Abgasskandal VW EA189: Der Skandalmotor von Volkswagen

16.03.2020, 15:53  |  1395   |   |   

EA189: Der Motor des Volkswagenkonzerns steht symbolisch für den Abgasskandal – und das, obwohl mittlerweile noch weitere Motorentypen und Autohersteller in den Dieselskandal verstrickt sind. Mit dem EA189 begann die Krise um Dieselfahrzeuge, die doch nicht so sauber sind, wie vom Hersteller angegeben. Die Geschichte des Skandalmotors.

Im Herbst 2015 wurde öffentlich, dass Volkswagen eine betrügerische Software auf Motoren seiner Dieselfahrzeuge aufgespielt hat, die eine umfassende Abgasreinigung im Straßenbetrieb verhindert. Das bedeutet, dass die betroffenen Autos weit mehr Schadstoffe ausstoßen als in den Werbeprospekten angegeben – und weit mehr als gesetzlich zulässig. Zunächst wurde bekannt, dass diese Software im Motor VW EA189 wirkt, wobei die Abkürzung EA VW-intern für Entwicklungsauftrag steht. Der VW EA189 kann also als Auslöser des Abgasskandals bezeichnet werden – und steht noch heute sinnbildlich für den Betrug an den Dieselfahrern.

Fahrzeuge zahlreicher Marken mit EA189-Motor ausgestattet

Volkswagen hat diesen TDI-Dieselmotor 2008 in Serie eingeführt und bis 2015 in zahlreichen Fahrzeugen eingesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass der Motor mit der Schummelsoftware in rund zehn Millionen Autos des gesamten VW-Konzerns verbaut wurde. Das bedeutet: Zahlreiche Modelle verschiedener Hersteller wurden mit dem EA189 ausgestattet und sind somit automatisch vom Abgasskandal betroffen, da diverse Marken als Tochterunternehmen zur Volkswagen AG gehören. In die Dieselfahrzeuge folgender Marken wurde der Motor EA189 nachweislich eingebaut:

Kosteneinsparung als Grund für Schummelsoftware im EA189

Doch warum hat die Volkswagen AG mit dem EA189 überhaupt einen Motor entwickelt, der die Abgasreinigung unzulässig drosselt? Als Alternative zu umweltfreundlichen Hybridmodellen, die 2007 immer beliebter wurden, wollte der VW-Konzern einen „clean diesel“ entwickeln. Die Arbeit am sauberen EA189 erwies sich jedoch als langwieriger als von Volkswagen angenommen. Die Ingenieure gerieten unter Zeitdruck und mussten eine schnelle Lösung finden, die den Schadstoffausstoß reduziert.

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