Wasserstoff-Technologie Viel Potential in der Zukunft

Gastautor: Uwe Eilers
05.07.2020, 10:14  |  797   |   |   

n der Diskussion um die Reduzierung des CO2-Aussstosses stand lange Zeit der Automobilsektor im Vordergrund, obwohl auch andere Industriezweige wie zum Beispiel die Stahlindustrie einen hohen Verbrauch haben. Wer daher überwiegend deutsche Medien zur Verfolgung der Energiepolitik benutzt, dem entgeht, mit welcher Stärke andere Länder die Wasserstofftechnik vorantreiben.

Allerdings darf nicht übersehen werden, dass auch in Deutschland das Thema jetzt im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie mit mehr Nachdruck angegangen wird, auch wenn es bedenklich stimmt, dass es hierzu erst der Wirtschaftskrise durch das Coronavirus bedurfte. Die Zielsetzung der Strategie geht jedoch in die richtige Richtung: „Wir setzen auf eine Forschungsförderung bei Schlüsseltechnologien und neuen Ansätzen entlang der gesamten Wasserstoffkette: Von der Erzeugung über Speicherung, Transport und Verteilung bis hin zur Anwendung“, heißt es in dem Strategiepapier.

Die Förderung der Produktionsmöglichkeiten und Stärkung der Wertschöpfungskette der Wasserstofftechnologie kann allein durch Fördermaßnahmen jedoch nur begrenzt gestärkt werden. Es ist daher zusätzlich zu diesen Maßnahmen ebenfalls eine Stärkung der Marktaktivierung notwendig. Dies kann zum Beispiel durch den stärkeren Einsatz von kommunalen Verkehrsträgern (Dieseltriebwagen, Fuhrpark, Busse) durch klimafreundliche Technologien geschehen.

Das größte Potential ergibt sich jedoch neben dem Verkehrssektor in den energieintensiven Branchen der Chemie und Stahlerzeugung. Diese Branchen stehen vor einer besonders großen Herausforderung, da sie zur Erfüllung der Klimaschutzauflagen kontinuierlich ihre Effizienz steigern müssen.

Hier setzt auch die Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung an: Als Anreiz für Projekte zur Erzeugung von Wasserstoff garantiert die Bundesregierung die Zusatzkosten für klimafreundlich produzierten Wasserstoff zu übernehmen, denn klimaneutral produzierter Stahl wäre auf den Weltmärkten nicht wettbewerbsfähig. Neben Skaleneffekten bedarf es zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit noch erheblicher Forschungsanstrengungen, um bei Leistungsdichte, Effizienz und Lebensdauer bessere Ergebnisse zu erzielen. Das Regierungsprogramm erweckt streckenweise den Eindruck, als ob es vor allem den Interessen der Unternehmen zur Erreichung ihrer Klimaschutzziele gerecht werden soll und nicht dem Aufbau einer kohärenten Wasserstoff-Industrie dient, die die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt (auch wenn dieses Ziel im Papier der Regierung explizit genannt wird).

Was zeichnet nun die Bedeutung von Wasserstoff in der Energiewirtschaft besonders aus? Wasserstoff eignet sich für eine Reihe unterschiedlicher Anwendungen. An erster Stelle steht die Stromerzeugung, da bei Verwendung von grünem Wasserstoff keinerlei Umweltbelastung entsteht. Die Nutzung von Wasserstoff geht jedoch weit über die Stromerzeugung hinaus, da Wasserstoff auch als Medium für die Speicherung und den Transport genutzt werden kann.

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