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Rohöl Bad news von der Auto- und Immobilienfront?

02.06.2009, 15:40  |  1666   |   |   
Heute könnte den Investoren wieder einmal die desolate Wirtschaftslage in den USA ins Gedächtnis gerufen werden und zu entsprechenden Reaktionen animieren. Nach dem Konkursantrag von Chrysler und GM werden am heutigen Dienstag die US-Autoverkäufe für den Monat Mai gemeldet. Nach 6,9 Mio. verkaufter Fahrzeuge im April rechnen die Analysten mit einem leichten Anziehen auf sieben Mio. Autos. Allerdings reicht die Spanne der Schätzungen von 6,5 bis 7,2 Mio. Fahrzeuge und eröffnet somit erhebliches Enttäuschungspotenzial. Gegen 16.00 Uhr (MESZ) gibt es außerdem aktuelle Zahlen zu den anstehenden Hausverkäufen im April. In den beiden Monaten zuvor zog der Immobilienindex zwar um 2,1 (Februar) bzw. 3,2 Prozent (März) an, holte damit aber lediglich einen Teil der Januar-Verluste von minus 7,7 Prozent wieder auf. Die beiden Sektoren Immobilien und Autos haben sich in der aktuellen Rezession als besonders schwache Standbeine erwiesen. Ohne ihre Bodenbildung dürfte eine wirtschaftliche Erholung in den USA ein äußerst schwieriges Unterfangen werden. Doch ohne ein Eintreten der davon erhofften anziehenden Ölnachfrage erscheinen die bereits verteilten Vorschusslorbeeren beim Preis akut in Gefahr.
Am Dienstagnachmittag zeigte sich der nächstfällige WTI-Future relativ stabil. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der Kontrakt auf WTI um 0,56 auf 68,02 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,31 auf 67,66 Dollar zurückfiel.

Kupfer: Höchster Stand seit Mitte Oktober

Starke Blue Chips, schwacher Dollar, erfreuliche Konjunktursignale und eine positive Charttechnik haben den Kupferpreis an der Comex am gestrigen Pfingstmontag über 2,30 Dollar pro Pfund getrieben. Das rote Industriemetall galt schon immer als konjunktureller Frühindikator und macht damit durch seine starke Entwicklung in 2009 Hoffnung, dass die sich die schlimmste Rezession seit Generationen ihrem Ende entgegenneigen könnte.
Am heutigen Dienstag markierte der am aktivsten gehandelte Future auf High Grade Copper mit Fälligkeit im Juli mit 235,30 US-Cents den höchsten Stand seit Mitte Oktober. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) gab der Kontrakt zwar um 1,65 auf 230,25 US-Cents nach, verteidigte aber damit dennoch sein erhöhtes Kursniveau.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Kupfer
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