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    WOCHENAUSBLICK  318  0 Kommentare Auswirkungen des Coronavirus schneiden dem Dax die Luft ab

    FRANKFURT (dpa-AFX) - In der neuen Börsenwoche dürfte es am deutschen Aktienmarkt eher nach unten gehen. Die Luft ist recht dünn geworden, nachdem Dax & Co ungeachtet der Coronavirus-Epidemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen erst vor wenigen Tagen Rekordhöhen erklommen hatten. Am Freitag sorgte eine überraschend stark vom Virus belastete Stimmung bei US-Unternehmen bereits für deutlichen Abwärtsdruck auch bei deutschen Aktien. Zudem ist weder auf Seiten der Konjunktur noch der Unternehmen die Agenda in der neuen Woche sonderlich voll. "Und es ist Faschingszeit", gibt Händler Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel zu bedenken.

    Weitere Höhenflüge für den deutschen Leitindex sieht der Händler in der neuen Woche daher nicht. Seinen Worten zufolge ist das Bild für den Dax nach dessen Sprung bis knapp unter 13 800 Punkte am vergangenen Montag eingetrübt.

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    Auch Analyst Markus Reinwand von der Helaba ist vorsichtig. Bislang habe das Thema Coronavirus an den Aktienmärkten angesichts der Rekordläufe hierzulande und in den USA eine untergeordnete Rolle gespielt, schreibt er. "Die derzeitige Gelassenheit der Anleger könnte allerdings auf die Probe gestellt werden." Selbst ohne mögliche Bremseffekte durch das Coronavirus fielen die Konjunkturdaten derzeit durchwachsen aus, und mit Blick auf die Schätzungen der Unternehmensgewinne überwögen die Abwärtsrevisionen. "Die Luft wird allmählich dünner", lautet daher sein Fazit.

    Zu den warnenden Stimmen zählt auch die des Chefstrategen Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers. Nach Japans Industrie werden auch die Deutschlands zunehmend unter fehlenden Zulieferteilen leiden, sagt er. "Damit droht ein weiterer Faktor zumindest vorübergehend das zarte deutsche Konjunkturpflänzchen zu belasten."

    Erhöhte Aufmerksamkeit dürfte daher den wenigen Konjunkturdaten zukommen, die auf mögliche Auswirkungen des Coronavirus überprüft werden. Zur Veröffentlichung steht am Montag hierzulande das Ifo-Geschäftsklima für Februar an. "Ein Stimmungsrückgang ist zu erwarten und vermutlich wird dieser wegen des anhaltenden Stillstands in chinesischen Betrieben nicht der letzte sein", erwartet etwa Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Ähnlich sieht dies auch Analyst Stefan Mütze von der Helaba.

    In den USA dürften vor allem die Auftragseingänge für langlebige Güter in den Blick rücken, die am Donnerstag bekannt gegeben werden. Es wird ein deutlicher Rückgang erwartet. Von Interesse könnten zudem das US-Verbrauchervertrauen am Dienstag und schließlich am Freitag der Chicago Einkaufsmanagerindex sein, der die Stimmung in der Region Chicago wiedergibt.

    Auf Unternehmensseite setzt sich in der neuen Woche die Berichtssaison fort. Vor allem aus der zweiten Reihe werden Quartalsbilanzen und Ausblicke veröffentlicht. Doch auch drei Dax-Unternehmen präsentieren ihre Jahreszahlen: Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re sowie Bayer und BASF . Die beiden Chemiekonzerne hatten erst vor kurzem wegen eines ersten millionenschweren Schadenersatzurteils zum Unkrautvernichter Dicamba in den USA Aufmerksamkeit erregt. Weitere dürften folgen. Insbesondere für Bayer bedeutet dies zusätzlich Ungemach, denn in den USA sind nach wie vor Tausende von Glyphosat-Prozessen anhängig. Zur Zahlenvorlage am Donnerstag werden diese Themen daher verstärkt im Fokus stehen.

    Spannend könnten aus der zweiten Reihe auch die Quartalsbilanzen und Ausblicke der Maschinenbauer Dürr und Aixtron sein. Am Donnerstag dürfte zudem Thyssenkrupp im Zuge der Aufsichtsratssitzung des Industriekonzerns erneut im Blick stehen. Erwartet wird eine Entscheidung zur Aufzugsparte, die Thyssen vollständig oder zumindest mehrheitlich losschlagen will. Erst am vergangenen Montag hatte Thyssen informiert, dass der finnische Konkurrent Kone nicht mehr unter den Bietern ist. Übrig sind damit noch zwei Gruppen von Finanzinvestoren. Allerdings hatten die Finnen mit annähernd 17 Milliarden Euro am meisten geboten./hosmel/ck/jsl/he

    --- Von Melanie und Claudia Müller, dpa-AFX ---





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