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Freenet dringt auf Nachbesserung bei Sunrise-Deal

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.05.2019, 12:31  |  654   |   |   

FRANKFURT/HAMBURG (dpa-AFX) - Der Mobilfunkanbieter Freenet arbeitet nach wie vor an besseren Bedingungen für die geplante Fusion seiner Schweizer Beteiligung Sunrise. "Ich glaube weiterhin, es muss sich was tun", sagte der seit Jahresbeginn amtierende Finanzchef Ingo Arnold im Gespräch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Ich bin auch nach all den Gesprächen, die ich zuletzt geführt habe, nicht zu der Überzeugung gelangt, dass die gewählte Deal-Struktur richtig ist." Freenet kritisiert zum einen, dass die erzielbaren Synergien nicht im Unternehmen bleiben sollen, und zum anderen die geplante Bezahlung der Übernahme in bar.

Freenet hält knapp 25 Prozent an Sunrise und kassiert jährlich eine ordentliche Dividende von den Schweizern. Der MDax-Konzern sieht den Anteil als eine Finanzbeteiligung. Sunrise hatte Ende Februar angekündigt, die im Internet- und TV-Geschäft starke UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Schweizer Franken inklusive Schulden übernehmen zu wollen.

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Um den Deal zu stemmen, will Sunrise mit einer Kapitalerhöhung 4,1 Milliarden Franken aufnehmen - das würde Freenets Beteiligung deutlich verwässern. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir bei einer Kapitalerhöhung mitmachen, halte ich weiterhin für gering", sagte Arnold. "Ich halte es weiter für ungewöhnlich, dass man einen Deal ankündigt, der nicht vom größten Aktionär unterstützt wird." Die Entscheidung, wie Freenet bei einer außerordentlichen Aktionärsversammlung abstimmt, lässt sich das Unternehmen daher offen.

Freenet verspricht sich auch von seiner Beteiligung an der Media-Saturn-Mutter Ceconomy einiges. Im vergangenen Juli beteiligte sich Freenet mit rund 9 Prozent an dem Konzern, bezahlte dafür aber mit 8,50 Euro deutlich mehr als die Aktie wert war und fuhr einen Bewertungsverlust ein. "Wir sehen deutlich mehr Gesprächsbereitschaft mit dem Unternehmen auf verschiedensten Ebenen", sagte Arnold.

Die Norddeutschen sehen den Einstieg strategisch und wollen mit mehr Mitspracherecht den seit langem bestehenden Verkaufskanal in den Elektronikmärkten noch ausbauen. Mit der Ankündigung der Holding, in Deutschland ein straffes Sparprogramm vor allem in der Verwaltung aufzulegen, konnte sich zuletzt auch der Aktienkurs wieder etwas erholen. Mit zuletzt rund 6 Euro liegt er aber weiter deutlich unter dem Kaufkurs von Freenet.

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