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Forex-Report Schalten die Ampeln für Wirtschaft und Märkte auf tiefes Grün?

Gastautor: Folker Hellmeyer
11.09.2019, 09:22  |  932   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1051 (07:21 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1031 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 107.78. In der Folge notiert EUR-JPY bei 119.12. EUR-CHF oszilliert bei 1.0961.

In den letzten 18 Monaten verdampften Hoffnungswerte auf belastbare Entspannungen wie der Morgendunst im Sonnenschein eines heißen Sommertages. Diese anekdotische Evidenz mahnt zu Vorsicht, positive Implikationen sportlich zu extrapolieren.

Gleichwohl mögen die Erkenntnisse, dass beispielsweise Handelskriege und geopolitische Scharmützel nicht immer leicht zu gewinnen sind, Verantwortliche dazu verleiten, eingeschlagene Wege zu überdenken.

Bevor wir uns aber hier mit verfügbaren Nachrichten und Fakten auseinandersetzen, mag ein Blick auf eine denkbare neue US-Strategie Ziel führend sein.

Die Abschwächung der US-Konjunktur macht der Trump-Administration fraglos Sorgen. Die Pläne auf Momentum im Handelskonflikt mit China zu setzen, um sich durchzusetzen, sind gescheitert. Im Raum steht das Risiko eines Abnutzungshandelskriegs, in dem es nur Verlierer gäbe, allen voran die USA.

Trump geht es um die Wiederwahl im kommenden Jahr. Dafür ist eine sich sukzessive abschwächende Konjunktur wenig hilfreich.  Gleiches gilt für die Risiken rückläufiger Aktienmärkte und fallender Immobilienpreise als Folge der Konjunkturabschwächung. Anders ausgedrückt muss das Ziel der Trump Regierung sein, dass sich die Wirtschaftslage in den USA belebt. Diese Belebung ist aber nicht isoliert möglich. Das bedarf einer globalen Erholung aufgrund der vernetzten Weltwirtschaft.

Gestern kam es zu einer denkwürdigen Personalentscheidung Donald Trumps, die so nicht ansatzweise in den Märkten erwartet wurde. US-Präsident Trump trennte sich von seinem Sicherheitsberater John Bolton. Es hätte bei ihm und in seiner Regierung Widerstand gegen zahlreiche von Boltons Vorstößen gegeben. Ein Nachfolger würde kommende Woche bekanntgegeben werden.

Nun ist und war John Bolton einer der schärfsten Vertreter aggressivster Politikansätze in dem politischen US-Establishment neokonservativer Prägung. Diese Entscheidung kann als ein Olivenzweig an die Welt interpretiert werden.

Die Reaktion, die uns aus Peking entgegenschallt, ist diesbezüglich ermutigend. Der Chefredakteur der Global Times, die eine große Nähe zur KP Chinas hat, twitterte sportlich los. China wird weitere Maßnahmen ergreifen, um die belastenden Auswirkungen des Handelskonflikts mit den USA zu minimieren. Die Maßnahmen würden sowohl Unternehmen aus China als auch aus den USA zugutekommen. Heute wurde umgehend eine Liste mit Zollausnahmen für US-Produkte veröffentlicht, darunter Lebensmittel und Schmierstoffe. Peking erwägt weitere Ausnahmen für US-Importgüter.

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