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ROUNDUP 2: Flatexdegiro kappt Prognose und Bafin sieht Mängel - Kurssturz
Foto: Arne Dedert - DPA

ROUNDUP 2 Flatexdegiro kappt Prognose und Bafin sieht Mängel - Kurssturz

(neu: aktualisierte Kursreaktion, Analystenkommentar)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schlechte Nachrichten vom Online-Broker Flatexdegiro : Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat die Gesellschaft einer Sonderprüfung unterzogen und dabei Mängel in der Organisation und der Unternehmensführung festgestellt, wie das Unternehmen überraschend am Samstagabend in Frankfurt mitteilte. Der Broker reagiert auf die Kritik und erweitert seinen Vorstand. Das Tagesgeschäft läuft derweil noch schlechter als zuletzt gedacht: So kappte der Vorstand seine bereits gedämpfte Prognose für das laufende Jahr. Auch die zuvor erwogene Dividende wird es wohl nicht geben. Für die Aktie des Sponsors der Fußball-Clubs Borussia Mönchengladbach und FC Sevilla ging es am Montag zeitweise um mehr als ein Drittel abwärts.

Ein Börsenhändler sprach von "desaströsen" Nachrichten. Die Analysten der Deutschen Bank rechnen nun damit, dass die durchschnittliche Markterwartung für das diesjährige Ergebnis je Aktie um 15 Prozent fallen könnte. Sie senkten ihr Kursziel auf neun Euro und bestätigten ihre "Hold"-Einstufung. Zuvor noch optimistische Häuser wie Exane BNP und Oddo BHF strichen ihre Kaufempfehlungen.

Der Kurs der im SDax notierten Aktie sackte zum Handelsstart um rund 38 Prozent auf 6,308 Euro ab und damit auf den tiefsten Stand seit Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020. Zuletzt belief sich das Minus auf knapp 28 Prozent, womit das Papier abgeschlagenes Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax blieb.

Seit dem Jahreswechsel hat Flatexdegiro fast zwei Drittel an Börsenwert eingebüßt. Die Marktkapitalisierung lag am Montag nur noch bei rund 800 Millionen Euro. Nach der Kursrally in der Corona-Krise war das Unternehmen zeitweise mit mehr als drei Milliarden Euro bewertet worden.

Lediglich diejenigen Anleger, die ihre Aktien vor der Pandemie gekauft haben, können sich derzeit noch über einen Wertzuwachs freuen. Als einer der größten Profiteure der Corona-Krise hatte die Flatexdegiro-Aktie von März 2020 bis Mitte 2021 auf fast 30 Euro zugelegt, bevor es Stück für Stück wieder bergab ging. Größter Anteilseigner ist nach wie vor der Unternehmer und Verleger Bernd Förtsch, der das Unternehmen 1999 gegründet hat und heute direkt und indirekt knapp 19 Prozent hält. Daneben halten noch frühere Degiro-Anteilseigner und das Management größere Aktienpakete.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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