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Finanztransaktionssteuer Scholz legt Gesetzentwurf zur Finanztransaktionssteuer vor

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
09.12.2019, 22:00  |  2276   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach jahrelangen Verhandlungen steht ein finaler Gesetzentwurf zur Besteuerung von Finanzgeschäften in Europa. "Wir sind jetzt erstmals seit 2011 so weit, dass wir eine Vereinbarung erreichen können", schrieb Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Montag an seine europäischen Amtskollegen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagsausgabe). Der Gesetzesvorschlag sieht vor, zunächst in zehn Ländern eine Steuer auf Aktienkäufe einzuführen.

Scholz hatte mit den Ministern der EU-Staaten über eine Finanztransaktionssteuer verhandelt. Zuletzt hatten sie ihn gebeten, einen Gesetzentwurf vorzulegen. In dem Schreiben bittet Scholz seine Kollegen um abschließende Zustimmung. Damit neigen sich zähe, neun Jahre laufende Verhandlungen dem Ende zu. Die von Scholz vorgesehene Steuer auf Aktienkäufe ist aber lediglich ein erster Schritt in Richtung Börsensteuer. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Personen, die Aktien großer Unternehmen kaufen, künftig eine Steuer von 0,2 Prozent des Geschäftswertes an den Fiskus entrichten. Die Steuer gilt nur für Aktien solcher Unternehmen, die mehr als eine Milliarde Euro wert sind; in Deutschland sind das 145 Unternehmen, insgesamt in den zehn Staaten - neben Deutschland sind das Belgien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Slowenien und die Slowakei - mehr als 500 Unternehmen.

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7 Kommentare

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Kommentare

Falls Frankreich dabei sein sollte müsste ja die Transaktionssteuer von 1 % beim Kauf von Aktien wegfallen.

Das wäre ja für den französischen Staat ein Minusgeschäft...
...und da es vollkommen sinnlos erscheint,die Finanzmärkte noch weiter der sinnlosen Fortführung des Euro noch zu opfern,am besten gleich raus,aus dem schwachsinnigen Euro !
Die Aufrecht-Erhaltung,dieses faulen Zins-Zaubers ist absolut sinnlos für Deutschland!
Nennt mir einen einzigen Grund,warum man diesen Blödsinn noch weiter verteidigen sollte,und es tauchen mindestens drei auf,die den Vorteil eines Ausstiegs dafür sinnvoll erscheinen lassen!^^
Das Problem sind in D eh die absurden Gebühren, die die Direktbanken noch immer erheben.

Und die Steuer wird nicht kommen - da CDU/Grüne Bundes/Länder die Hessen (Banken!) und BW (Blechkistenindustrie) dagegen sind....

Auja Slowenien/Griechenland/Slowakei - wieviel Unternehmen haben die über 1 Mrd.€?
Null oder Null komma Null?

Wie wärs für Deutschland mit einer Steuer auf Olivenhaine? oder Portugal für künstliche Schnee?
Wieso macht es dieser Miesling nach der Schlappe nicht einfach seiner früheren Kollegin, Frau Nahles, nach? Er ist politisch doch sowieso aus dem Rennen...

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