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Schwieriger Neustart für die Lufthansa nach Corona-Horrorjahr 2020

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
04.03.2021, 16:24  |  167   |   |   

(Es wurde ein neuer letzter Absatz hinzugefügt zur Anschaffung eines weiteren Frachtflugzeugs der Lufthansa Cargo)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem milliardenschweren Rekordverlust will die vom Staat gerettete Lufthansa 2021 durchstarten und Corona überwinden. "Wir sind fest entschlossen, diese einzigartige Krise als Chance für unser Unternehmen zu nutzen", sagte Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. Das Unternehmen werde nach der Krise beweglicher, digitaler und nachhaltiger sein. Notwendig seien Einsparungen beim Personal und in der Flotte.

Kurzfristig traut sich der MDax -Konzern aber keine konkrete Geschäftsprognose zu und hat seine Kapazitätsplanung gekappt. Im laufenden Jahr rechnet der Vorstand nach schwachem Jahresbeginn nur noch mit einem Flugangebot zwischen 40 bis 50 Prozent des Niveaus aus dem Vorkrisenjahr 2019. Bisher waren noch bis zu 60 Prozent für möglich gehalten worden, kurzfristig könne auch auf 70 Prozent erweitert werden.

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Der Einbruch in der Corona-Krise hat der Lufthansa für 2020 einen Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro eingebracht nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden ein Jahr zuvor. Der Umsatz brach um fast zwei Drittel auf 13,6 Milliarden Euro ein. Eine Dividende für die Aktionäre wird es erneut nicht geben. 2020 bot der Konzern nur noch ein Drittel der Flüge an und erreichte ein Viertel der vorherigen Passagierzahl. Einzige Ertragsperle war die Frachttochter Lufthansa Cargo, die einen Betriebsgewinn von 772 Millionen Euro beisteuerte. Auch für 2021 rechnet Spohr konzernweit mit einem operativen Verlust, der aber geringer als 2020 ausfallen werde.

Voraussetzung für eine Erholung des Luftverkehrs sind Fortschritte beim Impfen und Testen, die zur Aufhebung von Reisebeschränkungen führen. Spohr hielt sich auffallend mit Kritik am schleppenden Impfverlauf in Deutschland und der EU zurück und verlangte stattdessen ein einheitliches Vorgehen ohne nationale Alleingänge: "International anerkannte, digitale Impfnachweise und Testzertifikate müssen an die Stelle von Reiseverboten und Quarantäne treten." Der von der EU vorangetriebene elektronische Impfnachweis müsse auch Ergebnisse von Corona-Tests enthalten.


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