NEMETSCHEK IM FOKUS Bleibt Corona für den Bausoftwarespezialisten glimpflich?

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.01.2021, 08:35  |  336   |   |   

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Bausoftware-Konzern Nemetschek kann seit Jahren auf den Bauboom und die zunehmende Digitalisierung in der Branche setzen. Zudem haben die im MDax notierten Münchener das Geschäft stetig mit Übernahmen ausgebaut. Auch in der Corona-Krise kam Nemetschek bisher nicht vom Kurs ab, auch wenn der rasante Aktienkursanstieg der letzten Jahre etwas ins Stocken geriet. Was das Unternehmen umtreibt, was Analysten sagen und wie die Aktie sich macht:

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Der seit Anfang 2020 amtierende Firmenchef Axel Kaufmann agierte in der Corona-Krise vorsichtig: Trotz ordentlicher Zahlen verwies er auf die Risiken, die dem Softwareanbieter drohen. Denn große Infrastrukturprojekte könnten unter den von der Corona-Pandemie angespannten öffentlichen Budgets künftig genauso leiden wie private Bauvorhaben infolge einer allgemeinen Investitionszurückhaltung. Doch die Geschäfte liefen insgesamt besser als gedacht, nach dem dritten Quartal hob Nemetschek sogar noch die Jahresprognose an.

Dabei kommt dem Unternehmen zugute, dass es mittlerweile stark auf Softwareserviceverträge setzt, wie es in der Digitalbranche zum Standard geworden ist. Ein größerer Teil des Umsatzes hängt also nicht mehr von aktiven Kaufentscheidungen der Kunden für teils teure Lizenzen ab, sondern von laufenden Softwareabonnements. Diese werden in aller Regel kaum gekündigt, weil sonst auch die Nutzung der Programme wegfällt - in den meisten Firmen der Branche ist Planungs- und Designsoftware aber unverzichtbar. Im dritten Quartal konnte Nemetschek sogar auch im Bereich der Lizenzverkäufe überraschen.

Gegen Jahresende zeigte sich Kaufmann denn auch vorsichtig optimistisch für das kommende Jahr. "Wir schließen nicht aus, dass es Nachschwappeffekte geben wird, aber ausgehend von einem hohen Niveau", sagte er Mitte Dezember der "Börsen-Zeitung". "Deshalb sind wir generell optimistisch für 2021." Für das abgelaufene Jahr 2020 steht in der Planung ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich, die operative Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dürfte mit 28 bis 29 Prozent ebenfalls besser ausfallen als ursprünglich einkalkuliert.

Zukäufe sind weiter ein Thema. "Wir sind in eine Größenordnung hineingewachsen, in der wir große und mittelgroße Zukäufe stemmen können", sagte Kaufmann im Herbst "Euro am Sonntag". Das Unternehmen sehe sich Firmen in Amerika und Europa an. Der Umsatz des Konzerns soll auch dank Übernahmen von zuletzt 557 Millionen Euro (2019) "in einigen Jahren der Schwelle von einer Milliarde Euro nahe kommen". Aus eigener Kraft könne man jährlich um neun bis zehn Prozent zulegen, sagte er weiter.


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