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ROUNDUP Vorsichtiges Öffnen geplant - Bereits mehr als 70 000 Covid-Tote

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
28.02.2021, 17:29  |  136   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Wenige Tage vor den neuen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie wird der Ruf nach mehr Freiheiten lauter. Gleichzeitig mehren sich eindringliche Warnungen vor einer mit Wucht durch Deutschland rollenden dritten Infektionswelle mit der gefährlicheren Virusvariante. Die Zahl der gemeldeten Gestorbenen an und mit Covid-19 stieg am Sonntag auf über 70 000.

Bereits am Samstag kletterte die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner um 1,2 auf 63,8. Am Sonntag verharrte diese Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) dort. Die Inzidenz war infolge des Lockdowns bis Mitte Februar gesunken und dann mit leichtem Auf und Ab gestiegen. Auch der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert stieg laut RKI-Angaben vom Samstag erneut um 0,03 Punkte auf 1,11. 100 Infizierte geben das Virus also rechnerisch an 111 weitere Menschen weiter.

Verantwortlich für die wachsenden Zahlen machen die Wissenschaftler die ansteckendere und wohl auch tödlichere Mutation B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien etwa London lahmgelegt hatte. Ihr Anteil an den Infektionen war laut den führenden Laboren in Deutschland schon vorvergangene Woche auf 30 Prozent gestiegen und dürfte laut Wissenschaftlern absehbar das Geschehen dominieren. 157 neue Covid-19-Todesfälle kamen dazu - es sind nun 70 045 insgesamt.

Am 10. Februar hatten Bund und Länder den Winter-Lockdown bis 7. März verlängert - mit Ausnahme von Schulen, Kitas und Friseuren. Den nächsten Schritt sollte es eigentlich erst bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100 000 geben.

ÖFFNUNGSPLÄNE:

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kündigte an, ab Frühling könne es gängige Praxis werden, dass Gaststätten, Museen und Geschäften öffnen. Dafür sollen sie bei Kunden Schnelltests durchführen, wie sie "Bild am Sonntag" sagte. "Wir müssen den Menschen sagen, in welchen Schritten wir vorangehen wollen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) setzt auf schnelles Reagieren vor Ort. "Niemand hat etwas davon, wenn wir Geschäfte öffnen und kurz danach wieder schließen", sagte er im Deutschlandfunk. Nötig seien "sehr klare, präzise Festlegungen" von Bund und Ländern inklusive Teststrategie - "eine Lösung aus einem Guss".

Deutschland wird sich dabei nach Einschätzung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) an seiner Hauptstadt orientieren. "Grundlage wird ein Stufenplan sein, den wir in Berlin schon formuliert haben", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz der dpa. Der Berliner Plan sieht abgestufte Öffnungen vor, etwa für Sport für Kinder bis 12, für Restaurant-Terrassen, Geschäfte oder Theater. Müller sagte, zu dem Plan zählten Schritte auch bei wieder steigenden Infektionszahlen.


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