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5 sichere Cannabis-Aktien für 2019

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
26.01.2019, 10:00  |  5608   |   |   

„Sicher“ und „Cannabis-Aktien“ sind eigentlich Begriffe, die man normalerweise nicht in ein und demselben Satz verwendet, und das aus gutem Grund. Cannabis-Aktien sind geplagt von hohem Risiko und hoher Volatilität. Allerdings sind nicht alle Cannabis-Aktien gleich – manche weisen ein wesentlich geringeres Risiko auf als andere.

Diese Investitionen sind alles andere als garantierte Gewinner, da keine dieser Aktien die aus anderen Branchen vertrauten Kriterien erfüllen. Doch sind diese fünf eine sicherere Wahl als ihre Branchenkollegen. Hier ist alles, was man über die fünf sichersten Cannabis-Aktien des Jahres 2019 wissen muss.

Die Cannabis-Branche im Jahr 2019 – ein Überblick

Marihuana – also die Blütenknospen und Blätter der Cannabispflanze – ist seit Tausenden von Jahren in Gebrauch. Die Menschen haben Cannabis dank seines primären psychoaktiven Inhaltsstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) schon immer verwendet, um high zu werden. Und sie haben es für medizinische Zwecke verwendet, da ein weiterer wichtiger Bestandteil, Cannabidiol (CBD), sich für therapeutische Zwecke eignet. Und das ist beides bis heute so geblieben. So sind auch zwei verschiedene Segmente sind in der Cannabis-Branche entstanden, um diese beiden unterschiedlichen Zwecke zu erfüllen.

Der reifere Markt ist der für medizinisches Marihuana. 31 Länder erlauben derzeit Marihuana für medizinische Zwecke. Ebenfalls 31 US-Bundesstaaten haben medizinisches Marihuana legalisiert, obwohl Marihuana in den USA auf Bundesebene weiterhin illegal bleibt. Einige US-Staaten haben auch den persönlichen Gebrauch von Marihuana entkriminalisiert. Während die Legalisierung die Verwendung von Cannabis erlaubt, sind damit nur die strafrechtlichen Sanktionen aufgehoben.

Darüber hinaus hat die U.S. Food and Drug Administration drei Cannabinoide genehmigt – also organische Verbindungen, die in Cannabis vorkommen. Die FDA genehmigte schon vor Jahren synthetische Cannabinoide Dronabinol und Nabilon zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit der Behandlung von Krebs, wobei Dronabinol auch die Zulassung zur Behandlung von Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust bei AIDS-Patienten erhielt. Vor kurzem erhielt GW Pharmaceuticals die FDA-Zulassung für das erste pflanzliche Cannabinoidpräparat, Epidiolex, zur Behandlung von zwei seltenen Formen der Epilepsie. Jedes dieser verschreibungspflichtigen Medikamente ist nun in den USA auf dem Markt erhältlich.

Die Legalisierung von Cannabis ist jedoch bei weitem nicht so weit verbreitet. Derzeit haben nur zwei Länder Cannabis landesweit legalisiert: Kanada und Uruguay. Mexiko könnte bald folgen, sobald dort der Oberste Gerichtshof die entsprechenden Gesetze ändert. In den Vereinigten Staaten haben nur 10 Bundesstaaten Cannabis legalisiert. Bemühungen, die Bundesgesetze zu überarbeiten, um es den Staaten zu ermöglichen, ihre eigenen Cannabis-Gesetze durchzusetzen, sind derzeit im Gange. Es ist möglich, dass dies auch in nicht allzu ferner Zukunft geschehen wird.

Innerhalb der Cannabis-Branche gibt es drei Arten von Aktien:

  • Marihuana-Züchter
  • Biotechs mit Fokus auf Cannabis
  • Nebenprodukte und Dienstleister

Cannabis-Züchter bauen Cannabispflanzen an, meist in Innenräumen oder Gewächshäusern, ernten die Pflanzen und produzieren Cannabisprodukte für den Vertrieb an Apotheken oder auch direkt an Verbraucher. Biotechs entwickeln verschreibungspflichtige Medikamente aus Cannabinoiden. Nebenprodukte und Dienstleistungen versorgen Marihuana-Züchter und/oder auf Cannabis ausgerichtete Biotechs mit wichtigen Produkten und Dienstleistungen.

Volatilität der Cannabis-Aktien im Jahr 2018

Fast jede Cannabis-Aktie wies im Jahr 2018 eine beträchtliche Volatilität auf. Es gab gleich mehrere Ursachen für diese heftige Fluktuation, wenn auch nicht jeder Grund auf jede Aktie zutraf.

Die US-Bundesregierung trug zur Volatilität vieler Cannabis-Aktien bei. Der ehemaligen US-Generalstaatsanwalt Jeff Sessions begann 2018 mit einem Schritt, welcher der US-Cannabis-Branche zusetzte. Sessions kippte die Politik der Obama-Regierung, die das US-Justizministerium weitgehend davon abhielt, sich in US-Bundesstaaten einzumischen, die Marihuana bereits legalisiert hatten. Obgleich die Justizbehörde am Ende keine Cannabis-Unternehmen belangte, sorgte diese Entscheidung doch für Sorgen bei Anlegern. Die nämlich mussten schlimmstenfalls damit rechnen, dass die Unternehmen, in die sie investiert hatten, schlicht dichtgemacht wurden.

Im April hatte Senator Cory Gardner (Republikaner, Colorado) dann aber ein Abkommen mit der Trump-Regierung abgeschlossen. Das besagte, dass die US-Bundesregierung davon absieht, diese Gesetze in Staaten durchzusetzen, in denen Marihuana bereits legalisiert wurde. Präsident Trump signalisierte auch seine Unterstützung, Bundesgesetze zu überarbeiten, um es den Staaten zu ermöglichen, ihre eigene Entscheidung zur Legalisierung von Cannabis zu treffen.

Auch woanders gab es Probleme. Der kalifornische Cannabis-Markt begann aufgrund überhöhter Steuern und komplizierter Vorschriften nur schleppend, was den Unternehmen durchaus Kopfschmerzen bereitete. Viele Leute entschieden sich, Marihuana einfach wie gewohnt auf dem illegalen Schwarzmarkt zu billigeren Preisen zu kaufen.

Noch stärker allerdings war der Fokus auf Kanada. Die größten Marihuana-Züchter der Welt haben ihren Sitz in Kanada, vor allem, weil der medizinische Cannabis-Markt des Landes im Vergleich zu den meisten anderen Ländern relativ fortgeschritten ist. Infolgedessen haben die Anleger sehr genau darauf geachtet, was in Kanada im Jahr 2018 im Zusammenhang mit der Cannabis-Branche geschah. Die Diskussionen im kanadischen Parlament wurden von den Anlegern sehr genau verfolgt. Die meisten erwarteten eine landesweite Legalisierung, aber auf dem Weg dahin war dann doch alles gar nicht mal so einfach.

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