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Diesel-Abgasskandal Hammer-Urteil in Hannover: Kläger erhält mehrere zehntausend Euro von VW!

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Gastautor: Markus Mingers
24.05.2019, 10:26  |  664   |   

Klagen im Diesel-Abgasskandal hatten in Hannover bisher keine großen Erfolgsaussichten. Doch nun kam es zu einem Urteil pro Verbraucher, welches VW zu einer üppigen Zahlung verpflichtete!

 

 

VW wegen sittenwidriger Schädigung verurteilt

 

 

Verhandelt wurde vor dem Landgericht Hannover, welches über die Rücknahme eines VW Touaregs entscheiden sollte. Das Fahrzeug mit Abgasnorm Euro 6 wurde im September 2015 für 57.110,18 Euro erworben.

 

Bislang wurden nahezu alle Klagen von Seiten des Gerichtes abgewiesen, wodurch dieses Urteil besonders interessant ist. Diesmal schlugen sich die Richter auf die Seite des Klägers und sprachen diesem die Rückgabe des Autos und eine Zahlung von 46.850,89 Euro zu. Zusätzlich muss der Konzern Zinsen in Höhe von 6.900 Euro an den Kunden zahlen.

 

 

Gericht hält VW-Verhalten für verwerflich

 

 

Das Gericht bezeichnete das Vorgehen des Automobilkonzerns als sittenwidrig und verurteilt das Verhalten der verantwortlichen Personen aufs schärfste.

 

Autokäufer sollten davon ausgehen dürfen, dass ein Hersteller alle nötigen Regeln und Voraussetzungen einhält, die für eine erfolgreiche Zulassung von Nöten sind. Dies ist hier allerdings nicht der Fall, wodurch der Verbraucher nicht das Produkt erhält, wofür er zahlt. Ein Auto ist in der Regel eine große Investition und hat für Verbraucher eine hohe Bedeutung aufgrund der Möglichkeiten bezüglich der Mobilität. Zudem geht der Kunde davon aus, dass die Umweltstandards sorgfältig eingehalten werden und man das Auto mehr oder weniger mit guten Gewissen fahren kann.

 

Da diese Anforderungen, von denen ein Autokäufer ausgehen darf, nicht eingehalten werden und dieser nun mal darauf angewiesen ist, dass die Angaben der Hersteller korrekt sind, verstoße der Konzern gegen diese Erwartungen der Kunden.

 

 

Potentielle Schaden enorm groß

 

 

Ebenfalls entscheidend für das Urteil war das Abwägen der potentiellen Gefahren und Folgen für den Kunden. Dies sei zum einen der Entzug der Fahrerlaubnis, wodurch ein hoher Schaden entstehen könnten, da die Mobilität des Verbrauchers nicht mehr gewährleistet ist, was beispielsweise große Auswirkungen auf den Job haben könnte.

 

Für das Gericht stand fest, dass die Verantwortlichen wussten, was sie dort taten, und mit skrupellosem Vorsatz handelten. Dadurch, dass dieses Verhalten nur aufgrund eines gesteigerten Profits an den Tag gelegt wurde, macht die Taten umso verwerflicher.

 

 

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Bei weiteren Fragen zum Thema “Abgasskandal”, wenden Sie sich an die Kanzlei Mingers & Kreuzer! Wir beraten Sie gerne. Erreichen können Sie uns unter der Telefonnummer 02461/ 8081 oder dem Kontaktformular auf unserer Website. Weitere Rechtsnews finden Sie in unserem Blog oder YouTube-Channel.

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Disclaimer

Gastautor

Markus Mingers
Rechtsanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht

Markus Mingers ist Rechtsanwalt im Bereich Wirtschaft sowie Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht. Seit mehr als 13 Jahren ist er als Anwalt tätig und Inhaber von Mingers & Kreuzer Rechtsanwälte. Von mehreren Kanzleistandorten u.a. Köln, München oder Jülich aus erstreitet er mit seinem Team Gelder aus Themen und Urteilen, die dem Verbraucher bis dahin unbekannt sind. Er ist Experte im Bereich Rückabwicklung Lebensversicherung, Widerruf Autokredit und Verbraucherdarlehen sowie im VW Abgasskandal und LKW Kartell. Bekannt ist Markus Mingers vor allem durch seine Auftritte bei n-tv oder RTL sowie als Experte von FOCUS Online, hier ist sein Rat im Verbraucherrecht zu aktuellen Themen gefragt.

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