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Prognose zu konservativ?

Premium: TradeCentre
25.08.2011, 08:30  |  1801   |   |   

Die Tipp24 SE präsentierte überzeugende Zahlen für das erste Halbjahr. Der konsolidierte Umsatz stieg um 72,4 Prozent auf über 70 Millionen Euro. Das EBIT hat sich von 6,5 auf 33,4 Millionen Euro vervielfacht. Wie uns Vorstandschef Hans Cornehl im Hintergrundgespräch erläutert, wurde der Gewinn von zwei Effekten positiv beflügelt. Einerseits verlief die Statistik der Gewinnausschüttungen der vollkonsolidierten Minderheitsbeteiligung MyLotto24 in UK zu Gunsten des Unternehmens. Andererseits hat MyLotto24 einen Rechtsstreit über die Auszahlung einer Versicherungsleistung beendet und daraus rund zehn Millionen Euro kassiert, der sich entsprechend positiv im Gewinn niedergeschlagen hat. Die Gesellschaft in UK trug mit knapp 70 Millionen Euro zum Umsatz bei und realisierte ein EBIT von 38,3 Millionen Euro. In Deutschland ist das Unternehmen nach wie vor regulatorisch beschränkt. Der Umsatz lag bei 1,8 Millionen Euro und das EBIT war mit 3,8 Millionen Euro negativ. „Zusammenfassend sind wir zufrieden mit den Zahlen des ersten Halbjahres. Wir verzeichnen eine stabile Fortsetzung des Geschäfts seit nunmehr zehn Quartalen“, so der CEO.

Für das Gesamtjahr erwartet Cornehl einen Umsatz von mehr als 104 Millionen Euro und ein EBIT von mindestens 40 Millionen Euro. Angesichts der Zahlen für das erste Halbjahr klingt die Prognose sehr konservativ, selbst wenn wir den Effekt des Rechtsstreits rausrechnen. „Unsere Prognose ist nicht sehr aggressiv, sondern sie ist in der Tat konservativ. Wir haben einen Puffer eingebaut“. Der Vorstand hat für das zweite Halbjahr negative statistische Fluktuationen bei den Gewinnausschüttungen kalkuliert. Zudem sind erhöhte Aufwendungen für den Wiederaufbau des Geschäfts in Deutschlands budgetiert. Insgesamt sind die beiden Effekte addiert mit zehn Millionen Euro berücksichtigt. Laut Cornehl ist der Start für den Wiederaufbau in Deutschland allerdings weniger wahrscheinlich geworden. Sollte die Statistik der Gewinnzahlungen wieder zu Gunsten der Hamburger ausfallen, könnten bis Jahresende durchaus operativ bis zu 50 Millionen Euro verdient werden. Auf Basis eines Gewinns vor Steuern und Zinsen von 40 Millionen Euro erwarten wir unterm Strich einen Profit von fast 30 Millionen Euro. Pro Aktie entspricht dies einem Gewinn von fast 3,75 Euro!
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