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Cannabis-Unternehmen bestätigt hohe Erwartungen

Gastautor: w:o Gastbeitrag
15.02.2019, 08:16  |  7819   |   |   

Es war eine spannende Zeit Ende des letzten Jahres. An den ohnehin angespannten Finanzmärkten, durch branchenübergreifende Kursverluste im zweiten Halbjahr, bescherte das neue Jahr der Cannabis-Branche hingegen einen fulminanten Start in das Investitionsjahr.

Was ist passiert?

Der Konsummarkt in Kanada wurde im Oktober 2018 legalisiert. Es folgte ein immenser Absatz bis zum Ausverkauf der Ware innerhalb weniger Tage. Weitere Infrastruktur-Projekte in der Agrar-Branche folgten, riesige Anlagen wurden aus dem Boden gestampft. Mittlerweile produzieren Firmen tonnenweise medizinisches Cannabis. Wo kann nun der Absatz erfolgen und welche Mengen werden benötigt?

Die Trendwende kam Anfang Januar 2019

Erneut ist der regulierte Konsum in Kanada und Teilen der USA ein äußerst spannendes Segment. Denn die Industrialisierung von Cannabis und Nutzhanf schreitet voran, ebenso wie die Legalisierung von medizinischem Cannabis. So haben allein Südkorea, Thailand, Mexiko und Großbritannien in den vergangenen Monaten die Nutzung und den Vertrieb von Cannabis als Medizinprodukt genehmigt. Alles deutet darauf hin, dass sich der "Green Rush" nun fortsetzt.  

Nach einer Legalisierung durch den Gesetzgeber bleibt allerdings ein steiniger Weg zur wirtschaftlichen Umsetzung. Deutschland legalisierte bereits im Juni 2017 die Abgabe von medizinischem Cannabis, arbeitet jedoch noch immer an einem funktionalen Netzwerk, das die Grundversorgung der Patienten und die wirtschaftliche sowie gesetzliche Struktur gleichermaßen bedient.

Aktuell wird der internationale Cannabismarkt verteilt. Gelingt es Produzenten, Zugang zu den nationalen, streng regulierten, jedoch hoch profitablen Absatzmärkten zu erlangen, ist die Chance auf eine positive Entwicklung sehr hoch. Die Unternehmen der Branche professionalisieren und internationalisieren sich zunehmend und bauen umfassende Distributionsnetzwerke auf. So werden weltweit Zweigstellen eingerichtet, Handelshubs für den Import aufgesetzt und Agrar-Standorte für die regionalen Märkte aufgezogen oder namhafte Lobbyisten verpflichtet. Joschka Fischer etwa hat einen Posten im Beirat des Cannabis Unternehmens Tilray angenommen.

Kanadisches Cannabis auf legalen europäischen Märkten abzusetzen ist die Herausforderung der großen Cannabis Unternehmen. GMP (Good Manufacturing Practice) klassifiziert, global gehandelt, durch Apothekenverbände lizenziert und durch Krankenkassen für Patienten finanziert. Die weitere therapeutische Anwendung in der Onkologie, bei Demenz oder anderen Volkskrankheiten zeichnet sich ab.

Quartalszahlen von Aurora bestätigen hohe Erwartungen, denn Auroras netto Umsatz +83% ist auf $54,2 Mio. gestiegen.
Die Prognosen klangen ambitioniert: Das kanadische Cannabis-Unternehmen Aurora sagte eine massive Umsatzsteigerung voraus und bestätigt diese laut kürzlich veröffentlichter Quartalszahlen.

Die Einschätzung von Edmund Danielzik (CIIA), Portfolio Manager vom ws-hc Fonds – Hanf Industrie Aktien Global, dem ersten deutschen Hanf Aktienfonds: "Aurora konnte unsere Erwartungen trotz der veränderten Marktbedingungen voll bestätigen".

Die Umsätze des Unternehmens sind in dem Quartal 2/2019 auf 54,2 Mio. US-Dollar gestiegen. Dies entspricht +83% im Vergleich zum Quartal 1/2019, Beziehungsweise um +363% im Vergleich zum Vorjahresquartal, und lagen somit am oberen Ende der von Aurora veröffentlichen Umsatzprognose von 50 - 55 Mio. US-Dollar.  

Aus dem Cannabisgeschäft erhöhte sich der Umsatz auf 47,6 Mio. Dollar. Die Öffnung des Konsummarktes in Kanada steuerte dazu Umsätze in Höhe von 21,6 Mio. Dollar bei. Damit hält Aurora einen Marktanteil von 20 Prozent im kanadischen Konsummarkt. Der kanadische und internationale Medizin-Markt steuerte weitere 26,0 Mio. Dollar Umsatz bei und zeugen von Auroras Stärke im kanadischen und weltweiten Cannabis-Markt.
Die durchschnittlichen Verkaufspreise wurden durch die Einführung zusätzlicher Verbrauchssteuern und durch geringere Großhandelspreise im kanadischen Konsummarkt negativ beeinflusst.  

Aurora wird daher zukünftig verstärkt seinen Fokus auf medizinische Patienten in Kanada und weltweit legen, da die erzielbaren Margen im medizinischen Cannabisgeschäft höher sind als im Konsummarkt.

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