„Die Krise eröffnet insbesondere dem Railgeschäft zusätzlich Chancen“ – Interview mit Jürgen Bauer, Aves One AG

Nachrichtenquelle: Anleihen Finder
24.06.2020, 10:25  |  128   |   |   


Das Rail-Unternehmen Aves One AG hat zum 01.06.2020 eine neue Unternehmensanleihe (ISIN DE000A289R74) mit einem Volumen von bis zu 30 Mio. Euro aufgelegt. Der neue Aves One-Bond 2020/25 ist mit einem jährlichen Zinskupon von 5,25% ausgestattet und hat eine fünfjährige Laufzeit. Die Anleihen Finder Redaktion hat mit Konzern-Vorstand Jürgen Bauer über die Anleihe-Emission und die aktuelle Entwicklung des Unternehmens gesprochen.

Anleihen Finder: Sehr geehrter Herr Bauer, die Aves Gruppe begibt sich erneut auf den Bondmarkt. Warum ist diese Art von Fremdkapital derzeit für die Aves Gruppe besonders geeignet?

Jürgen Bauer

Jürgen Bauer: Die Anleihe ist ein etabliertes und funktionierendes Anlageinstrument, das von vielen Investoren nachgefragt wird. Für die Aves Gruppe sind Schuldverschreibungen ein Baustein in der breit aufgestellten Konzernfinanzierung.

Anleihen Finder: Im vergangenen Jahr wurden bereits Anleihen über zwei Tochtergesellschaften emittiert. Nun tritt die börsennotierte Muttergesellschaft Aves One AG  erstmals als Anleihe-Emittentin auf. Weshalb haben Sie sich für diesen Schritt entschieden und wofür sollen die Anleiheerlöse konkret verwendet werden?

Jürgen Bauer: Wir haben bereits längere Zeit geplant, eine Anleihe auf Ebene der Konzern-Muttergesellschaft aufzulegen. Der Emissionserlös wird zur Finanzierung des Geschäftsmodells des Aves-Konzerns eingesetzt. Aves One ist ein stark wachsender Bestandshalter von werthaltigen Logistik-Assets, wobei das Portfolio zu rund 70% aus Güterwaggons besteht.

Anleihen Finder: Die Aves Gruppe kommt nach eigenen Angaben bislang recht gut durch die Corona-Krise. Der Schienengüterverkehr wird von manchem Experten auch als „systemrelevant“ eingestuft. Wie sieht denn die aktuelle Auftragslage aus?

„Unser Fokus auf das Railgeschäft bewährt sich“

Jürgen Bauer: Aktuell sind die Auswirkungen durch die COVID-19-Pandemie bei Aves überschaubar. Unser Fokus auf das Railgeschäft bewährt sich hier.

Anleihen Finder: Mit welchen Einbußen rechnen Sie dennoch speziell im vom Shutdown betroffenen zweiten Quartal des Jahres? Welche Bereiche im Konzern trifft es da besonders?

Jürgen Bauer: Es kann schon sein, dass einzelne Bereiche mehr betroffen sind als andere. Unser gut diversifiziertes Portfolio deckt aber mehrere Bereiche und somit auch Branchen ab. Auswirkungen in den letzten Wochen gab es bei der Auslieferung von Neubauwaggons. Dies begründet vor allem durch den Shutdown bei einigen Herstellern, der bis in den April hinein ging. Aktuell werden Waggons wieder zeitgerecht ausgeliefert. Wir hoffen, dass dies auch im restlichen Jahr so bleibt.

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