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Nach Cannabis Sind "Magic Mushrooms" wirklich das nächste große Ding?

14.08.2019, 13:52  |  6907   |   |   

Halluzinogene Pilze, sogenannter "Magic Mushrooms", werden bei einigen Investoren wie z. B. dem in Frankfurt geborenen US-Tech-Investor Peter Thiel als das nächste große Ding angesehen. Doch ob die psychedelischen Pilze jemals legalisiert werden, ist alles andere als sicher. Zuerst berichtete darüber die "dpa".

Die Befürworter einer Legalisierung argumentieren, dass der psychoaktive Wirkstoff Psilocybin bei der Behandlung von Depressionen, Krebserkrankungen sowie Tabak- und Alkoholsucht helfen könnte. Sie hoffen, dass die halluzinogene Droge bald, ähnlich wie Cannabis in Kanada und einigen US-Bundesstaaten, für medizinische Zwecke und zum Freizeitkonsum legalisiert wird.

Doch Experten sehen eine vollständige Legalisierung mit Skepsis: Cannabis und halluzinogene Pilze seien von ihrer Wirkung kaum vergleichbar. In Ausnahmefällen könnte Psilocybin jedoch bei Krebspatienten im Endstadium sowie bei schweren chronischen und therapieresistenten Depressionen zur Anwendung kommen.

Der US-amerikanische Psychotherapeut Bruce Tobin hatte im Juni gegenüber "Bloomberg" erklärt: "Der Unterschied zwischen Cannabis und halluzinogenen Drogen ist in etwa so wie der zwischen konventionellen und Atomwaffen". Und weiter: "Ich sehe Psilocybin nicht als etwas, das in Kanada bald legalisiert wird".

Doch der Großinvestor Peter Thiel setzt weiterhin auf "Magic Mushrooms". Er gehört zu den frühen Investoren des 2016 gegründeten Start-Ups Compass Pathways, das an einer  Psilocybin-Therapie für Patienten mit schweren therapieresistenten Depressionen forscht. In den USA und Europa seinen dazu schon klinischen Studien mit Psilocybin-Pillen durchgeführt worden.

Die Entkriminalisierung von "Magic Mushrooms" kommt indes nur langsam voran. Doch es gibt kleine Lichtblicke: Oakland und Denver haben vor einigen Monaten die Strafverfolgung von Menschen, die psilocybinhaltige Pilze konsumieren oder besitzen, eingestellt. Weitere Städte und US-Bundesstaaten könnten folgen.

Autor: Ferdinand Hammer

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