DGAP-Adhoc Bayer Aktiengesellschaft: Bayer beschleunigt Transformation, um dem herausfordernden Marktumfeld gerecht zu werden und zusätzliche Wachstumsinvestitionen zu ermöglichen (deutsch) - Seite 2

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
30.09.2020, 19:10  |  1555   |   |   

Die direkten und indirekten Auswirkungen der Pandemie auf das Crop-Science-Geschäft werden tiefgreifender sein als zunächst erwartet. Für die Agrarbranche, in der Bayer führend ist, haben sich die Wachstumserwartungen reduziert. Das liegt an niedrigen Preisen bei wichtigen Nutzpflanzen, intensivem Wettbewerb bei Soja und einem geringeren Biokraftstoffverbrauch. Verstärkt wird dies durch zum Teil massive negative Währungseffekte wie beispielsweise beim brasilianischen Real. Diese Situation wird sich voraussichtlich in nächster Zeit nicht ändern. Vor diesem Hintergrund geht Bayer von einer nicht zahlungswirksamen Sonderabschreibung auf Vermögenswerte des Agrargeschäfts im mittleren bis oberen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich aus.

Das Pharmaceuticals-Geschäft wird voraussichtlich im Jahr 2021 wieder wachsen. Um das mittel- und längerfristige Wachstumspotenzial dieses Geschäfts zu stärken, sind weitere Zuwächse bei Investitionen geplant. So soll die Produkt-Pipeline gestärkt werden - durch die nächste Generation von Innovationsplattformen mit neuen Wirkmechanismen sowie durch Einlizenzierungen und ergänzende Zukäufe.

Das Consumer-Health-Geschäft wiederum hat sich stark entwickelt und soll in den kommenden Jahren schneller wachsen als vergleichbare Wettbewerber. Die Division wird ihr organisches Wachstum in den kommenden Jahren durch kleinere Zukäufe ergänzen sowie durch Gelegenheiten für Einlizenzierungen in attraktiven Kategorien.

Von den zusätzlichen Einsparungen werden alle Bayer-Divisionen profitieren. Bayer plant zudem, sein Working Capital und die Investitionen in Sachanlagen weiter zu optimieren. Ebenso prüft das Unternehmen die Möglichkeit, sich von nicht-strategischen Geschäften oder Marken unterhalb der Divisionsebene zu trennen. Der Vorstand von Bayer beabsichtigt außerdem, seine Dividendenpolitik beizubehalten, nach der jedes Jahr 30 bis 40 Prozent des bereinigten Ergebnisses je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Ausschüttungen werden in den kommenden Jahren am unteren Ende dieses Korridors erwartet und nicht am oberen Ende wie in den vergangenen Jahren.

Die zusätzlichen operativen Einsparmaßnahmen, die auch zu einen möglichen weiteren Arbeitsplatzabbau führen könnten, werden derzeit im Detail erarbeitet und befinden sich noch in einem frühen Stadium. Sie werden mit den jeweiligen Gremien im Unternehmen - einschließlich den Arbeitnehmervertretern - erörtert und bekannt gegeben, sobald sie finalisiert sind. Bayer wird die geplanten Maßnahmen fair und verantwortungsvoll umsetzen.

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