Evotec Meilenstein bei Diabetesforschung erreicht - und es könnte noch viel mehr...

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
19.12.2019, 07:13  |  608   |   |   
MDAX | Evotec: Meilenstein bei Diabetesforschung erreicht - und es könnte noch viel mehr...

Die Evotec SE (ISIN: DE0005664809) lieferte gestern eine gute News und fallende Kurse - heute gibt es eine SEHR GUTE NEWS und...

Evotec gab heute bekannt, dass das Unternehmen einen dritten Meilenstein in seiner Diabetes-Forschungsallianz mit Sanofi ("TargetBCD") erreicht hat, der eine Zahlung in Höhe von 3 Mio. € an Evotec auslöst. Der Meilenstein wurde erreicht, nachdem Evotec wichtige vorab festgelegte Kriterien bei der Entwicklung einer Betazell-Ersatztherapie erfüllt hat. Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer Betazell-Ersatztherapie für Menschen mit Diabetes, die auf humanen, aus iPS-Zellen abgeleiteten Betazellen basiert. ZIEL KOMMT NÄHER - UND DAS WIRD DIE KASSEN FÜLLEN, WENN ES ERREICHT WIRD...

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: "Wir sind äußerst zufrieden mit unseren Fortschritten bei diesem Betazell-Therapieansatz, welcher die Funktion von Betazellen wiederherstellen kann und damit die Ursache von Diabetes bekämpft, anstatt nur die Symptome zu lindern."

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Ziel ist ein 700 Mrd. Markt

Diabetes ist derzeit noch unheilbar und es sind nur symptomatische Behandlungsoptionen verfügbar. Laut der International Diabetes Federation waren im Jahr 2017 weltweit etwa 425 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt (2015: 415 Millionen). Im Jahr 2017 wurden 727 Mrd. $ für die Behandlung von Diabetes ausgegeben (2015: 673 Mrd. $). UND DASS SOLLTE HEILBAR SEIN - DER ANFANG IST GEMACHT, ES WIRD NOCH LANGE DAUERN, aber die heutige Nachricht ist für uns eine sehr gute Nachricht - also sell on good News? Naja, nicht jede Regel...

Und daran arbeiten Evotecs Forscher gemeinsam mit Sanofi seit 2015: Im August 2015 gaben Evotec und Sanofi eine Forschungszusammenarbeit im Bereich Diabetes bekannt. Die Kooperation zielt darauf ab, eine Therapie zum Ersatz von Betazellen zu entwickeln, die aus menschlichen Stammzellen gewonnen werden. Beide Unternehmen haben erhebliche Beiträge bezüglich Expertise, Plattformen und Ressourcen in die Zusammenarbeit eingebracht. Diese Kooperation, eine werttreibende Partnerschaft im Segment EVT Innovate, erweitert Evotecs metabolische und stammzellenbasierte Wirkstoffforschungsprogramme. Bis heute hat Evotec eine Vorabzahlung und Meilensteinzahlungen in Höhe von insgesamt 12 Mio. € von Sanofi erhalten, sowie erhebliche Forschungszahlungen.

Betazellentherapie könnte die Lösung sein - in Zukunft

Es gibt einen wichtigen medizinischen Bedarf an neuen Therapiemöglichkeiten zur Wiederherstellung der Betazellmasse und damit der Reduzierung oder Vermeidung der Insulinverabreichung. Zudem hat Betazell-Ersatztherapie das Potenzial, die Verschlechterung der Betazellfunktion in Diabetes Typ 2-Patienten aufzuhalten oder sogar umzukehren.

DIE aktuelle Analyse zu Evotec. Wie geht es weiter? Ungebremst auf neue Hochs oder doch wieder ein Rückschlag?

Und was wird der Markt heute tun - wie reagieren?

Gestern fragten wir reflexartig: Sie sind wieder da? Gestern wurde der alte Börsenspruch „Sell on good news.“ bemüht, um zu erklären, dass Evotec „voll im Lauf“ auf einmal bröckelnde Kurse zeigt. 23,44 EUR sah man schon und dann fiel der Kurs auf 22,10 EUR um sich dann leicht wieder auf 22,35 EUR zu erholen – (Schlusskurs Frankfurter Handel).

Was war passsiert? Es gab eine gute Nachricht – eine gute Nachricht, keine Knallernachricht, die die ganze Phantasie aus der Aktie nehmen könnte und die zu „sell on good news“ führen würde. Aber die Nachricht passte in ein positives Börsenumfeld, zu den steigenden Kursen und bot „Futter“. Wahrscheinlich zuviel Futter. Die seit dem 22.11.2019 nicht mehr aktiven Shorts müssen ihre Felle schwimmen sehen haben und agiert haben? Möglich – Gewissheit wird der Bundesanzeiger liefern. Egal eigentlich: Ist man weiter Short gegangen, war es auf jeden Fall relativ wenig erfolgreich. Oder gab es „nur die üblichen Gewinnmitnahmen“ – jedenfalls ist charttechnsich gestern nichts angebrannt und man kann auf die nächsten Tage gespannt sein.

Die Gute Nachricht von gestern

Zum neuen "Geschäft bemerkte Dr. Craig Johnstone, Chief Operating Officer von Evotec, heute Morgen: "Wir freuen uns über die Ausweitung unserer Partnerschaft mit Sanofi. Sie ist ein wichtiger Fortschritt bei der Nutzung von Synergien und der Zentralisierung von Wirkstoffforschungsprozessen, mit dem eine höhere Effizienz erreicht und unsere Substanzverwaltungsexpertise mit den neuesten Dosierungstechnologien gesteigert werden kann. Wir freuen uns darauf, Sanofi und anderen Partnern weiterhin eine äußerst hochwertige Substanzverwaltung bieten zu können."

Toulouse wird ausgebaut - Transfer der flüssigen Substanzen zu Evotec

Evotec verfügt bereits seit 2015 über eine nachgewiesene Erfolgsbilanz bei der Verwaltung der pulverförmigen Substanzen von Sanofi in Toulouse. Im Rahmen der neuen Vereinbarung wird Sanofi in den kommenden zwei Jahren seine flüssigen Substanzen an Evotecs Standort in Toulouse transferieren. Evotec wird die Substanzbibliotheken in Toulouse organisieren, wodurch die Effizienz der zentralen Lagerung mit einer Probenlieferung kombiniert wird, die durch innovative Technologien wie z. B. die Dosierung durch Schallimpulse, sogenannte "acoustic tubes", unterstützt wird. Diese erweiterte Strategie wird durch die Minimierung von Redundanzen und Nutzung von Synergien zwischen den Standorten auch die Kosteneffizienz verbessern. GETREU DEM EVOTEC ANSATZ DIE PROZESSE BEI WIRKSTOFFENTWICKLUNGEN ZU RATIONALISIEREN - ZEITLICH UND KOSTENMÄSSIG. Sanofi hat die Vorteile erkannt und sich "komplett auf Evotec" eingelasssen, eine Kooperation die erst den Anfang für Evotec signalisiert.

Wer die Bibliothek organisiert, der bekommt auch mehr vom Rest

Evotec ist seit über zehn Jahren führend auf dem Gebiet der Substanzverwaltung und daher besonders geeignet, um den Bedarf ihrer Kunden an Substanz- und Bibliotheksverwaltung zu decken. Ausgehend von einem Standort in South San Francisco im Jahr 2004, der vor allem Leistungen für die USA erbrachte, hat Evotec die operative Präsenz in der Substanzverwaltung 2013 und 2015 ausgeweitet, indem Kapazitäten und Kompetenzen in Branford, Connecticut und Toulouse, Frankreich hinzukamen. Diese Einrichtungen sind so positioniert, dass sie die Wirkstoffforschungsleistungen von Evotec in den USA und in Europa strategisch erweitern.

DER CEO VON DERMAPHARM ERKLÄRT IN EINEM EXKLUSIVINTERVIEW WARUM DERMAPHARM SO ERFOLGREICH IST:

Wir fragten ja bereits am 06.12.2019 provokativ "Evotec: Warten worauf?" und diese Überzeugung scheint sich am Markt jetzt durchzusetzen. UND WAS HEISST DAS FÜR DIE AKTIE? Der nächste langfristige Widerstand, dem man sich nun nähert liegt bei 26,91 EUR - noch ein Stück des Weges. Und die Shortpositionen, die sich seit dem 22.11.2019 nicht verändert haben, zeigen weiterhin eine starke Interessenposition an fallenden Kursen, aber dafür und damit verbunden erhöhte Shortpositionen benötigt man i.d.R. eine passende Nachricht oder wie es Wirecard erleben musste, entsprechende Beschuldigungen über Fehlverhalten, ob bewiesen oder nicht spielt in der kurzfristig reagierenden Börse zu Beginn keine große Rolle. Oder man wartet auf umsatzschwächere Tage, die in der weihnachtszeit kommen werden, um dann zu agieren. Wer weiss? Leider niemand.

Charttechnisch ist jetzt die Marke von 26,91 EUR interessant

Evotecs CEO, jemand, der weiss, wovon er spricht - sein Interview mit dem nwm, für die die es verpasst haben- , sagte zutreffend: "Als Wissenschaftskonzern, der in vielen verschiedenen medizinischen Bereichen an der Speerspitze von Innovation aktiv ist, ist unser operatives Geschäft immer wieder erklärungsbedürftig. Unser Anspruch ist es, transparent zu machen, was wir tun. Deshalb versuchen wir, auf diesen Veranstaltungen aufzuzeigen, dass eine Beteiligung an Evotec ein effizientes und vor allem effektives Investment in eine Zukunft ist, in der viele Krankheiten behandelbar und heilbar werden (...)"

Erklärungsbedürftiges Geschäftsmodell, doch eigentlich mit einem Satz ausreichend beschrieben: Plattformkonzept, viele voneinander unabhängige Projekte mit unterschiedlichen Partnern und das alles schneller und günstiger als die Forschungsabteilungen der Big Pharma`s - plakative 30% schneller und günstiger laut Dr. Lanthaler auf dem Deustchen Eigenkapitalforum.

Aktuell (19.12.2019 / 07:35 Uhr) notieren die Aktien der Evotec AG im Frankfurter-Handel zum Schluss gestern im Minus mit -3,12 %( -0,72 EUR) bei 22,35 EUR.


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