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Fachkräftegipfel Regierung verspricht Anwerbe-Offensive

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
14.12.2019, 05:00  |  723   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung will Deutschland für ausländische Fachkräfte attraktiver machen und plant beschleunigte Visa-Verfahren sowie eine Anwerbe-Offensive. Das geht aus einem Entwurf der gemeinsamen Absichtserklärung für den Fachkräftegipfel am Montag bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Samstagausgaben berichten. "Deutschland steht international in starkem Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte", heißt es in dem Papier.

"Wir müssen deshalb unsere attraktiven Arbeits- und Lebensbedingungen besser präsentieren, um das Interesse ausländischer Fachkräfte zu wecken." An dem Spitzentreffen im Kanzleramt nehmen am Montag unter anderem Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), Innenminister Horst Seehofer (CSU), Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sowie Vertreter der Länder, der Arbeitgeber und der Gewerkschaften teil. Anfang März 2020 soll das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft treten, das die Einwanderung qualifizierter Arbeitnehmer aus Staaten außerhalb der Europäischen Union erleichtern soll. Um die Möglichkeiten des Gesetzes voll auszuschöpfen, bedürfte es "noch weiterer konkreter Schritte der praktischen Umsetzung", heißt es im dem Papier für das Spitzentreffen am Montag. Die Bundesregierung sagt raschere Visa-Verfahren zu. "Zusätzliches Personal in den Visastellen und der Aufbau einer zentralen Arbeitseinheit zur Unterstützung der Visumbearbeitung aus dem Inland werden den Prozess der Visumerteilung an den Auslandsvertretungen beschleunigen, um derzeit bestehende Wartezeiten zu verringern", heißt es im Entwurf der Abschlusserklärung. Ziel sei es, zügig die Voraussetzung für digitale Antragstellung und papierlose Übermittlung der Unterlagen zu schaffen. Die Bundesregierung will außerdem die Deutsch-Kurse an den Goethe-Instituten ausbauen. Die Wirtschaft solle geeignete Fachkräfte bei den Kosten für die sprachliche Qualifizierung im Herkunftsland unterstützen. Die Bundesagentur für Arbeit soll mit Hilfe von "Vermittlungsabsprachen mit ausgewählten Herkunftsländern" geeignete Bewerber anwerben. "Diese werden den Einwanderungs- und Anerkennungsprozess zusätzlich beschleunigen und stellen insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen einen wichtigen Zugangsweg dar", heißt es in dem Papier. Mit dem Aufbau solcher Länderpartnerschaften solle zügig begonnen werden. Die Bundesregierung will "Rekrutierungsreisen" für kleine und mittelständische Unternehmen fördern. Außerdem soll das Informationsportal "Make it in Germany" ausgebaut und zur zentralen Anlaufstelle für interessierte Fachkräfte und Firmen werden. Ziel ist es, dass Unternehmen mehr Stellenangebote als bislang für die Rekrutierung ausländischer Fachkräfte melden. Laut Papier fehlen in vielen Unternehmen, Branchen und Regionen nicht nur Akademiker, sondern auch Fachkräfte mit beruflicher Qualifikation: "Unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen wird der demografische Wandel den Fachkräftemangel weiter verstärken." Dies werde nicht nur für die Unternehmen Folgen haben, sondern für die gesamte Gesellschaft. Gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne seien Voraussetzung für eine erfolgreiche Gewinnung von Fachkräften: "Ausländerfeindlicher Hetze und Rassismus erteilen wir eine klare Absage."

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2 Kommentare

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Kommentare

So was verlogenes und heuchlerisches kann nur von den linken Kartellparteien kommen.

Sind die vielen Fachkräfte und Goldstücke nicht schon längst im Land ?

Bei wirklich fehlenden Spezialisten muss das kanadische Modell zum Einsatz kommen , bei gleichzeitiger Förderung und Ausbildung der indigenen Bevölkerung.

Aber Deutschland ist ja schon zu einem unsicheren Fail State und Shithole verkommen , indem sich eine Tribalisierung aus inkompatiblen und nicht integrierbaren Parallelgesellschaften mit anderen Weltbild etablieren und dazu auch noch staatlich gefördert werden.

Die Rassismuskeule wird nur von Realitätsverweigerern als Totschlagargument benutzt , die keine Argumente haben.

Sozialistische Agitation und Propaganda gegen das eigene Volk wird von Merkel und ihren Vasallen immer weiter voran getrieben
Wenn die Regierung schon Fachkräfte will, dann soll sie die (weltweit mit am höchsten) Steuern für die Mittelschicht massiv senken (kein Soli, Transaktionssteuer, Ökosteuer, CO2-Steuer, SUV-Steuer, usw.), in die Infrastruktur investieren und damit aufhören, das Geld für irgendwelche sozialistischen Agenden (Klimawandel, Kulturbereicherung, usw.) zu verschleudern. Dann kommen zumindest die bereits ausgewanderten Fachkräfte zurück.

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