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Italien Zentrale Mittelmeerroute wird fast gar nicht mehr genutzt

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
15.02.2019, 18:07  |  1324   |   |   
Rom (dts Nachrichtenagentur) - Die zentrale Mittelmeerroute nach Italien wird derzeit kaum noch genutzt. In der vierten Kalenderwoche erreichte kein Migrant auf diesem Weg Europa, in den anderen Januarwochen waren es zwischen 47 und 102, wie aus einem Report des gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums "Illegale Migration" bei der Bundespolizei hervorgeht. Der "Spiegel" berichtet darüber und nennt als Grund die restriktive Haltung des italienischen Innenministers Matteo Salvini von der rechten Lega.

Auch die Internationale Organisation für Migration (IOM) zählte zwischen dem 1. Januar und dem 13. Februar 2019 nur nur noch 215 Ankünfte in Italien, 49 in Malta. In 2018 waren zwischen dem 1. Januar und dem 13. Februar allein in Italien 4.731 Flüchtlinge gezählt worden, die über das Mittelmeer ankamen. Die Zahl der registrierten Todesfälle sank nach IOM-Angaben in den Vergleichszeiträumen von 322 auf 144. Auf dieser Route gelangten im Jahr 2016 zeitweise mehr als 25.000 Menschen pro Monat in die EU. Neben Italiens harter Haltung zeigen auch die Maßnahmen der von der EU unterstützten libyschen Küstenwache Wirkung, so der "Spiegel". In Libyen harren gleichwohl Hunderttausende ihrer Weiterreise. Die Preise pro Überfahrt sollen auf bis zu 3.000 Euro gestiegen sein. Manche weichen offenbar auf die westliche Route von Marokko nach Spanien aus, auch auf der östlichen Route aus der Türkei nach Griechenland steigen die Zahlen. Schleuser setzen zudem auf andere Methoden, etwa das Reisen mit gefälschten Dokumenten per Flugzeug oder mit Handels- und Segelschiffen. Wirkung entfalten nach Einschätzung von Sicherheitsbehörden Maßnahmen in afrikanischen Transitländern wie etwa Niger, wo Behörden zunehmend die Weiterreise Richtung Mittelmeer erschweren. Gleichwohl bleibe der Migrationsdruck nach Europa groß.


3 Kommentare

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Kommentare

Die Mehrzahl der Menschen kommt heute wohl mit dem Flieger.

Schon 2017 waren es ca. 1/3 der Erstantraege und, wenn man den eingeflogenen legalen Familiennachzug mitrechnet, bereits eine deutliche Mehrheit:
http://www.freiewelt.net/nachricht/fast-jeder-dritte-asylsuc…

Einer dieser Wege ueber den Flueghafen wurde in der WELT so beschrieben:

Wie funktioniert dieser Weg über Flughäfen?
"In Köln traf WELT einen Syrer, der 2016 einreiste. „Vor einem Jahr war es noch sehr einfach, mit Autos etwa von Istanbul direkt hierherzukommen“, erzählt er. „An den Grenzen wurden die Beamten bestochen, und weiter ging es. Diese Möglichkeit wird aber immer teurer.“ Er erklärt, welche Option gerade Hochkonjunktur habe: per Flugzeug mit einem gefälschten griechischen oder rumänischen Pass von einem griechischen Flughafen nach Deutschland fliegen. „Man muss es einfach immer nur wieder versuchen, irgendwann fällt einem Polizisten die Fälschung nicht auf“, sagt er: „Mein Cousin hat es neun Mal versucht, bis es endlich geklappt hat.“
Die gefälschten Pässe würden meist noch während der Reise vernichtet. „Das passiert auf der Flugzeugtoilette oder auf der ersten Toilette im Flughafengebäude“, sagt der Syrer. „Bei der Kontrolle wird dann der richtige Pass vorgelegt und gesagt, dass man einen Asylantrag stellen will.“
die durchgeknallte Grünen werden schon einen Weg finden,
noch jede Menge an "Flüchtlingen" hier herzuholen.

siehe auch wieder die Ablehnung der Grünen
über die Einstufung mehrerer Länder als sichere Herkunftsstaaten !

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