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FRweekly-briefing Das Bankenkrise-Gespenst geht um

04.10.2016, 11:12  |  856   |   |   

Nach der überraschenden Rally der Deutschen-Bank-Aktie am Freitag zeigen sich Anleger wieder vorsichtiger.

Kurz nachdem die Nachrichtenagentur AFP am Freitag meldete, dass die Deutsche Bank statt 14 nur 5,4 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen müsse, kletterte auch der deutsche Leitindex auf 10.511 Punkte. Über das verlängerte Wochenende so scheint es, sind bei Anlegern aber wieder Zweifel aufgekommen. Mit einem leichten Minus eröffnete der DAX heute bei rund 10.493. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Deutschen Bank, die leicht um ihren Kurs von Freitag (11,57 EUR) schwankt. Allein in den vergangenen sechs Monaten hat die Aktie bereits 28,2 Prozent ihres Wertes verloren. Nach Berichten des „Wall Street Journal“ kommen Vertreter der Bank und der US-Regierung bei ihren Verhandlungen zwar voran, es sei jedoch noch kein Vorschlag ausgereift genug, um Entscheidungsträgern vorgelegt zu werden. Auch das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut macht Anlegern sorgen: 7.300 Vollzeitstellen sollen abgebaut werden; am Dienstag lädt Commerzbank zu seinem Investorentag, so die „Börse Online“. 

Gefahr noch nicht gebannt

Aus technischer Sicht sollten sich Anleger ebenfalls nicht allzu sehr entspannen: „In letzter Sekunde stabilisierte sich der Deutsche Aktienindex auf eindrucksvolle Weise und rettet sich damit vor einer neuen Abwärtsbewegung“, schreibt Andreas Büchler in seinem aktuellen Kommentar. „Doch die Gefahr ist noch nicht vorbei.“ Denn ein Schlusskurs unter 10.00/10.100 Punkten gäbe Anlass zur Sorge. „Bis dahin bleibt ein Anstieg zurück in den Bereich 10.700/10.800 ebenso möglich.“ Am wahrscheinlichsten sei aber eine Bewegung zwischen 10.000 und 10.800 Zählern.  

Märkte bleiben volatil

Neben wachsenden Sorgen um den Bankensektor, droht auch die immer näher rückende US-Wahl für Unruhe an den Märkten zu sorgen. Über alldem schwebt nach wie vor eine mögliche Zinsanhebung der US-Notenbank FED. Am Donnerstag und Freitag könnten frische Arbeitslosendaten aus den Vereinigten Staaten für neue Spekulationen um dieses Thema sorgen. Bereits am Mittwoch und am Donnerstag werden die Auftragseingänge in Europa und den USA bekanntgegeben. 

(TL)

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