Finanzinvestoren weiten Rohöl und Silber-Longs aus - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
22.07.2019, 16:41  |  998   |   
Washington 22.07.2019 - Die Netto-Longs auf US-Rohstoffe sind in der vergangenen Woche wieder gestiegen, angeführt von Silber und Rohöl. Bei Mais haben die Investoren eine abwartende Haltung eingenommen.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 16. Juli, um 8,5 Prozent auf 463.135 Kontrakte ausgeweitet. Dabei stiegen vor allem die Netto-Longs auf US-Rohöl und Silber, während bei Gold nur ein leichter Anstieg zu verzeichnen war.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Gold wurde um 1,3 Prozent auf 219.888 Kontrakte ausgeweitet. Die Marktteilnehmer haben nach dem deutlichen Anstieg des Goldpreises eine abwartende Haltung eingenommen, da die Investoren gegenwärtig das obere Ende der Preisspanne für erreicht halten. Die US-Notenbank könnte den Leitzins noch in diesem Monat senken, da die Inflation weiterhin nicht in der angestrebten Zielspanne liegt. Mit der neuerlichen geldpolitischen Lockerung in den USA dürfte auch die EZB Schritte unternehmen, die Konjunktur weiter zu unterstützen. Eine Straffung ist somit in der Euro-Zone in die ferne Zukunft gerückt. Gold verzeichnet zu dem eine höhere physische Nachfrage, was zusätzlich stützt.

Ein deutlicher Anstieg der Netto-Longpositionen war bei Silber zu verzeichnen. Hier ging es um 82 Prozent auf 28.096 Kontrakte nach oben. Silber hat erst kürzlich begonnen, die Aufwärtsbewegung beim Goldpreis nachzuvollziehen. Die Zahl der Netto-Longs auf Palladium stagnierte bei 14.026 Kontrakten. Die Netto-Shorts auf Platin sanken um 65 Prozent auf 5.399 Kontrakte.

Ein deutlicher Anstieg der Netto-Longpositionen war bei Rohöl zu verzeichnen, hier ging es um 26 Prozent auf 199.644 Kontrakte nach oben. Die Rohölbestände in den USA sind zuletzt stark zurückgegangen, bleiben aber weiterhin oberhalb des Fünf-Jahresschnitts. Die OPEC und die IEA haben zuletzt tendenziell bärische Prognosen für die Ölpreise ausgegeben, kurzfristig ist das Aufwärtspotential, bedingt durch die geopolitischen Risiken, aber relativ stark. Bei Goldman Sachs wurden die Prognosen für Brent-Rohöl im dritten Quartal von 66 USD auf 74 bis 76 USD je Barrel angehoben.

Kupfer verzeichnete kürzlich ebenfalls eine Aufwärtsbewegung und konnte sich zeitweise über der Marke von 6.000 USD etablieren. Die Erwartung einer anziehenden Nachfrage in China, bedingt durch neuerliche Stützungsmaßnahmen, hat die Preise nach oben getrieben. Abseits dessen kommt es punktuell zu Angebotsrisiken, die bislang aber nur gering und kurzfristig sind. Eine Verengung des Angebots ist derzeit nicht abzusehen, weshalb die Investoren weiterhin netto-short auf Kupfer sind. Die Netto-Shorts wurden um ein Drittel auf 37.254 Kontrakte reduziert.

Bei Agrarrohstoffen zeigte sich ein durchwachsenes Bild. Die Netto-Longpositionen auf Mais stagnierten bei 187.260 Kontrakten. Die Netto-Longs auf Weizen wurden um 38 Prozent auf 18.751 Kontrakte reduziert. Die Angebotslage bei dem Getreide gilt als gut, während die Exportnachfrage vergleichsweise schwach ist. Die Netto-Shorts auf Sojabohnen wurden um sieben Prozent auf 38.935 Kontrakte reduziert.


Quelle: shareribs.com / CFTC





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