verkauft werden können, kann das Unternehmen auch bis Mitte des Jahres abwarten, da dann klarer wäre, ob das Parlament die Legalisierung tatsächlich auf Cannabis-haltige Getränke ausweiten wird.

Diageo berichtet nur alle sechs Monate über seine operativen Ergebnisse und gab im Juli bekannt, dass der Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2018 um magere 0,9 % gestiegen sei. Obwohl das Unternehmen ein deutlich stärkeres Gewinnwachstum erzielte, ist Diageo auf der Suche nach einem Umsatztreiber. Vermutlich könnten Cannabis-haltige Getränke die Antwort sein.

Welche Pot-Aktien könnten auf Diageos Radar sein?

Wenn wir annehmen, dass Diageo tatsächlich eine Partnerschaft mit einem Marihuana-Anbauer im Jahr 2019 eingeht, stellt sich die Frage, welche Pot-Aktie es sein könnte. Ich weise darauf hin, dass das reine Spekulationen meinerseits sind, aber ich halte die drei folgenden Züchter für aussichtsreiche Kandidaten:

Der erste Treffer wäre Aphria (WKN:A12HM0), ein Unternehmen, das bereits 10 % seiner Spitzenproduktion in einer Extraktionsanlage für Cannabis-Konzentrate verwendet. Das Managementteam von Aphria hat sich gemeinsam bemüht, die Produktlinie weg von der Abhängigkeit von getrocknetem Cannabis zu diversifizieren und eine Partnerschaft mit Diageo würde diese Strategie unterstützen. Aphria ist auch auf dem besten Weg, der drittgrößte Erzeuger mit einer Spitzenproduktion von schätzungsweise 255.000 Kilogramm pro Jahr zu werden. Mit dem Zugang zu einem Dutzend Märkten und einer bestehenden Auslastung von 35.000 Kilogramm pro Jahr scheint Aphria eine gute Chance zu haben, eine Partnerschaft mit Diageo zu schließen.

Ein zweiter Kandidat, der ein wenig im Schatten steht, ist The Green Organic Dutchman. Das Unternehmen könnte, basierend auf der vom Management selbst prognostizierten Spitzenproduktion von 195.000 Kilogramm, der viertgrößte oder fünftgrößte Produzent des Landes sein. Das Unternehmen widmet etwas mehr als 20 % seiner Produktion Lebensmitteln und aufgegossenen Getränken, was geradezu eine Einladung an einen größeren Player wie Diageo zu sein scheint. Der Nachteil ist, dass The Green Organic Dutchman seine ersten Verkäufe erst in der ersten Hälfte des nächsten Jahres haben wird und damit hinter seinen Mitbewerbern zurückbleibt.

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