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LUFTHANSA IM FOKUS Sorgenkind Eurowings braucht länger für Profitabilität

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.08.2019, 13:32  |  887   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Lufthansa-Tochter Eurowings wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr noch keine Gewinne machen. Damit bleibt sie das Sorgenkind des Dax-Konzerns . Aber das ist nicht das einzige Problem des Kranichs. Was bei der Lufthansa derzeit los ist, was die Analysten sagen und warum die Aktie im Sinkflug ist.

DAS IST LOS BEIM UNTERNEHMEN:

Eurowings hat sich mit Pünktlichkeit von Anfang an nicht gerade einen Namen gemacht. Immer wieder gab es Probleme mit ausufernden Verspätungen auf der Langstrecke. Auch vergangenen Sommer ruckelte es wieder ordentlich. Im Juni verkündete Lufthansa dann: Eurowings habe sich in Sachen Pünktlichkeit deutlich verbessert und sei im ersten Halbjahr eine der pünktlichsten Airlines in Europa gewesen.

Mit dem Abflugzeiten scheint es demnach jetzt zu klappen. Dafür verfehlt die Lufthansa-Tochter einen anderen Termin: Den Abflug aus den roten Zahlen. Den Konzernplänen zufolge soll Eurowings erst im Jahr 2021 wieder die Gewinnschwelle erreichen - was eigentlich schon für 2019 geplant war.

Die Billigtochter steckt tief im Minus. Die Kampfpreise, mit denen der britische Billigflieger Easyjet sowie die irische Ryanair samt ihrer Tochter Laudamotion um Passagiere buhlen, hinterlassen bei Eurowings tiefe Spuren in der Bilanz.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte schon mehrmals angekündigt, bei der Preisschlacht nicht mitzumachen und kritisierte diese Woche erneut die Kampfpreise der Konkurrenz: "Nicht nur, weil 5-Euro-Tickets das System verstopfen, sondern auch, weil 5-Euro-Tickets uns angreifbar machen für Kritik - und die vielen nachhaltigen Dinge, die wir tun als Branche, in Frage stellen."

Nun steuert Spohr bei Eurowings auch intern gegen: Die Langstrecke bleibt künftig bei der Mutter, die belgische Brussels Airlines wird doch nicht Teil der Billigmarke, sondern soll stärker an die Netzwerk-Airlines andocken, ein Ausbau des Flugangebots wurde bereits abgeblasen. Eurowings-Chef Thorsten Dirks soll die Kosten kräftig senken. Die angedachte Übernahme der Thomas-Cook-Tochter Condor war in dieser Hinsicht auch wieder schnell vom Tisch.

Auch wenn Spohr sich sicher ist, dass der Preiskampf unter Europas Airlines nicht ewig anhält, hat er Mitte Juni die Gewinnziele für den Konzern gekappt. Der Markt ist geprägt von Überkapazitäten und aggressiver Konkurrenz. Die Fluggesellschaft leidet zudem unter dem Konjunktureinbruch. Aber auch steigende Treibstoffpreise und die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China tragen ihren Teil dazu bei, dass es bei Deutschlands größter Airline nicht rund läuft.

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