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Bei Münchener Rück ist eine AdHoc fällig



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Deutscher Bundestag Drucksache 15/2243
15. Wahlperiode 16.12.03
Beschlussempfehlung
des Vermittlungsausschusses
zu dem Gesetz zur Umsetzung der Protokollerklärung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung
zum Steuervergünstigungsabbaugesetz
- Drucksachen 15/1518, 15/1665, 15/1684, 15/1762, 15/1996 -
Berichterstatter im Bundestag: Abgeordneter Joachim Poß
Berichterstatter im Bundesrat: Staatsminister Dr. Christean Wagner
Der Bundestag wolle beschließen:
Das vom Deutschen Bundestag in seiner 67. Sitzung am 17. Oktober 2003 beschlossene
Gesetz zur Umsetzung der Protokollerklärung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung
zum Steuervergünstigungsabbaugesetz wird nach Maßgabe der
in der Anlage zusammengefassten Beschlüsse geändert.
Gemäß § 10 Abs. 3 Satz 1 seiner Geschäftsordnung hat der Vermittlungsausschuss
beschlossen, dass im Deutschen Bundestag über die Änderungen gemeinsam abzustimmen
ist.
Berlin, den 16. Dezember 2003
Der Vermittlungsausschuss
Dr. Henning Scherf Joachim Poß Dr. Christean Wagner
Vorsitzender Berichterstatter Berichterstatter
- 2 -
...
Anlage
Gesetz zur Umsetzung der Protokollerklärung der Bundesregierung zur
Vermittlungsempfehlung zum Steuervergünstigungsabbaugesetz
Zu Artikel 1 Nr. 3 Buchstabe a, c (§ 10d Abs. 2, 4 EStG),
Nr. 6 Buchstabe b (§ 52 Abs. 12 Satz 2 - neu - EStG)
Artikel 1 wird wie folgt geändert:
1. Nummer 3 Buchstabe a § 10d wird wie folgt geändert:
a) In Buchstabe a wird Absatz 2 wie folgt geändert:
aa) Satz 1 wird wie folgt geändert:
aaa) Die Angabe "100 000 Euro" wird jeweils durch die Angabe
"1 Million Euro" ersetzt.
bbb) Die Wörter "zur Hälfte" werden durch die Wörter "zu 60 vom Hundert"
ersetzt.
bb) In Satz 2 wird die Angabe "100 000 Euro" durch die Angabe
"1 Million Euro" und die Angabe "200 000 Euro" durch die Angabe
"2 Millionen Euro" ersetzt.
b) Buchstabe c wird wie folgt gefasst:
`c) In Absatz 4 Satz 1 werden die Wörter "getrennt nach Einkunftsarten"
gestrichen.`
2. In Nummer 6 wird Buchstabe b wie folgt gefasst:
`b) Dem Absatz 12 wird folgender Satz angefügt:
"§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 11 in der Fassung des Artikels 1 des Gesetzes vom ...
(BGBl. I S. ... ) [einsetzen: Ausfertigungsdatum und Seitenzahl der Verkündung
dieses Gesetzes] ist erstmals für das Wirtschaftsjahr anzuwenden, das
nach dem 31. Dezember 2003 endet." `
Zu Artikel 2 Nr. 2 Buchstabe b (§ 84 EStDV)
In Artikel 2 Nr. 2 Buchstabe b wird die Angabe "Absätze 3d bis 3f" durch die Angabe
"Absätze 3d bis 3g" und die Angabe "Absätze 3e bis 3g" durch die Angabe
"Absätze 3e bis 3h" ersetzt.
- 3 -
...
Zu Artikel 3 Nr. 1 (§ 8a Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, 6 KStG),
Nr. 2 Buchstabe e (§ 8b Abs. 8 Satz 4 KStG),
Nr. 4 Buchstabe b, c (§ 34 Abs. 6a Satz 2 - neu -, Abs. 7 KStG)
Artikel 3 wird wie folgt geändert:
a) Nummer 1 § 8a wird wie folgt geändert:
aa) In Absatz 1 Satz 1 werden die Wörter ", einschließlich der Vergütungen nach
Absatz 2 Satz 1," gestrichen und wird die Angabe "50 000 Euro" durch die
Angabe "250 000 Euro" ersetzt.
bb) Absatz 2 wird aufgehoben.
cc) Absatz 6 wird wie folgt geändert:
aaa) In Satz 1 werden die Wörter ", das Wirtschaftsgut, das Recht oder das
Recht auf Nutzung eines Rechtes" gestrichen.
bbb) In Satz 2 werden die Wörter ", das Wirtschaftsgut oder das Recht" gestrichen.
b) In Nummer 2 Buchstabe e § 8b Abs. 8 Satz 4 wird das Semikolon durch einen
Punkt ersetzt.
c) Nummer 4 § 34 wird wie folgt geändert:
aa) In Buchstabe b wird Absatz 6a folgender Satz angefügt:
"§ 8a Abs. 1 Satz 2 in der in Satz 1 genannten Fassung ist nicht anzuwenden,
wenn die Rückgriffsmöglichkeit des Dritten allein auf der Gewährträgerhaftung
einer Gebietskörperschaft oder einer anderen Einrichtung des öffentlichen
Rechts gegenüber den Gläubigern eines Kreditinstituts für Verbindlichkeiten
beruht, die bis zum 18. Juli 2001 vereinbart waren; Gleiches gilt für bis
zum 18. Juli 2005 vereinbarte Verbindlichkeiten, wenn deren Laufzeit nicht
über den 31. Dezember 2015 hinausgeht."
bb) Buchstabe c wird wie folgt gefasst:
`c) Absatz 7 wird folgender Satz angefügt:
"§ 8b Abs. 8 und § 21 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 sind anzuwenden:
1. in der Fassung des Artikels 3 des Gesetzes vom ... (BGBl. I S. ...)
[einsetzen: Ausfertigungsdatum und Seitenzahl der Verkündung dieses
Gesetzes] erstmals für den Veranlagungszeitraum 2004, bei vom
Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahren erstmals für den
Veranlagungszeitraum 2005;
- 4 -
...
2. auf einheitlichen, bis zum 30. Juni 2004 zu stellenden, unwiderruflichen
Antrag bereits für die Veranlagungszeiträume 2001 bis 2003,
bei vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahren für die Veranlagungszeiträume
2002 bis 2004 (Rückwirkungszeitraum). Dabei ist
§ 8b Abs. 8 in folgender Fassung anzuwenden:
(8) Die Absätze 1 bis 7 sind anzuwenden auf Anteile, die bei Lebens und Krankenversicherungsunternehmen den Kapitalanlagen zuzurechnen
sind, mit der Maßgabe, dass die Bezüge, Gewinne und Gewinnminderungen zu 80 vom Hundert bei der Ermittlung des Einkommens zu berücksichtigen sind.
Satz 1 gilt nicht für Gewinne im
Sinne des Absatzes 2, soweit eine Teilwertabschreibung in früheren
Jahren nach Absatz 3 bei der Ermittlung des Einkommens unberücksichtigt
geblieben ist und diese Minderung nicht durch den Ansatz
eines höheren Werts ausgeglichen worden ist. Gewinnminderungen,
die im Zusammenhang mit den Anteilen im Sinne des Satzes 1 stehen,
sind bei der Ermittlung des Einkommens nicht zu berücksichtigen,
wenn das Lebens- oder Krankenversicherungsunternehmen die Anteile
von einem verbundenen Unternehmen (§ 15 des Aktiengesetzes)
erworben hat, soweit ein Veräußerungsgewinn für das verbundene
Unternehmen nach Absatz 2 in der Fassung des Artikels 3 des Gesetzes
vom 23. Oktober 2000 (BGBl. I S. 1433) bei der Ermittlung des
Einkommens außer Ansatz geblieben ist. Für die Ermittlung des Einkommens
sind die Anteile mit den nach handelsrechtlichen Vorschriften
ausgewiesenen Werten anzusetzen, die bei der Ermittlung der nach
§ 21 abziehbaren Beträge zu Grunde gelegt wurden. Negative Einkünfte
des Rückwirkungszeitraums dürfen nicht in Veranlagungszeiträume
außerhalb dieses Zeitraums rück- oder vorgetragen werden.
Auf negative Einkünfte des Rückwirkungszeitraums ist § 14 Abs. 1
nicht anzuwenden. Entsprechendes gilt für Pensionsfonds." `
Zu Artikel 4 Nr. 2 Buchstabe b (§ 36 Abs. 7 Satz 2, 3 - neu -, 4 - neu - GewStG)
In Artikel 4 Nr. 2 Buchstabe b § 36 Abs. 7 wird Satz 2 durch folgende Sätze ersetzt:
"Ist ein Antrag nach § 34 Abs. 7 Satz 8 Nr. 2 des Körperschaftsteuergesetzes in der
Fassung des Artikels 3 des Gesetzes vom ... (BGBl. I S. ...) [einsetzen: Ausfertigungsdatum
und Seitenzahl der Verkündung des vorliegenden Änderungsgesetzes gestellt
worden, sind die Vorschriften bereits ab dem Erhebungszeitraum 2001, bei vom
- 5 -
Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahren ab dem Erhebungszeitraum 2002 anzuwenden.
In den Fällen des Satzes 2 dürfen Fehlbeträge des Rückwirkungszeitraums
nicht in Erhebungszeiträume außerhalb dieses Zeitraums vorgetragen werden. Auf
Fehlbeträge des Rückwirkungszeitraums ist § 14 Abs. 1 des Körperschaftsteuergesetzes
nicht anzuwenden."
http://dip.bundestag.de/btd/15/022/1502243.pdf

PRESSEMITTEILUNG VOM 25. NOVEMBER 2003

Konzernüberschuss bei 152 Mio. Euro / Disziplinierte Zeichnungspolitik und überschaubare Belastung durch Naturkatastrophen: Schaden-Kosten-Quote in Rück- und Erstversicherung erneut unter 100 % / Rückversicherung und Lebenserstversicherung besonders wachstumsstark / Für Gesamtjahr Vorsteuergewinn erwartet

Die Geschäftslage der Münchener-Rück-Gruppe im Berichtszeitraum bis 30. September 2003 und seither ist geprägt von

dem weiter zufrieden stellenden operativen Geschäft: Vor allem in der Erst- und Rückversicherung des Schaden/Unfall-Bereichs hat konsequente Zeichnungspolitik die Ertragssituation spürbar verbessert.
den deutlich erholten Aktienbörsen: Im dritten Quartal sind mit 247 Mio. Euro nur noch geringe Abschreibungen und Veräußerungsverluste auf Wertpapiere angefallen.
der sehr erfolgreichen Kapitalerhöhung: Die Münchener Rück erzielte bei der Ausgabe von 50,9 Millionen neuen Aktien einen Erlös von annähernd 4 Mrd. Euro. Die Aktionäre konnten sich über ein günstiges Bezugsrecht und steigende Aktienkurse freuen.
Dr. Jörg Schneider, Vorstandsmitglied der Münchener Rück: „Wir sind zufrieden mit dem Geschäftsverlauf unseres Unternehmens im dritten Quartal. Die Münchener Rück geht mit Rückenwind in die laufende Erneuerung der Rückversicherungsverträge. Weiter gestärkt durch die erfolgreiche Kapitalerhöhung können wir zusätzliche Ertragschancen nutzen.“

Zu den Zahlen der Münchener-Rück-Gruppe am 30. September 2003

Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2003 auf 30,7 Mrd. Euro (entsprechender Vorjahreszeitraum: 29,6 Mrd. Euro). Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern lag bei 1.062 Mio. Euro (nach 2.201 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, dessen Ergebnis wegen verschiedener Einmaleffekte nicht vergleichbar ist). Da ein Großteil der Verluste aus Aktienengagements derzeit nicht steuerlich abzugsfähig ist, hat die Münchener-Rück-Gruppe bereits im zweiten Quartal ausreichend für eine mögliche Steuerbelastung vorgesorgt; deren genaue Höhe ist für die Lebens- und Krankenversicherer der Gruppe vom Ausgang des laufenden Gesetzgebungsverfahrens abhängig. Die steuerliche Vorsorge prägt neben den Nachlaufbelastungen aus den Börseneinbrüchen der Vorquartale das Konzernergebnis nach Steuern von –451 (3.239) Mio. Euro.

Rückversicherung: Schaden-Kosten-Quote im dritten Quartal erneut unter 100 %

Die Rückversicherer der Gruppe erzielten ein kräftiges organisches Wachstum in Originalwährung, das allerdings durch den signifikanten Kursverfall vor allem des US-Dollars überdeckt wurde. Die Beitragseinnahmen blieben aber in den ersten neun Monaten mit erneut 19,1 Mrd. Euro auf hohem Niveau. Ohne Währungseinflüsse wären sie um 9,9 % gestiegen.

Die Schaden-Kosten-Quote lag im dritten Quartal bei 99,3 (114,1) %. Für die ersten neun Monate verbesserte sich die Quote um 8,7 Prozentpunkte auf 97,0 %, wobei der Vergleichswert des Vorjahreszeitraums bereits um die seinerzeitige Reservestärkung bei der American Re und für den World-Trade-Center-Schaden (insgesamt 21,6 Prozentpunkte) bereinigt ist.

Schäden aus Naturkatastrophen trugen zur Schaden-Kosten-Quote in den ersten neun Monaten 1,4 Prozentpunkte bei: Im September führte Hurrikan Isabel mit Geschwindigkeiten bis 200 km/h an der Ostküste der USA stellenweise zu schweren Zerstörungen; trotzdem hält sich die Schadenbelastung der Münchener-Rück-Gruppe mit voraussichtlich knapp 50 Mio. Euro in Grenzen. Maemi, der stärkste Taifun in Südkorea seit Beginn der Aufzeichnungen 1904, und Hurrikan Fabian auf den Bermudas bringen der Münchener Rück nach heutiger Einschätzung Belastungen von jeweils bis zu 30 Mio. Euro.

Hinzu kamen für die Münchener-Rück-Gruppe mehrere Großschäden im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, die nicht auf Naturereignisse zurückzuführen waren: der bisher größte Stromausfall im Nordosten der USA und in Kanada, der rund 50 Millionen Einwohner betraf, sowie zwei Satellitenverluste. Zudem ereigneten sich einige Großbrände in Industrieanlagen.

Das Kapitalanlageergebnis des Segments Rückversicherung belief sich in den ersten neun Monaten auf 1.921 Mio. Euro; das Vorjahresergebnis von 7.777 Mio. Euro war gekennzeichnet durch die Erträge aus den Beteiligungstransaktionen mit der Allianz. Im dritten Quartal 2003 betrug das Kapitalanlageergebnis 750 (361) Mio. Euro. Erwartungsgemäß fielen im dritten Quartal mit 131 Mio. Euro, verglichen mit den Vorquartalen, nur noch geringe Aufwendungen für Wertberichtigungen und Veräußerungsverluste auf Wertpapiere an. In den ersten sechs Monaten hatten sie noch 714 Mio. Euro betragen.

Das Ergebnis der Rückversicherer vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte lag in den ersten neun Monaten bei 1.258 (3.729) Mio. Euro, im dritten Quartal bei 376 (–553) Mio. Euro. Zum Gesamtergebnis der Gruppe nach Steuern trug die Rückversicherung in den ersten neun Monaten 315 (4.673) Mio. Euro bei. Dank restriktiver, streng ertragsorientierter Zeichnungspolitik erwirtschaftete auch die American Re ein positives Nachsteuerergebnis von 320 Mio. US-Dollar. Die größte Auslandstochter nutzt damit erfolgreich die Chancen des US-amerikanischen Versicherungsmarkts.

Erstversicherung: Beständiges Wachstum bei positivem operativem Geschäftsverlauf im 3. Quartal

In den ersten neun Monaten 2003 steigerten die Erstversicherer der Gruppe ihre Beitragseinnahmen um 7,0 % auf 13,0 (12,2) Mrd. Euro, im dritten Quartal um 7,8 % auf 4,1 Mrd. Euro. Zu dieser guten Entwicklung trug vor allem die Lebensversicherung bei. Hier erhöhte sich das Beitragsaufkommen im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 7,2 % auf 5,5 (5,1) Mrd. Euro. Getragen wurde das stetige Wachstum von der Neugeschäftsentwicklung und den Bestandsverträgen mit dynamischer Beitragsanpassung.

Die Krankenversicherer der Gruppe erwirtschafteten in den ersten neun Monaten Beitragseinnahmen von 3,4 (3,2) Mrd. Euro. Das inländische Wachstum wird vor allem gestützt von Beitragserhöhungen im Bestand als Folge gestiegener Versicherungsleistungen. Im Neugeschäft dagegen verunsichern die anhaltenden sozialpolitischen Diskussionen; sie verzögern die notwendige zielgerichtete Reform hin zu einem kapitalgedeckten System.

In der Schaden- und Unfallversicherung verzeichneten die Erstversicherer von Januar bis September Bruttobeiträge von 4,1 (3,9) Mrd. Euro. Eine seit Jahren konsequente Zeichnungspolitik bei Vertragsabschlüssen sowie Kostensenkungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass sich die Schaden-Kosten-Quote in den ersten neun Monaten weiter sehr positiv entwickelt hat; sie liegt nun bei 96,3 % nach 102,1 % (jeweils inkl. Rechtsschutz) im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Erstversicherer der Gruppe stellen weiterhin den profitablen Ausbau ihrer Kerngeschäftsfelder und die interne Effizienzsteigerung in den Mittelpunkt. Produkt- und Vertriebspolitik zielen darauf ab, die Ertraghaltigkeit des Geschäfts weiter zu stärken.

Das Kapitalanlageergebnis der Erstversicherer beträgt im Zeitraum vom 1.1.2003 bis 30.9.2003
2.567 (526) Mio. Euro, im dritten Quartal 1.745 (–1.887) Mio. Euro. Den Erwartungen entsprechend fielen im dritten Quartal mit 116 Mio. Euro auch im Erstversicherungssegment im Verhältnis zu den Vorquartalen eher niedrige Aufwendungen für Wertberichtigungen und Veräußerungsverluste auf Wertpapiere an. In den ersten sechs Monaten hatten sie noch 2.115 Mio. Euro betragen.

Das Ergebnis der Erstversicherer vor Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte beträgt für den Zeitraum Januar bis September 64 (–537) Mio. Euro, für das dritte Quartal –3 (–652) Mio. Euro. Der Anteil der Erstversicherer am Ergebnis der Gruppe nach Steuern der ersten neun Monate liegt bei –751 (–676) Mio. Euro. Hier macht sich vor allem der Steueraufwand klar bemerkbar, der in hohem Maße auf die steuerliche Nichtabzugsfähigkeit von Abschreibungen und realisierten Kursverlusten auf Dividendenpapiere in der Lebens- und Krankenversicherung zurückzuführen ist. Eine vom Bundestag verabschiedete Änderung des Steuergesetzes wurde vom Bundesrat an den Vermittlungsausschuss verwiesen.

Kapitalanlagen der Gruppe: Erholung und Diversifizierung des Kapitalanlageportefeuilles

Europäische und amerikanische Aktienmärkte haben sich im dritten Quartal seitwärts bewegt, nachdem sie sich im ersten Halbjahr spürbar erholt hatten. Mit 247 Mio. Euro sind im dritten Quartal 2003 im Verhältnis zu den Vorquartalen nur noch geringe Abschreibungen und Veräußerungsverluste auf Wertpapiere angefallen. Im ersten Halbjahr waren es noch 2.829 Mio. Euro gewesen.

Die Nachlaufbelastungen als Folge der schwachen Börsenjahre sind bei den jederzeit veräußerbaren Wertpapieren zum großen Teil verarbeitet. Die unrealisierten Gewinne übertrafen hier die unrealisierten Verluste zum 30. September immerhin um 5,0 Mrd. Euro. Die Exponierung in der Aktienanlage wurde leicht verringert und das Portefeuille durch einen Abbau europäischer zugunsten japanischer Aktien stärker diversifiziert.

Zum 30. September 2003 erhöhten sich die Kapitalanlagen der Münchener-Rück-Gruppe auf 165,9 Mrd. Euro gegenüber 156,3 Mrd. Euro zum Jahresende 2002. Das Kapitalanlageergebnis für die ersten neun Monate des Jahres betrug 4,2 Mrd. Euro, für das dritte Quartal 2,3 (–1,6) Mrd. Euro.

Blick auf das Gesamtjahr 2003

Operative Gewinne und Wertsteigerungen im Kapitalanlageportefeuille erhöhten das Eigenkapital in den ersten neun Monaten um 1,0 Mrd. Euro auf 14,9 Mrd. Euro (Ende 2002: 13,9 Mrd. Euro). Hinzu kommt inzwischen die Kapitalerhöhung, mit der die Münchener Rück im Oktober und November ihre Kapitalbasis vergrößert und optimiert hat. So lassen sich nachhaltig profitable Geschäftsmöglichkeiten besser nutzen, vor allem in der Rückversicherung. Das günstige Bezugsrecht auf die neuen Aktien wurde beinahe vollständig – und dabei ganz überwiegend von den bisherigen Aktionären – ausgeübt. Zeitgleich zeigte die Münchener-Rück-Aktie trotz rechnerischen Abschlags für das Bezugsrecht sogar eine erfreuliche Kurssteigerung. Durch die Kapitalmaßnahme sind der Münchener Rück annähernd 4,0 Mrd. Euro zugeflossen. Die Münchener Rück wertet das überaus positive Echo auf die Kapitalerhöhung als Vertrauensbeweis und Auftrag. Die Vorstandsmannschaft, die ab Januar von
Dr. Nikolaus von Bomhard geführt wird, hat sich zum Ziel gesetzt, alle Segmente wieder nachhaltig erfolgreich zu machen.

Mit dem frühzeitigen Verkauf ihres Anteils von 25,7 % an der Hypo Real Estate Holding AG im Oktober hat die Münchener Rück ihre Exponierung im deutschen Bankensektor deutlich verringert. Aus der Abspaltung der Hypo Real Estate von der HypoVereinsbank und ihrem Verkauf resultiert ein Verlust zulasten des vierten Quartals. Mitte November verkaufte die Münchener Rück 7,5 Millionen Stück Allianzaktien und reduzierte ihre Beteiligung auf nun rund 12,2 %. Der Gewinn aus dieser Veräußerung wird ebenfalls im vierten Quartal verbucht.

Insgesamt erwartet die Münchener Rück für das Geschäftsjahr 2003 trotz des Währungsabriebs einen mit rund 40 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert hohen Konzernumsatz. Ausgehend von dem bisher sehr guten Geschäftsverlauf sowie den nachhaltigen Preis- und Konditionsverbesserungen sollte die Schaden-Kosten-Quote in der Rückversicherung bei normalem Großschadenverlauf zum Jahresende unter 100 % liegen.

In der Erstversicherung werden selbst nach Jahren eines marktüberdurchschnittlichen Wachstums auch 2003 die Beiträge steigen. Mit den Maßnahmen zur Effizienzsteigerung werden bereits zum Jahresende spürbare Kosteneinsparungen erzielt. In der Lebensversicherung tritt für die gesamte Branche am 1. Januar 2004 eine Senkung des Garantiezinssatzes ein; überarbeitete Tarife und Produktpaletten sollen bei den Gesellschaften der Gruppe die Ertragskraft künftig weiter stärken. Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass sich die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallversicherung weiter leicht verbessert.

Das Konzernergebnis 2003 wird von gegenläufigen Einflüssen geprägt sein: Einerseits wird es belastet durch bereits vorgenommene Abschreibungen und Abgangsverluste sowie durch die hohe Steuervorsorge. Andererseits wird die gute Entwicklung des operativen Geschäfts die Ertragssituation spürbar verbessern.

Bei normalem Schadenverlauf und stabilen Kapitalmärkten erwartet die Münchener Rück für das Gesamtjahr 2003 einen Fehlbetrag nach Steuern, allein weil ein großer Teil der Abschreibungen und der Verluste aus dem Abgang von Aktien steuerlich nicht abzugsfähig ist. Vor Steuern rechnet die Gruppe mit einem sehr deutlichen Gewinn.


http://www.munichre.com/747/templates/fx/press_release_conte…

PRESSEMITTEILUNG VOM 28. AUGUST 2003

Weiterhin sehr erfreuliche Entwicklung im versicherungstechnischen Geschäft: Schaden-Kosten-Quote für das erste Halbjahr in der Rückversicherung auf 95,9 % gesunken, in der Erstversicherung auf 96,0 % / Garantiemittel gegenüber Vorquartal um 6 Mrd. € oder rund 50 % auf über 18 Mrd. € erhöht / Hervorragendes Vorsteuerergebnis von 737 Mio. € im zweiten Quartal 2003 nach / 40 Mio. € im ersten Quartal. Hohe steuerliche Vorsorge führt zu Halbjahresergebnis von –603 Mio. € / Dürreschäden in der Landwirtschaft belasten die Assekuranz kaum

Die Geschäftslage der Münchener Rück im Berichtszeitraum und seither ist durch drei zum Teil gegenläufige Entwicklungen gekennzeichnet:

Das versicherungstechnische Kerngeschäft der Gruppe hat sich weiter erheblich verbessert. Das gilt vor allem für die Bereiche Nichtleben (Rückversicherung) und Schaden/Unfall (Erstversicherung), wie die weiter gesunkenen Schaden-Kosten-Quoten belegen.
Die Aufräumarbeiten nach den weltweiten Börseneinbrüchen sind auch in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung weitgehend abgeschlossen. Die inzwischen wieder anziehenden Börsenkurse haben das Bilanz-Bild weiter kräftig aufgehellt und zusammen mit der erfolgreichen Bondplatzierung die Garantiemittel weiter erhöht.
Im Hinblick auf die kontroverse fiskalpolitische Diskussion hat die Münchener-Rück-Gruppe steuerlich vorgesorgt und das zweite Quartal zugunsten späterer Berichtszeiträume belastet.
Wegen der anhaltenden positiven Grundströmung im versicherungstechnischen Kerngeschäft ist die Münchener Rück insgesamt sehr zuversichtlich. Sie erwartet für das laufende Jahr bei normalem Geschäftsverlauf in Rück- und Erstversicherung eine Schaden-Kosten-Quote von unter 100 %. Die Münchener Rück wird sich auch bei den anstehenden Erneuerungen ihres Geschäfts strikt darauf konzentrieren, risikoadäquate Preise und Bedingungen zu erzielen. Das sei weiter das Gebot der Stunde, schreibt sie in ihrem Quartalsbericht.

Zu den Zahlen der Münchener-Rück-Gruppe am 30. Juni 2003:

Der Konzernumsatz erhöhte sich von 20,4 Mrd. € im ersten Halbjahr 2002 auf 20,8 Mrd. €. Trotz des Euroanstiegs blieb der Umsatz damit auf dem hohen Vorjahresniveau.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern liegt im ersten Halbjahr bei 777 Mio. € nach 3.486 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Wegen der derzeit unsicheren Rechtslage im Bezug auf die steuerliche Behandlung von Abschreibungen und Veräußerungsverlusten bei Aktienfonds und die Besteuerung der Lebens- und Krankenversicherer hat die Münchener Rück Vorsorge für eine daraus folgende mögliche Steuerbelastung getroffen. Diese Vorsorge prägt neben den Nachlaufbelastungen aus den Börseneinbrüchen der Vorquartale das Halbjahresergebnis von –603 Mio. €.

Der günstige Verlauf im versicherungstechnischen Geschäft und der Kursanstieg bei Aktien und Festverzinslichen haben die Kapitalausstattung kräftig verbessert: Das Eigenkapital ist auf 15,1 Mrd. € gestiegen, nach 12,5 Mrd. € im ersten Quartal. Darüber hinaus hat die erfolgreiche Platzierung der Nachranganleihen Mitte April mit 3,4 Mrd. € wesentlich zur Erhöhung der Garantiemittel auf 18,5 Mrd. € beigetragen. Damit haben die Garantiemittel im Vergleich zum ersten Quartal um 6 Mrd. €, im Vergleich zum Jahresende um 4,6 Mrd. € zugenommen.

Dr. Jörg Schneider, Vorstandsmitglied der Münchener Rück, bei der Präsentation der Halbjahreszahlen vor der Presse: „Die Nachlaufverluste aus der Börsenschwäche der letzten drei Jahre sind bei unseren Aktienbeständen weitgehend verdaut. Das Versicherungsgeschäft läuft sehr gut, die Garantiemittel haben sich um die Hälfte erhöht. Es geht kräftig aufwärts. Umso weniger überzeugend ist für uns die Herabstufung bei Standard & Poor’s.“

Rückversicherung: trotz schwerer Tornados hervorragende Schaden-Kosten-Quote

Nach einem von Naturkatastrophen weniger betroffenen ersten Quartal war das zweite Quartal von zahlreichen Wetterextremen geprägt: Zwei große Tornadoausbrüche und Hagelunwetter im April und Mai im Mittleren Westen der USA richteten versicherte Schäden von fast 5 Mrd. US$ an. Das Hagelunwetter in Texas Anfang April zählt dabei mit versicherten Schäden von über 1,1 Mrd. US$ zu den teuersten Hagelschlägen aller Zeiten. Die zum Teil verheerenden Waldbrände, die im Hitzesommer 2003 in Südwesteuropa und Nordamerika wüteten, haben bisher volkswirtschaftliche Schäden von mehreren Milliarden Euro verursacht. Für die Versicherer blieb die Belastung jedoch gering, da Wälder in der Regel nicht versichert sind. Ähnliches gilt auch in Europa für die Dürreschäden in der Landwirtschaft: Die geschätzten volkswirtschaftlichen Schäden von mehr als 10 Mrd. € sind kaum versichert, da Mindererträge aufgrund von Hitzewellen und Trockenheit in der Europäischen Union weitgehend noch nicht gedeckt sind.

Die substanzielle Qualitätsverbesserung des versicherungstechnischen Geschäfts zeigt sich trotz der Naturkatastrophen in einer mit 95,9 % sehr guten Schaden-Kosten-Quote des Nichtlebensbereichs im ersten Halbjahr (Q2: 94,9 %). Für das Gesamtjahr 2002 waren es noch 122,4 % und selbst bereinigt um die Reserveverstärkungen bei der American Re und für den World-Trade-Center-Schaden immerhin noch 106,5 %.

Bei den Erneuerungen der Rückversicherungsverträge zum 1. Januar, zum 1. April und auch zum 1. Juli 2003 konnten weitere deutliche Fortschritte bei Preisen und Bedingungen erreicht werden. Qualitätssteigerungen ergaben sich zum einen aus den beachtlichen Preiserhöhungen von insgesamt 7 % im Nichtlebensgeschäft der Münchener Rück. Zum anderen stärken verbesserte Bedingungen in den Rückversicherungsverträgen unmittelbar und nachhaltig die Profitabilität des Geschäfts; Beispiele sind die Ausschlüsse hoch exponierter Risiken, erhöhte Selbstbehalte, Schaden-, Ereignis- oder Jahreslimite sowie insbesondere Ausschlüsse und Begrenzungen der Haftungen bei terroristischen Anschlägen.

Durch Wechselkurseffekte, die sich im ersten Halbjahr mit 1,5 (0,1) Mrd. € auswirkten, verminderte sich der Umsatz in der Rückversicherung im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,8 % auf 12,9 (13,2) Mrd. €. Bei Kursparallelität wäre er um 9,5 % gestiegen. Im zweiten Quartal zeichneten die Rückversicherer der Gruppe Bruttobeiträge von 6,4 (6,2) Mrd. €.

Bei der größten Auslandstochter American Re zeigen sich die Erfolge der seit Anfang 2002 vorgenommenen tief greifenden organisatorischen und personellen Veränderungen immer klarer: Trotz hoher Sturmbelastungen liegt ihre Schaden-Kosten-Quote im ersten Halbjahr bei hervorragenden 95,4 %.

Das Ergebnis der Rückversicherer vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich im ersten Halbjahr auf 882 (4 282) Mio. €, im zweiten Quartal auf 531 (–1 186) Mio. €. Zum Gesamtergebnis der Gruppe nach Steuern trug die Rückversicherung im ersten Halbjahr 74 (4 902) Mio. € bei.

Erstversicherung: starkes Neugeschäft und weiter hervorragende Wachstumsaussichten

Im ersten Halbjahr 2003 erzielten die Erstversicherer der Gruppe – ERGO, Karlsruher und Europäische Reiseversicherung – eine Steigerung der Beitragseinnahmen um 6,7 % auf 8,9 (8,4) Mrd. €. Zu dieser dynamischen Entwicklung trugen alle Geschäftsfelder bei, in der Hauptsache aber die volumenstarke Lebensversicherung. Hier erhöhte sich das Beitragsaufkommen im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 6,3 % auf 3,7 (3,5) Mrd. €. Das inländische Neugeschäft entwickelte sich mit deutlich zweistelligen Zuwachsraten sehr erfreulich. Der kräftige Anstieg beweist, dass Versicherungsnehmer gerade in Zeiten unsicherer Kapitalmärkte die Solidität einer Lebensversicherung bei einer starken Unternehmensgruppe besonders schätzen.

Die Krankenversicherer der Gruppe erwirtschafteten in den ersten sechs Monaten Beitragseinnahmen von 2,3 (2,1) Mrd. €, ein Plus von 8,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zum einen kletterte die Zahl der Vollversicherten seit Jahresbeginn erstmals über die Marke von 1 Million. Die Zunahme im Berichtszeitraum ist zum anderen darauf zurückzuführen, dass im Inland die Beitragssätze branchenweit wegen der Kostensteigerungen im Gesundheitswesen erhöht wurden. In der aktuellen politischen Diskussion sieht die Münchener Rück ein faires Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung als einen entscheidenden Faktor für eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung.

In der Schaden- und Unfallversicherung verzeichneten die Erstversicherer von Januar bis Juni Bruttobeiträge von 2,9 (2,8) Mrd. €, das sind 6,2 % mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Im inländischen Neugeschäft wurden kräftige zweistellige Zuwachsraten erreicht, insbesondere in den ertragsstarken Privatkundensparten. Eine konsequente Zeichnungspolitik bei Vertragsabschlüssen sowie Kostensenkungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass sich die Schaden-Kosten-Quote im ersten Halbjahr weiter sehr positiv entwickelt hat; sie liegt nun bei hervorragenden 96,0 % nach 101,8 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Das Ergebnis der Erstversicherer vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich im ersten Halbjahr auf 67 (115) Mio. €, im zweiten Quartal auf 310 (6) Mio. €. Der positive versicherungstechnische Geschäftsverlauf wurde vor allem bei den Lebens- und Krankenversicherern getrübt von den Spätfolgen des Kursverfalls in den Vorquartalen: Abschreibungen und Veräußerungsverluste aus Wertpapieren belasteten mit 2 115 Mio. €. Da auch die Abschreibungen auf Aktien in Fonds – nach einer von der Versicherungswirtschaft bestrittenen Auffassung – steuerlich nicht abzugsfähig sein sollen und die beabsichtigte Neuregelung der Besteuerung von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen noch aussteht, wuchs der Steueraufwand wegen entsprechender Vorsorge auf 661 Mio. € an. Daher tragen die Erstversicherer zum Konzernergebnis des Berichtszeitraums nach Steuern –665 Mio. € bei.

Kapitalanlagen: unrealisierte Gewinne übersteigen unrealisierte Verluste deutlich

Nach den in den Vorquartalen erlittenen Kurseinbußen stiegen im zweiten Quartal die Kurse der Aktien und festverzinslichen Wertpapiere kräftig an. Bei einer Reihe von Aktien, bei denen eine Rückkehr zu den ursprünglichen Anschaffungskursen mittelfristig nicht zu erwarten war, wurden Wertberichtigungen von 387 (1 398) Mio. € vorgenommen. Im ersten Halbjahr 2003 ergaben sich damit insgesamt Wertberichtigungen auf solche Wertpapiere in einem Umfang von 1 267 (1 521) Mio. €.

Wegen des günstigeren Marktumfelds und der rigorosen Abschreibungen auf Aktienbestände übertrafen zum 30. Juni die unrealisierten Gewinne auf die Position „jederzeit veräußerbare Wertpapiere“ die darin noch verbliebenen unrealisierten Verluste um mehr als 5,7 Mrd. € – gegenüber 1,0 Mrd. € zum 31. Dezember 2002. Selbst wenn die Aktienkurse nicht weiter nach oben gehen sollten, ist das Potenzial für weitere Abschreibungen daher begrenzt.

Zum 30. Juni 2003 kletterten die Kapitalanlagen der Münchener-Rück-Gruppe auf 163,1 Mrd. €, gegenüber 156,3 Mrd. € zum Jahresende 2002. Das Kapitalanlageergebnis für das erste Halbjahr 2003 von 1,9 Mrd. € ist wesentlich gekennzeichnet von den Nachlaufverlusten aus der Börsenbaisse der vorangegangenen Quartale.

Ausblick auf 2003: weiter guter Verlauf des Versicherungsgeschäfts erwartet

Insgesamt erwartet die Münchener Rück für das Geschäftsjahr 2003 trotz der dämpfenden Währungseinflüsse einen gegenüber dem Vorjahr vergleichbaren Umsatz der Gruppe von rund 40 Mrd. €. Ausgehend von den jüngsten erfolgreichen Erneuerungen und den Verbesserungen bei der fakultativen Rückversicherung sollte die Schaden-Kosten-Quote bei normalem Großschadenanfall zum Jahresende spürbar unter 100 % liegen. Auch die Lebensrückversicherung entwickelt sich planmäßig und ertragreich.

In der Erstversicherung ist für 2003 mit einer kräftigen Beitragssteigerung um 5,6 % und einer weiteren Verbesserung der Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallversicherung zu rechnen. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sind eingeleitet und werden im laufenden Jahr die Kosten bereits um 100 Mio. € sinken lassen. Das Ergebnis in der Erstversicherung sollte sich verbessern, auch wenn es noch nicht ausgeglichen sein wird.

Die Verluste aus Wertpapieren, die zur Jahreswende 2002 bereits das Eigenkapital in der Bilanz verringert hatten, sind im ersten Halbjahr zum ganz überwiegenden Teil durch Abschreibungen und Abgangsverluste auch im Ergebnis verarbeitet; damit geht die Münchener Rück selbst bei seitwärts laufenden Aktienmärkten im zweiten Halbjahr nur noch von deutlich geringeren Belastungen als in den Vorquartalen aus.

http://www.munichre.com/747/templates/fx/press_release_conte…

Mit Effizienz der Kapitaklmärkte hat es sich nicht so :laugh:

Glück auf
Ich bin etwas bequem,, hat mal jemand errechnet,
was das für die Ergebnisse von 03 ausmacht,
gibt doch noch erstattungen aus Vorjahren, oder?

KD:)
Sorry, aber ich hab jetzt nicht die Zeit mir den ganzen Artikel durchzulesen. Könnte mir mal einer eijne kurze Zusammenfassung geben?
Die Antwort auf die Frage in #2 und #3 hatte ich auch erhofft:laugh: Wir wissen Vor Steuern rechnet die Gruppe mit einem sehr deutlichen Gewinn. und versaubeutelt hat dies entscheidend die Besteuerungsannahme:laugh: welche nun real gänzlich anders sein wird:look: Kompliziert wird es weiter durch das Wahlrecht für die Jahre 2001 und 2002:rolleyes:

Auch wenn es sich wegen der stabilisierenden Wirkung auf die gesamte Versicherungsbranche und damit auf einen Eckpfeiler in diesem Wirtschaftsraum geht:eek: die veröffentlichte Meinung traut sich an das Thema bis auf die SZ nicht ran. Die letztlich sich ergebende Zahl muß also die MüRü schon selbst erarbeiten und veröffentlichen:laugh: auch wenn es der herrschenden Managermentalität von Vorteilsnahme und bewahrter Ruhe verquer läuft. MüRü hat durch die Steueränderung nicht nur einen akut höheren Gewinn und ein noch höheres Eigenkapital, die Steueränderung beendet auch die flippige Handelsaktivität mit Aktien in den Kapitalanlagen und stabilisiert den gesamten Kapitalmarkt.

Das ist die umgekehrte Entscheidung zum zentralen Auslösemoment international einmaliger Indexschwäche im deutschen Aktienmarkt, die wurde nach einigen Tagen falsch und bis heute noch nicht richtig begriffen. Vor uns liegt eine Phase des konstruktiven Aufbaus in Kursen, hier wurde das Fundament gerade frisch geliefert und der weitere Kursbau braucht seine Zeit.

Glück auf
#4
Schau dir mal die Hannover Rück an!
Bessere Zahlen und der Langfristchart spricht auch ne eindeutige Sprache!!!!:D
@friseuse
Was du schreibst hatte ich letzte Woche auch schon in einigen Threads veröffentlicht. Ich denke die MüRe hat noch ein riesen Potential, da diese neue Steuerregelung noch nicht eingepreist ist.

Ich hatte letzte Woche mit der IR Abteilung von MüRe und Allianz telefoniert. Allianz sieht eher ein geringes Potential, da sie davon ausgehen, dass man nicht nur für eines der Jahre 2001 - 2003 optieren kann, sondern dann nur für die gesammte Periode. Sie hätten in 2002 schon viel bereinigt. Ist meines Erachtens im Gesetzestext auch nicht eindeutig geschrieben.

Bei der MüRe rechnet man angeblich noch und es wird in den nächsten Tagen dazu eine Meldung geben. Sie können aber noch nicht abschätzen wann dies sein wird.

Habe mich auf jeden Fall schon mit Calls auf 03/04 eingedeckt.
Habe schon im Sommer 2003 gecshrieben, daß die Kurse am 21.12.2004 !!! bei 180 € für Allianz und Münchner Rück liegen werden.
Abwarten und freuen.
Gewinne den Geduldigen!
Dieser Kaufkandidat schafft es immer, sich geradeso über dem Stop zu halten. Momentan liegt dieser bei 90 Euro. Sollte die Aktie nun, u.A. auch von der Allianz gezogen wieder nach oben drehen, so liegt das erste Kursziel bei 120 Euro.



von
http://www.gernotdaum.de/Dax/z843002.htm
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