Griechen zahlen 1.700 USD für eine Unze Gold

Gastautor: Tim Roedel
29.05.2010, 12:33  |  5023   |   |   

Haben die Griechen die Hosen voll? Es scheint so, vergegenwärtigt man sich einmal folgende Geschichte: Seit 1965 ist in Griechenland der Handel der britischen Sovereign Münze (Erklärung siehe unten) stark eingeschränkt. Mittlerweile ist es im Zuge der Griechenlandkrise jedoch schon so weit gekommen, dass die Griechische Nationalbank durchschnittlich 700 Sovereign Münzen pro Tag an besorgte Griechen verkauft. Allein innerhalb der ersten vier Monate dieses Jahres verkaufte das Athener Büro 50.000 Sovereigns. Wobei die Bank selbst davon ausgeht, dass auf dem Schwarzmarkt im selben Zeitraum bis zu 100.000 weitere Exemplare ge- und verkauft wurden. Jetzt kommt aber erst der eigentliche Clou: Die Griechische Nationalbank erzielte für den Verkauf der Münzen bis zu 409 USD je Stück. Nun muss man wissen, dass der Britische Sovereign 7,3224 Gramm oder umgerechnet 0,2354 Feinunzen Gold enthält. Bei einfacher Dreisatzrechnung ergäbe sich damit als Preis für eine Unze Feingold folgendes: 409 USD (bezahlter Preis für den Sovereign) x 31,1034768 Gramm (Gewicht einer Feinunze Gold) / 7,3224 Gramm (Goldanteil im Sovereign) = 1.737,32 USD. Das bedeutet nichts anderes als das, dass die Griechen aktuell bis zu 1.737 USD für eine Unze Gold bezahlen! Ist das nicht verrückt? Spötter werden jetzt sicherlich sagen, dass die Griechen halt einfach nicht rechnen können, wie sie es schon jahrzehntelang bewiesen haben. Vielleicht ist es aber einfach nur Kalkül? Nehmen die Griechen etwa schon zukünftige Goldpreisniveaus voraus?

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko scheint unaufhaltsam, die Lösung des Problems, nämlich die Schließung des Öllecks nahezu unlösbar. Bis dato sind alle Versuche, das Leck mittels Tauchglocken, Zement oder Ähnlichem unter Kontrolle zu bekommen, gescheitert. Der Druck auf die US-Regierung wächst derweil unaufhaltsam, weswegen sich Präsident Obama nun zu vier Kernpunkten (Schnellschüssen?) durchrang. Dabei geht es vor allem um solche Operationen, die in sehr großen Tiefen von mehr als 1.000 Metern durchgeführt werden, da man bei ihnen davon ausgeht, dass sie im Gegensatz zu Bohrungen in flachem Wasser, nicht oder nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand verschlossen werden können, sofern ein Leck auftreten sollte:
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