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Aggressions-Potenzial So aggressiv ist das Land des Lächelns

13.12.2018, 11:21  |  2439   |   |   

Am 1. Dezember 2018 wurde die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada verhaftet - mittlerweile gegen Kaution wieder freigelassen. Der Fall sogte für wachsende Spannungen zwischen Peking und Toronto. Chinesische Verbraucher sollen sogar einen Boykott bekannter kanadischer Marken fordern.

Die Verhaftung habe dem Luxusmodelabel Canada Goose großen Schaden zugefügt, so "The Guardian". Die Aktien des Unternehmens sind seit der Festnahme um fast 20 Prozent gefallen. Chinesische Verbraucher sollen einen Boykott der Marke fordern. 

In den letzten Jahren haben eine Reihe von kanadischen Unternehmen - darunter der Bahnhersteller Bombardier und der Doughnut-Einzelhändler Tim Hortons - versucht, sich in China zu etablieren - einem begehrten und weitgehend unerschlossenen Markt für kanadische Unternehmen.

Canada Goose scheint nun das erste Opfer des diplomatischen Streits zu sein: Forderungen nach einem Boykott verbreiteten sich schnell auf der Social-Media-Plattform Weibo, so "The Guardian". Auch sollen die staatlichen Medien von dem Boykott berichtet haben.

China macht 10 Prozent des weltweiten Umsatzes von Canada Goose aus. In den kommenden Tagen wird das Bekleidungsunternehmen seinen ersten Laden in Peking eröffnen. Es wird sich zeigen, ob sich die Markenbekanntheit tatsächlich auszahlen wird. Es hängt viel von der Stimmung ab.  

Gestern kam Meng Wanzhou gegen die Zahlung einer Kaution i. H. v. von sechs Millionen Euro und der Abgabe des Passes frei. Eine Auslieferung in die USA ist noch offen. Immerhin werfen US-Ermittler ihr vor, dass sie "über ein inoffizielles Tochterunternehmen namens Skycom Geschäfte mit dem Iran gemacht und dadurch gegen Sanktionen verstoßen zu haben. In diesem Zusammenhang wird sie auch beschuldigt, falsche Angaben gegenüber Banken gemacht zu haben", so die "ZEIT". 

Neben den wirtschaftlichen Vergeltungsaktionen hat China einen früheren kanadischen Diplomanten festgenommen. Michael Kovrig soll die chinesische Staatssicherheit beeinträchtigen, so lautet der offizielle Vorwurf. 

Die Causa Meng Wanzhou belastet sowohl die Beziehungen zwischen den USA und China als auch China und Kanada. Es sieht nach einem neuen Kalten Krieg zwischen den Supermächten aus.

Quellen:

The Guardian

ZEIT

 

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Da sich Kanada als Handlanger der USA betätigt hat, werden die Konsequenzen durch die Chinesen bitter. Mal schauen, ob Mr. Trump Kanada zur Seite stehen wird. Wahrscheinlich nicht.

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