ROUNDUP 2 Hembla-Zukauf gibt Vonovia weiter Auftrieb - Aktie auf Rekordhoch

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.08.2020, 14:12  |  175   |   |   

(neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz, Aktienkurs, Analystenstimmen)

BOCHUM (dpa-AFX) - Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia hat dank milliardenschwerer Zukäufe im Ausland und höherer Mieteinnahmen im ersten Halbjahr 2020 deutlich mehr verdient. Zudem profitierte der Dax-Konzern von seinem Wohnungsbestand, von Neubauten und Dachaufstockungen, aber auch von seinen Dienstleistungen rund um die Gebäude. Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte Vonovia.

Am Aktienmarkt sorgte die Halbjahresbilanz für eine regelrechte Euphorie. Die Vonovia-Aktie sprang am Mittag erstmals in ihrer Geschichte über die 57-Euro-Marke und legte zuletzt um 3,7 Prozent auf 58,46 Euro zu. Jürgen Graf von der LBBW sprach von einem "sehr guten Halbjahresergebnis". Das solide erste Halbjahr gibt laut Thomas Rothäusler vom Analysehaus Jefferies dem Ausblick des Immobilienkonzerns mehr Sicherheit. Analyst Kai Klose von der Privatbank Berenberg hob die höheren Bewertungen für Wohnraum sowie die gesunkene Fremdverschuldung hervor.

"Unser Geschäft ist stabil. Es gibt kein Drama", sagte Unternehmenschef Rolf Buch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen am Mittwoch. Die Zahlen seien - aufgrund ihrer Stabilität - "langweiliger" als bei anderen Unternehmen. Bislang hätten sich nur ein Prozent der rund 350 000 Mieter in Deutschland mit der Bitte um Mietstundung bei Vonovia gemeldet. "Und es werden immer weniger Mieterinnen und Mieter, die uns aus diesem Grund kontaktieren", sagte Buch. Mit Mietern in finanziellen Nöten entwickelt Vonovia individuelle Lösungen wie etwa langlaufende Ratenzahlungen.

Allerdings bremsten auch im zweiten Quartal erhöhte Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie die Baumaßnahmen leicht. Die Projekte im Neubau und bei Modernisierungen würden jetzt wieder Fahrt aufnehmen, sagte Buch. In den ersten sechs Monaten stellte Vonovia 617 Wohnungen fertig. Für das Gesamtjahr plant die Immobiliengesellschaft laut Buch weiterhin die Fertigstellung von mehr als 1600 Wohnungen.

Für das Gesamtjahr zeigte sich der Konzernlenker weiterhin optimistisch, den operativen Gewinn (FFO) auf rund 1,275 bis 1,325 Milliarden Euro zu steigern. Das wäre ein Plus von bis zu 9 Prozent zum Vorjahr.

In den ersten sechs Monaten stieg das operative Ergebnis (FFO) im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 676,3 Millionen Euro. Dazu habe vor allem der Kauf des Stockholmer Wohnimmobilienkonzerns Hembla beigetragen, aber auch der Neubau von Wohnungen sowie Modernisierungen. Der Wert des Immobilienportfolios stieg um 2,3 Milliarden Euro. Aufwertungen habe es fast überall gegeben, mit Ausnahme von Berlin wegen des Mietendeckels, sagte Buch.

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