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     2833  0 Kommentare Nach dem Karneval kommt die Fastenzeit: Auch am Aktienmarkt?

    Für Sie zusammengefasst
    • Aktienmarkt nach Karneval: Spaßbremse oder weiterhin Allzeithochs?
    • Zinssenkungsphantasie für Aktien trübt sich ein
    • Deutschland und China als Risikofaktoren für deutsche Aktien
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    Nach dem Karneval kommt die Fastenzeit: Auch am Aktienmarkt?

    Als Rheinländer macht sich in diesen Tagen meine karnevalistische DNA bemerkbar. Ich weiß natürlich, dass am Aschermittwoch alles vorbei ist. Gilt dies auch für die aktuelle quasi-karnevalistische Sause an den Börsen? Folgt also bald die Spaßbremse? Denn S&P 500, Nasdaq und der DAX konnten zuletzt neue Allzeithochs erreichen, obwohl wir doch in Krisenzeiten leben.

    Nur noch Zinssenkungsfrust?

    Wiederholt stabile Arbeitsmarktdaten aus Amerika zögern die Fleischwerdung der Zinssenkungsphantasie offensichtlich hinaus. Für Fed-Chef Jerome Powell ist eine erste Zinssenkung im März bereits vom Tisch. Und auch für die folgenden Sitzungstermine hält sich der Fed-Chef sehr zurück. Zinssenkungsphantasie für Aktien sieht anders aus, oder? Ist sie vielleicht nur eine Fata Morgana?

    Deutschland ist leider nicht nur der kranke Mann Europas, sondern der Industrieländer

    Betrachtet man Deutschland durch die Wirtschaftsbrille, sind blühende Landschaften nicht zu erkennen. Unter den G20-Ländern sind 2024 laut OECD die konjunkturellen Aussichten nur in Argentinien noch schlechter.

    Dabei ist das, was getan werden muss, keine Raketenwissenschaft. Die Herren Scholz, Habeck und Lindner brauchen sich nur an dem zu orientieren, was unsere Konkurrenten machen bzw. was Deutschland früher so erfolgreich machte. Dringend muss eine marktwirtschaftliche Runderneuerung her, die unsere Strukturdefizite mutig anpackt: Strenge Bürokratie-Diät, Planungs- und Energiesicherheit, vor allem aber den Menschen Beinfreiheit geben, sie machen lassen, statt ihnen noch mehr staatswirtschaftliche Fußfesseln anzulegen. Leider prallen diese Erkenntnisse (noch) an der Politik ab wie eine Sturmflut am norddeutschen Deich. So kann die MS Germania nicht wieder flott werden, geschweige denn mit den Schnellbooten der anderen mithalten.

    Hinzu kommt, dass China leider nicht mehr unser freier Mittagstisch ist. Im Land des Lächelns ist Konsumenten und Unternehmen das Lachen vergangen. Nach Jahren des Daueraufschwungs spürt man dort erstmals wieder wirtschaftliche Not. Das spüren ebenso die Auftragsbücher der deutschen Exportindustrie. Ohnehin braucht China Industrie-Deutschland in vielen Bereichen nicht mehr.

    Und das soll der Stoff für fundamental gute Stimmung bei deutschen Aktien sein?

    Trump ist für Europa die personifizierte Fastenzeit

    Auch von geopolitischer Seite kommen immer mehr Querschläger. Von Friedlichkeit in der Welt kann keine Rede mehr sein. Wer abends die Nachrichten schaut, braucht ein dickes Fell. Viele Anleger haben zudem die Sorge, dass Trump bei einer zweiten Amtszeit das transatlantische Bündnis auf links dreht. Egoistischer Protektionismus und ein schmutziger, Europa-feindlicher Deal zwischen dem US-Präsidenten und Putin zur Beendigung des Ukraine-Kriegs werden als große Gefahr gesehen.

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    Robert Halver
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    Robert Halver verfügt über langjährige Erfahrung als Kapitalmarkt- und Börsenkommentator und ist durch regelmäßige Medienauftritte bei Fernsehsendern und Radiostationen, auf Fachveranstaltungen und Anlegermessen sowie Fachpublikationen und als Kolumnist einem breiten Anlegerpublikum bekannt. Seine Markenzeichen, die unterhaltsame, bildhafte Sprache, kommen bei keinem seiner Auftritte zu kurz.

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    Verfasst von Robert Halver
    Nach dem Karneval kommt die Fastenzeit: Auch am Aktienmarkt? Nach dem Karneval kommt die Fastenzeit: Auch am Aktienmarkt? Als Rheinländer macht sich in diesen Tagen meine karnevalistische DNA bemerkbar. Ich weiß natürlich, dass am Aschermittwoch alles vorbei ist. Gilt dies auch für die aktuelle …