ROUNDUP 3 Erholung im Klinikgeschäft stützt Fresenius

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
29.10.2020, 15:55  |  262   |   |   

(neu: Aussagen aus der Analystenkonferenz, Analystenstimme, Aktienkurse aktualisiert)

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Krankenhaus- und Medizinkonzern Fresenius und seine Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) manövrieren weiterhin ohne größere Blessuren durch die Corona-Krise. Dank einer Erholung seiner Klinikgesellschaft Helios und einem Ergebnissprung beim Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) konnte Konzernchef Stephan Sturm überraschend gute Zahlen für das dritte Quartal vermelden. "Fresenius ist stabil und widerstandsfähig", betonte der Manager am Donnerstag in Bad Homburg.

An der Börse rutschten die Papiere nach morgendlichen Gewinnen gleichwohl bis zum Nachmittag ins Minus. Fresenius verloren zuletzt rund 1,7 Prozent, FMC gaben um rund 2,3 Prozent nach. Analysten verwiesen dagegen nahezu unisono auf das überraschend gute Abschneiden beider Unternehmen im dritten Quartal. Die Fresenius-Zahlen belegen nach Einschätzung von Warburg-Analyst Ulrich Huwald, dass die Sorgen des Marktes übertrieben seien. Die Aktien des Gesundheitskonzerns seien in jeder Hinsicht unterbewertet, so der Experte. Die Fresenius-Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als ein Drittel an Wert eingebüßt und gehört damit zu den schwächsten Dax-Mitgliedern.

Fresenius hatte im Sommer wegen der Corona-Krise seine Prognosen kürzen müssen, was auch dem Aktienkurs nicht gut tat. Der Konzern bestätige diese nun zwar - allerdings mit einem "konservativeren Unterton", wie Sturm betonte. So seien in den Zielen keine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor "ohne angemessene Kompensation" berücksichtigt.

Der Konzernchef unterstrich während einer Analystenkonferenz jedoch seine Überzeugung, dass Fresenius bereits mit dem zweiten Quartal den Tiefpunkt des Jahres hinter sich gelassen habe. Zwar dürfte die Corona-Krise auch das Schlussquartal belasten, der Dax-Konzern sei aber gut auf die Herausforderungen vorbereitet, "vor die uns die Pandemie auch in den nächsten Monaten stellen wird".

Im abgelaufenen Jahresviertel hatte das Unternehmen seine Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro gesteigert, negative Währungseffekte bremsten jedoch. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs 5 Prozent. Der bereinigte Konzerngewinn lag mit 427 Millionen Euro zwar um 4 Prozent unter dem Vorjahr, Analysten hatten aber einen noch stärkeren Rückgang befürchtet.

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