Börse Stuttgart-News Aktien weekly

Gastautor: Börse Stuttgart
23.10.2020, 11:03  |  180   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Aktien-Marktbericht der Börse Stuttgart

Direkt vom Parkett: Diese Aktien stehen diese Woche im Fokus

Deutschland
Der deutsche Leitindex musste über die vergangene Handelswoche herbe Verluste einstecken. Während für den DAX in der letzten Woche noch die Marke von 13.000 Punkten in greifbarer Nähe schien, notiert er am Ende dieser Handelswoche bei rund 12.500 Punkten; gut 3% im Minus. Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland und Europa geben die Stuttgarter Anleger in dieser Woche deutlich mehr Verkaufsorders auf. In der letzten Woche rege gehandelt wurden erneut die Papiere des Leverkusener Pharma- & Chemie-Konzerns Bayer. Die Anleger in Stuttgart platzierten jedoch überwiegend Verkaufsorders und bestätigten damit den anhaltenden Abwärtstrend der Aktie. Zu den Rechtsstreitigkeiten um den Unkraut-Vernichter Glyphosat in den USA gesellt sich nun auch noch ein Verfahren in Frankreich um ein Herbizid namens Lasso. Bayer-Papiere verbilligten sich alleine im letzten halben Jahr um über 35%. Auch für den Versicherungs-Konzern aus der Bayerischen Landeshauptstadt geht eine turbulente Handelswoche zu Ende. Das Unternehmen sieht sich mit mehreren Schadensersatz-Forderungen konfrontiert. So klagten Gastronomen, die im Zuge des Corona-Lockdowns Ihre Gaststätten schließen mussten. Diese Unsicherheit gefällt den Stuttgarter Anlegern nicht: Die Allianz-Aktie verliert auf Wochensicht 2%.

Amerika
Durchwachsene Woche wegen Stimulus-Deal: Weil Nancy Pelosis Deadline für eine Einigung über Corona-Hilfen einfach auslief, ging es für die Nasdaq um 300 Punkte nach unten. Auch der S&P 500 gab daraufhin seinen Zählerstand von rund 3.490 Punkten von Montag ab und notiert aktuell bei 3.453 Punkten. Positive Impulse hingegen gab es bei den Quartalsberichten amerikanischer Aktienwerte. So konnte Tesla auch in diesem Quartal schwarze Zahlen schreiben. Optimistisch gestimmt, hält der Elektroautobauer an dem Ziel fest, bis Jahresende 500.000 Fahrzeuge auszuliefern. Das wirkte sich nach dem zu Wochenbeginn anhaltenden Kursdrucks aufgrund des Stimulus Deals am Donnerstag sehr gut aus. Auch bei Coca-Cola konnten sich die Zahlen sehen lassen. Das Unternehmen hatte aufgrund der Corona-Krise und den damit einhergehenden Schließungen von Restaurants und Theatern starke Einbußen im Umsatz zu verkraften. Die Wiedereröffnungen wirkten sich positiv in den Zahlen des dritten Quartals aus.

Asien
Mit einem leichten Plus geht die Börse in Tokyo mit 23.555 Punkten aus dieser Berichtswoche. SoftBank kletterte am Montag auf den höchsten Stand seit 20 Jahren, was Marktteilnehmer nutzten, um Gewinne mitzunehmen. Trotzdem schloss die Aktie noch mit einem kleinen Wochenplus. Der Hintergrund: Firmengründer und Hauptaktionär Masayoshi Son hat seine aggressive Geschäftspolitik von Firmenübernahmen auf Kreditbasis eingestellt und ändert diese momentan grundlegend. Er veräußert große Teile der Beteiligungen an andere Unternehmen. Mit diesen Einnahmen fährt er seine doch sehr große Verschuldungsquote zurück. Zusätzlich startete SoftBank ein außergewöhnlich großes Aktienrückkauf-Programm. Einer der weltgrößten Zulieferer von Halbleitern für die Unterhaltungselektronik veröffentlichte einen Gewinn für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres. Dieser fielt fast doppelt so hoch aus wie erwartet. Ein Kursplus von gut 5 % war die Belohnung. Bislang bekannt als Hersteller von Spezialfahrzeugen und Dieselmotoren für die Industrie und Schifffahrt verkündete das Unternehmen ein Joint Venture mit BYD zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Die Folge war ein Anstieg von gut 5,5 %.

Europa
Das französische Unternehmen öffnet seine Bücher: Wie alle anderen Luxuskonzerne hatte auch Hermes mit dem Shutdown und einem Rückgang der Verkäufe um 42 % im Frühjahr zu kämpfen. Allerdings gelang Hermes in den ersten neun Monaten des Jahres ein Wachstum seines Onlinehandels in fast allen Regionen um 100 %. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Online-Vertrieb inzwischen das Filialgeschäft überholt hat. Aktuell notiert die Aktie bei rund 819 Euro. Das ist ein Plus von über 5,5% im Vergleich zur Vorwoche.

Disclaimer:
Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH, www.boerse-stuttgart.de

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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