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Forex-Report Berichtssaison positiv –Schuldendaten der EU – Nord Stream 2 vs. Weber

Gastautor: Folker Hellmeyer
24.04.2019, 10:10  |  997   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1216 (07:12 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1192 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 111.83. In der Folge notiert EUR-JPY bei 125.41. EUR-CHF oszilliert bei 1.1440.

Die aktuelle Berichtssaison setzt bezüglich der zum Teil im Vorwege angepassten Erwartungen positive Akzente bei wenigen negativen Ausnahmen. 
Damit sind die Befürchtungen, die insbesondere im Dezember 2018 an den Märkten in selten gekannter Form voll diskontiert wurden, als weitgehend unbegründet konterkariert worden. Kommen wir zu den Fakten der letzten 24 Stunden:
•    Crédit Suisse mit Gewinnanstieg
•    Deutz steigert Ergebnis und Umsatz
•    Novartis hebt Gewinnprognose an
•    Akzo verfehlt mit Gewinnanstieg Prognosen
•    SAP hebt Prognosen nach Gewinnsprung an
•    Wirecard und Softbank starten strategische Partnerschaft
•    Huawei erhält im UK begrenzten Zugang zu 5G
•    Texas Instruments und EBAY übertreffen Erwartungen
•    Twitter überrascht positiv mit mehr Nutzern
•    Verizon übertrifft Gewinnerwartungen
•    Coca-Cola setzt mehr um als erwartet
•    Zuversicht bei Procter & Gamble steigt für Gesamtjahr
•    United Technologies mit Umsatzsprung
•    Hasbro mit Umsatzplus und Gewinn
•    Harley Davidson mit Gewinnrückgang
•    Volvo übertrifft Gewinnerwartungen
Damit ist die Bewertung an den Aktienmärkten fundamental gut unterfüttert! Das gilt umso mehr, als dass das Thema Zinsen im Gegensatz zu 2018 entschärft ist.

Eurostat legte Daten zur öffentlichen Verschuldung vor:
Die Verschuldung der meisten europäischen Länder ist per 2018 zurückgegangen. Das ist zunächst einmal positiv. Wie üblich gibt es aber auch Ausnahmen, die nicht überraschen. Italien und Griechenland machten laut Eurostat keine Fortschritte. 

Der Schuldenstand in Griechenland kletterte laut Eurostat auf 181,1% im Verhältnis zum BIP. 2017 waren es 176,2%. Die Erhöhung geht vor allem auf Kredithilfen der Europartner zurück. Die Regierung in Athen will Milliardenkredite des IWF vorzeitig zurückzahlen. Ergo ist der Wert dieser Bruttoverschuldung voraussichtlich erheblich überzeichnet. Die Daten vom IWF per 2018 mit einer Neuverschuldung Athens in Höhe von 0,5% des BIP bei 2,1% Wachstums lassen keine andere Interpretation zu. Demnach hätte der Schuldenstand in Prozent des BIP fallen müssen. In dieser Frage sind wir nahe am IWF und weit entfernt von Eurostat.

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Webers kalte Kriegsphantasien wuerden die letzten Reste der Entspannungspolitik vernichten.

Mit dieser Anbiederung an den Deep State uebertrifft er selbst die Gruenen.

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