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Marktkommentar: Stephan Rieke (Oddo BHF): Tariff Man sorgt für Gegenwind an den Börsen
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Marktkommentar Stephan Rieke (Oddo BHF): Tariff Man sorgt für Gegenwind an den Börsen

Nachrichtenquelle: Asset Standard
14.08.2019, 08:00  |  410   |   |   

Donald Trump, der selbst erklärte „Tariff Man“, löste mit seiner Ankündigung zusätzlicher Strafzölle auf Importe aus China eine scharfe Korrektur an den globalen Märkten aus.

Freitag, 9. August 2019 - Donald Trump, der selbst erklärte „Tariff Man“, löste mit seiner Ankündigung zusätzlicher Strafzölle auf Importe aus China eine scharfe Korrektur an den globalen Märkten aus. Die erneute Eskalation schickte Börsen und Anleiherenditen in den Keller – die Bundrendite erreicht mit gut -60 Basispunkten ein neues Rekordtief. Zur Erinnerung: Vergangene Woche verkündete Trump die restlichen Importgüter aus China, die bisher von den vorigen Zollmaßnahmen unberührt blieben, mit einem Zollsatz von 10% belegen zu wollen. Peking forderte daraufhin seine staatlichen Unternehmen auf, die Einfuhr von US-Agrarprodukten zu stoppen. Darüber hinaus ließ die People’s Bank of China (PBoC) den Renminbi (CNY) erstmals über die Marke von 7 CNY abwerten, was die USA dazu veranlasste, China als Währungsmanipulator zu klassifizieren.

Ob Peking an einer andauernden Abwertung des Renminbi interessiert ist, kann durchaus in Frage gestellt werden. Die Konsequenzen einer Kapitalflucht, die mit einer zu schwachen Währung einhergehen könnten, sind nicht zu vernachlässigen, wie die Lehren aus der Krise 2015/16 zeigen. Die chinesische Valuta dürfte deshalb weiterhin um die 7-CNY-Marke pendeln; eine allzu starke Abwertung würde die PBoC auf den Plan rufen, um die Währung durch Devisenmarktintervention zu stützen.

Interessen im Handelskonflikt

Wie es im Handelskonflikt weitergeht, ist schwer einzuschätzen. Trump-Berater Larry Kudlow ist zwar guter Dinge und gibt an, dass Washington auf eine Einigung hofft und die Strafzölle durchaus wieder zurückgenommen werden können. Rein wirtschaftlich ist eine Einigung im Interesse beider Parteien. Dass es bereits bei der Fortführung der Handelsgespräche im September zu einer Versöhnung kommt, erscheint unter den aktuellen Umständen aber unwahrscheinlich. Vielmehr könnte es zu einer weiteren Zuspitzung kommen, was gerade unter der Berücksichtigung des erratischen Verhaltens des US-Präsidenten nicht auszuschließen ist.

US-Fed weiter im Visier des Weißen Hauses

Auch die Fed, die laut Trump-Tweet das Kernproblem der Nation ist, bleibt weiter in der Schusslinie des US-Präsidenten. Mit der Leitzinssenkung um 25 Basispunkte sei nicht genug getan, twitterte es aus dem Weißen Haus weiter. Der Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, James Bullard, sieht das anders. Das stimmberechtigte Mitglied des FOMC und ein bekennender Befürworter einer lockeren Zinspolitik bekräftigte die Botschaft des Fed-Chefs Powell, wonach die Zinssenkung vergangene Woche nicht als Anfang eines Lockerungszyklus zu interpretieren sei.

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